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Feuerwehr freut sich aufs neue Domizil

Schwaigernvon Josef Staudinger, HSt

Nur das ungemütliche Wetter lässt zu wünschen übrig. Ansonsten ist der gemein­same Tag der offenen Tür von Frei­wil­liger Feu­er­wehr und DRK-Orts­verein Schwai­gern eine runde Sache. Die kühlen Tem­pe­ra­turen und der Nie­sel­regen sind für die zahl­rei­chen Gäste kein Grund, der Ver­an­stal­tung fern­zu­bleiben. Auch Abord­nungen von Flo­ri­ansjüngern aus benach­barten Gemeinden zeigen Flagge.

Von früh bis spät können sich die Besu­cher beim Feu­er­wehr­ma­gazin an der Mozart­straße über den umfang­rei­chen tech­ni­schen Ausrüstungs­stand der Wehr infor­mieren und sich zudem mit Köstlich­keiten aus Küche, Keller und vom Kuchenbüfett verwöhnen lassen.

Michael Wagen­plast, stell­ver­tre­tender Kom­man­dant und Jugend­wart, sowie Pres­se­spre­cher Volker Lang bewerten den Ver­lauf der Ver­an­stal­tung positiv. Stolz ist Wagen­plast auf den Feu­er­wehr­nach­wuchs mit immerhin 45 Jungen und Mädchen. Die Gesamtstärke der Wehr, die sich aus den Ein­satz­ab­tei­lungen Schwai­gern-Stadt, Stetten, Nie­der­hofen und Mas­sen­bach zusam­men­setzt, bestehe der­zeit aus 186 Männern und Frauen.

Pla­nungs­phase Das neue Feu­er­wehr­haus, das im Westen Schwai­gerns am Wei­lerweg in der Nähe der Unterführung ent­stehen soll, befindet sich in der Pla­nungs­phase, berichtet Lang. Den künftigen Standort des Domi­zils, in das auch der DRK-Orts­ver­band ein­zieht, bezeichnet er als „ideal“. Der Spa­ten­stich wird vor­aus­sicht­lich im kom­menden Frühjahr sein. Uni­sono loben die beiden Feu­er­wehrmänner die Zusam­men­ar­beit mit Stadt­ver­wal­tung und Gemein­derat, die der Hilfs­or­ga­ni­sa­tion alle erdenk­liche Unterstützung gewähren würden.

Gespannt warten die Besu­cher indes auf den Höhepunkt des Tages: eine Ret­tungs­de­mons­tra­tion der Schwai­gerner Wehr, die Thorsten Groß fach­kundig – und auch für Laien verständlich – kom­men­tiert. Bei einer gestellten Unfall­si­tua­tion ist eine Person im Auto ein­ge­klemmt. Der gesamte Ablauf wird realitätsnah simu­liert, ange­fangen vom Ein­treffen des Hil­fe­leis­tungslöschgrup­pen­fahr­zeugs HLF 20/16 und dem Absperren der Unfall­stelle bis zur Ber­gung und Erst­ver­sor­gung des Ver­letzten unter Ein­satz des hydrau­li­schen Sprei­zers und der Ret­tungs­schere. „Häufig geübte Situa­tionen werden im Alltag leider oft zur grau­samen Wirk­lich­keit“, macht Groß deut­lich.

Herz­druck­mas­sagen Nebenan hat der DRK-Orts­verein in seiner Garage ein „Bären­hos­pital“ ein­ge­richtet. Kinder und Erwach­sene dürfen an einer Puppe Mund-zu-Mund-Beatmungen oder auch Herz­druck­mas­sagen aus­pro­bieren. „Im Ernst­fall sind das lebens­not­wen­dige Maßnahmen“, erläutert Bereit­schaftsführerin Ste­fanie Moser. Auch ein Ret­tungs­wagen steht zur Besich­ti­gung bereit.