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Feuerwehr Eppingen organisatorisch auf Großschadenslagen vorbereitet

Eppingenvon Frank Pitz

Bei großflächigen Scha­dens­lagen wie nach Stürmen oder Hoch­was­ser­er­eig­nissen ist regelmäßig mit vielen Ein­satz­stellen und damit auch mit Engpässen in den Leit­stellen sowie Über­las­tung der Betriebskanäle zu rechnen. Im Land­kreis Heil­bronn wird das Ein­satz­leit­system bei sol­chen Lagen auf den Unwet­ter­modus umge­stellt, d.h. die Über­mitt­lung von weniger zeit­kri­ti­schen Ein­satz­aufträgen erfolgt per Telefax an die Führungshäuser der Gemeinden.

Für die Stadt Eppingen mit 7 Stadteilen und über 21 000 Ein­woh­nern ist das Gerätehaus der Kern­stadt­wehr das Führungs­haus, über das bei flächigen Großscha­dens­lagen die Ein­satz­ko­or­di­na­tion und Dis­po­si­tion für das Gesamt­stadt­ge­biet erfolgt.

Um einen opti­malen orga­ni­sa­to­ri­schen Ablauf sol­cher Einsätze zu gewährleisten, arbeitet die Führungs­gruppe in räumlich getrennten Fern­melde- und Führungsräumen. Im Fern­mel­de­be­reich erfolgt die Ein­satz­an­nahme per Telefax, Funk und Telefon sowie die Umset­zung der Ein­satz­be­fehle an die jewei­ligen Fahr­zeuge und Ein­heiten. Im Führungs­raum werden die Einsätze koor­di­niert, den Ein­satz­ab­schnitten zuge­ordnet und ent­spre­chende Ein­heiten dis­po­niert. Die Lage- und Kräfte­dar­stel­lung erfolgt an der Lage­karte sowie einer Stadt­ge­biets­karte.

Zur Vor­be­rei­tung auf solche Situa­tionen wurde nun in soge­nannten Schwer­punkt­aus­bil­dungen die Abwick­lung von Großscha­dens­lagen im Führungs­haus von allen Angehörigen der Abtei­lung Eppingen simu­liert und geübt.

Simu­liert wurde eine Unwet­ter­lage, die ca. 40 Einsätze zur Folge hatte, welche per Telefax, Telefon und Funk ein­ge­spielt wurden. Gespickt wurden diese Einsätze durch zeit­kri­ti­sche Mel­dungen (Men­schen- und Tier­ret­tung, Brand­mel­dungen, BMA). Die Einsätze mussten von der Führungs­gruppe ent­spre­chend bewertet, zuge­ordnet und dis­po­niert werden. Ein­ge­spielt wurden zudem Besuche von Bürger­meister und Presse, die die Ein­satz- und Führungs­grup­pen­leiter zusätzlich for­derten.

Die vor­ge­ge­benen Abläufe und Orga­ni­sa­tion haben sich bei diesen Übungen bewährt. Es wurde aber auch deut­lich, dass solche Ein­satz­si­tua­tionen hohe Kon­zen­tra­tion und nach einer gewissen Zeit einen Per­so­nal­tausch erfor­dern.

Die Bilder zeigen die Kame­raden der Feu­er­wehr Eppingen, bei der Schwer­punkt­aus­bil­dung, die immer immer in den Win­ter­mo­naten statt­findet, bei dem Thema, Ablauf im Führungs­haus bei Großscha­dens­lagen. (Frank Pitz)