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Gemeinsam ein Team

Weinsbergvon Philipp Binnen, THW OV Weinsberg

Weins­berger Feu­er­wehr und THW Weins­berg treffen sich zum gemein­samen Aus­bil­dungs­dienst

Nachdem schon am ver­gan­genen Montag die Jugend­gruppen der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Weins­berg und des THW Orts­ver­bandes Weins­berg eine gemein­same Aus­bil­dung abhielten, trafen sich am Samstag auch die aktiven Mit­glieder beider Orga­ni­sa­tionen zu einem gemein­samen Aus­bil­dungs­dienst und Erfah­rungs­aus­tausch.

Zu Beginn der Aus­bil­dung um neun Uhr wurde den Kame­raden der Feu­er­wehr und des THW in der Unter­kunft des Tech­ni­schen Hilfs­werks Weins­berg eine Präsen­ta­tion über die Orga­ni­sa­tion, Fach­gruppen und den Fach­be­rater vor­ge­stellt. Dadurch konnten sich die Kame­raden der Feu­er­wehr einen Ein­druck über das THW als bun­des­weite Behörde machen, und der ein oder andere THW´ler selbst noch etwas Neues über seine Orga­ni­sa­tion mit­nehmen.

Nach einer kleinen Pause zur Stärkung wurde im Hof des THW Weins­berg an zwei Sta­tionen ein Teil der Tätig­keiten und Leis­tungen des THW gezeigt. Feu­er­wehr­leute und THW Helfer, die in Gruppen ein­ge­teilt wurden, übten wie man einen Ver­letzten über eine „Schiefe Ebene“ aus einem Gebäude rettet. Dabei werden meh­rere Steck­lei­ter­teile inein­ander gesteckt und so zu einer Art Rut­sche ver­bunden. Durch Sichern der Lei­ter­teile von unten und an den Lei­ter­enden wird ein Durch­biegen oder Weg­rut­schen ver­hin­dert. Somit kann die ver­letzte Person in einem Schleif­korb sicher aus dem Gebäude gerettet werden.

Die Orts­verbände des THW verfügen mitt­ler­weile über eine sehr umfang­reiche Aus­stat­tung des Ein­satzgerüstsys­tems (EGS). Dadurch kann es auch Auf­gabe sein, eine Haus­wand gegen das Einstürzen oder Aus­bre­chen zu sichern. Auch diese Auf­gabe wurde an einer zweiten Sta­tion mit den Kame­raden der Feu­er­wehr und des THW geübt. Durch die Drei­ecks­kon­struk­tion wird eine sehr hohe Sta­bilität und eine gute Ver­tei­lung der Druckkräfte erreicht. Das Abstützsystem, wie es die ehren­amt­li­chen Kame­raden und Helfer errich­teten, lässt sich beliebig weit und hoch aus­bauen, wenn man den Platz und das Mate­rial zur Verfügung hat. Ein wei­terer Vor­teil des Sys­tems ist, dass in sehr kurzer Zeit eine beschädigte Haus­wand abgestützt und gesi­chert werden kann.

Ein wei­terer Auf­ga­ben­punkt war es, einen Ein­spann­aus­leger aus einem simu­lierten Fenster her­aus­zu­bauen. Im Ein­satz­fall kann das THW damit Mate­rial, aber auch Per­sonen an der Haus­wand her­auf­ziehen und ablassen. Dabei werden zwei Stäbe des Ein­satzgerüstsys­tems (EGS), die Vorher ver­bunden wurden, wie Bau­spriesen zwi­schen Boden und Zim­mer­decke „ein­ge­spannt“. Mit­tels einer Drei­ecks­kon­struk­tion, die an den Spriesen befes­tigt wird, kann ein Aus­leger gebaut werden, der zum Bei­spiel aus einem Fenster her­aus­steht.

So konnten sich die Kame­raden der Feu­er­wehr an beiden Sta­tionen auch einen prak­ti­schen Über­blick über die Arbeits­weise und Tätig­keit des THW ver­schaffen. Nachdem das Mate­rial wieder auf den Fahr­zeugen ver­laden war wurde der Aus­bil­dungs­dienst mit einem gemein­samen Essen beendet.

Der Weins­berger Feu­er­wehr­kom­man­dant Lajosch Mik­losch bedankte sich im Anschluss für den gelun­genen Dienst. „Man wolle die Zusam­men­ar­beit auf jeden Fall aus­bauen. Der Grund­stein sei gelegt, es gelte jetzt nur noch solche Dienste regelmäßig zu ver­an­stalten, um die Koope­ra­tion weiter aus­zu­bauen“, ließen beide Seiten ver­lauten.