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Feuerwehr Bad Friedrichshall für Großschadenslagen gerüstet

Bad Friedrichshallvon Frank Martz, Feuerwehr Bad Friedrichshall Sachgebiet 1

Anfang des Jahres wurde die Führungs­gruppe in der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Bad Fried­richs­hall gegründet und eingeführt. Gleich zu Beginn wurde für dieses Team umfang­rei­ches Mate­rial beschafft. Ein spe­zi­elles System „Füsys“ sowie umfang­rei­ches Kar­ten­ma­te­rial erleich­tert die Arbeit in der Führungs­gruppe erheb­lich. Kom­man­dant Marcel Vogt konnte am ver­gan­genen Samstag bei der land­kreis­weiten Unwet­tergroßübung eine sehr zufrie­dene Bilanz über die Arbeit der Führungs­gruppe ziehen. Alle Einsätze die von der Inte­grierten Leit­stelle Heil­bronn per Fax kamen sowie eine Viel­zahl an selbst ein­ge­spielten Ein­satz­stellen konnten gemäß einem ein­heit­li­chen Führungs- und Lage­sys­tems ohne große Pro­bleme abge­ar­beitet werden. Die Ein­rich­tung eines Führungs­hauses, dass bei der Feu­er­wehr Bad Fried­richs­hall die Feu­er­wache in der Kern­stadt ist, erfor­dert geschultes Per­sonal. Aus diesem Grund wurde die rund 15-köpfige Führungs­gruppe mit Feu­er­wehr­leuten aus allen drei Abtei­lungen gebildet. Neben Führungskräften gehören bei­spiels­weise auch Fern­melder und Lage­kar­tenführer zu dieser Fach­gruppe. Bei punk­tu­ellen Scha­dens­lagen werden anstelle des Führungs­hauses der Ein­satz­leit­wagen 1 und der Mann­schafts­trans­port­wagen der Abtei­lung Kern­stadt als Führungs­fahr­zeuge genutzt. Die Aus­stat­tung der Fahr­zeuge wurde daher ent­spre­chend erwei­tert und ergänzt.

Die unter der Lei­tung von Volker Wind­biel (Stv. Kom­man­dant) und Daniel Posch­mann (Zugführer Kern­stadt) ste­hende Führungs­gruppe Bad Fried­richs­hall trifft sich regelmäßig zu Übungen um Ein­satz­lagen durch­zu­spielen und zu üben. Dieses ist not­wendig, damit bei Ernstfällen diese Sze­na­rien rou­ti­niert abge­ar­beitet werden.

Die Führungs­gruppe ist eine Unterstützungs­ein­heit welche bei größeren Einsätzen tätig wird. Sie hat die Auf­gabe den Ein­satz­leiter zu unterstützen und ihn zu ent­lasten, so dass er sich auf das Wesent­liche kon­zen­trieren kann. Die Grund­lage für die Arbeit der Führungs­gruppe ist in der Feu­er­wehr­dienst­vor­schrift 100 „Führung und Lei­tung im Ein­satz“ gere­gelt. Diese gilt für alle Feu­er­wehren in Deutsch­land und ist darüber hinaus mit der Polizei und allen anderen Hilfs­or­ga­ni­sa­tionen abge­stimmt.

Die Auf­gaben der Führungs­gruppe:

  • Unterstützung des Ein­satz­lei­ters, Vor­be­rei­tung von Ent­schei­dungen
  • Doku­men­ta­tion
  • Führen einer Kräfte- und Fahr­zeugüber­sicht
  • Führen einer Lage- und Funk­skizze
  • Ein­weisen von nachrückenden Kräften und Aus­weisen von Bereit­stel­lungsräumen
  • Ein­satz­stel­len­lo­gistik (Ver­sor­gung der Ein­satzkräfte, Nach­schub­re­ge­lung etc.)
  • Anlauf­stelle für Behörden­ver­treter und Orga­ni­sa­tionen (Polizei, Ret­tungs­dienst etc.)
  • Abwick­lung des Funk­ver­kehrs im 4m- (Leit­stelle und anfah­rende Fahr­zeuge) und 2m- Bereich (Ein­satz­stel­len­funk) sowie Kom­mu­ni­ka­tion über Mobil­te­lefon