QR-Code zur Seite

Feuerwehr Ilsfeld stellt Einsatzstärke bei Alarmübung unter Beweis

Ilsfeldvon Dennis Klecker, Feuerwehr Ilsfeld

Montag, 29. Juli 2013. Um 19:33 Uhr löst die Brand­mel­de­an­lage der Firma Bor­nack im Gewer­be­ge­biet Ils­feld aus. Dichter Rauch dringt aus dem Gebäude. Am Fenster im ersten Stock des Ver­wal­tungsgebäudes stehen zwei Frauen und rufen laut um Hilfe. Über die inte­grierte Leit­stelle in Heil­bronn wird die Feu­er­wehr Ils­feld um 19:34 Uhr alar­miert.

Zum Glück nur eine Alarmübung! Den­noch eilen die Feu­er­wehr­ka­me­raden von zu Hause ans Gerätehaus und rücken mit den Ein­satz­fahr­zeugen aus. Gerade einmal fünf Minuten nach der Alar­mie­rung trifft der Ein­satz­leiter an der Ein­satz­stelle ein. Über das Feu­er­wehr­in­for­ma­ti­ons­zen­trum der Brand­mel­de­an­lage wird ihm sofort auf­ge­zeigt, welche Rauch­melder ausgelöst haben. Bei der anschließenden Lage­er­kun­dung stellt er fest, dass sich noch zwei Per­sonen im Gebäude befinden. Zwei wei­tere Per­sonen machen sich laut­stark auf einem Balkon bemerkbar.

Nach wei­teren zwei Minuten trifft das erste Löschfahr­zeug an der Ein­satz­stelle ein. Ein Trupp unter Atem­schutz beginnt sofort mit der Men­schen­ret­tung und Brandbekämpfung über den Trep­pen­raum des Gebäudes. Par­allel hierzu werden die zwei Damen aus der Buch­hal­tung der Firma über eine Steck­leiter in Sicher­heit gebracht. Genau wie beim rich­tigen Ein­satz muss auch bei dieser Alarmübung alles Hand in Hand ablaufen. Die Men­schen­ret­tung steht an erster Stelle, betont Kom­man­dant und Aus­richter der Alarmübung Steffen Heber.

Während der Men­schen­ret­tung läuft ein neuer Alarm auf der Brand­mel­de­an­lage auf. In der Pro­duk­ti­ons­halle lösen gleich vier Rauch­melder aus. Das zu diesem Zeit­punkt ein­ge­trof­fene Tanklöschfahr­zeug der Feu­er­wehr Ils­feld wird sofort vom Ein­satz­leiter zur Men­schen­ret­tung und Brandbekämpfung für diesen Bereich ein­ge­setzt. Par­allel hierzu wurden noch der Löschzug Hel­fen­berg und der Löschzug Scho­zach alar­miert. Auch für diese beiden Löschzüge war es eine unan­ge­mel­dete Alarmübung. Von Weitem hört man bereits das Mar­tins­horn. Nach dem Ein­treffen der beiden Löschzüge werden sofort die beiden Per­sonen vom Balkon über eine Leiter befreit. Die Men­schen­ret­tung und Brandbekämpfung in der Pro­duk­ti­ons­halle wird durch einen wei­teren Atem­schutz­trupp der ein­tref­fenden Kame­raden unterstützt.

Mit dem erst neu beschafften Gerätewagen Trans­port der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Ils­feld wurde eine Was­ser­ver­sor­gung aus dem Grup­pen­bach zur Firma Bor­nack auf­ge­baut. Hiermit haben wir für die Brandbekämpfung aus­rei­chend Löschwasser, betont Ein­satz­leiter Steffen Roth. Gerade einmal 40 Minuten nach der Alar­mie­rung der Feu­er­wehr war der kom­plette Ein­satz bereits beendet. Alle sechs Ver­letz­ten­dar­steller konnten gerettet werden. Die zwei Brand­herde wurden gelöscht und eine Was­ser­ver­sor­gung aus dem Bach wurde zusätzlich her­ge­stellt. Kom­man­dant Steffen Heber war sehr zufrieden mit der Leis­tung seiner Wehr. Herr Bor­nack, Geschäftsführer der Firma Bor­nack, bewun­derte das sehr schnelle Ein­treffen der Ein­satzkräfte nach der Alar­mie­rung und war froh, dass alle seine Mit­ar­beiter gerettet werden konnten.

Die Frei­wil­lige Feu­er­wehr Ils­feld möchte sich an dieser Stelle recht herz­lich für die Unterstützung der Firma Bor­nack bei dieser Alarmübung bedanken. Nur dadurch, dass uns Übungs­ob­jekte zur Verfügung gestellt werden, können wir möglichst realitätsnah den Ernst­fall proben freute sich Kom­man­dant Steffen Heber.