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Erweiterungsbau Feuerwehrhaus: Neue Parkplätze am Altstadtrand

Neudenauvon Rudolf Landauer, HSt

Mit einem Spa­ten­stich hat die Stadt Neu­denau ein wei­teres Kapitel der Stadt­sa­nie­rung auf­ge­schlagen. Für rund 1,2 Mil­lionen Euro ent­stehen direkt hinter dem Feu­er­wehrgerätehaus und damit an der alt­stadt­nahen Peri­pherie öffent­liche Parkplätze und eine moderne Erwei­te­rung des Feu­er­wehrgerätehauses.

Von Kleingärten war das Areal, das sich vom Gerätehaus der Feu­er­wehr zur Jagst hin­unter absenkt, seither geprägt. Jetzt zogen Bagger und Erd­laster auf, um das Bau­feld für die Erd­ar­beiten her­zu­richten. Die Bewohner des Senio­ren­wohn­heims Haus am Lin­den­platz haben jetzt eine Bau­stelle vor der Haustür.

Erwei­te­rung „Die Kirche im Dorf lassen“, heißt es mah­nend meist dann, wenn es etwa darum geht, bewährte Dinge infrage zu stellen. Neu­denau hat sich dafür ent­schieden nicht nur die Kirche, son­dern auch das Rat­haus und die Feu­er­wehr im Städtchen zu lassen. Für 320.000 Euro ent­stehen jetzt 25 öffent­liche Parkplätze, im Sep­tember beginnt die Erwei­te­rung des Feu­er­wehrgerätehauses, die auf 900.000 Euro ver­an­schlagt ist.

Seit Jahren betreibt die Kom­mune deut­lich sichtbar Stadt­sa­nie­rung und hat dazu mit dem Büro des Schwäbisch Haller Sanie­rungs­experten Gerd Schäfer offenbar einen guten Griff getan. Schäfer hat der Ent­wick­lung des Alt­stadt­ge­bietes posi­tive Impulse gegeben, die von nach­hal­tiger Bedeu­tung für Neu­denau sind. Seine Hand­schrift ist an zahl­rei­chen Pro­jekten abzu­lesen. „Mit diesem Pro­jekt setzen wir jetzt einen wich­tigen, das Sanie­rungs­ge­biet arron­die­renden Schwer­punkt, mit hoher Innen- und Außenwirk­sam­keit“, sagte Schäfer beim Spa­ten­stich.

Bürger­meister Man­fred Hebeiß freute sich, den Spaten jetzt ansetzen zu können. Verzögerungen seien ent­standen, weil die Bezu­schus­sung wegen unter­schied­li­chen Aus­le­gungen der Behörden Pro­bleme berei­tete. Das sei jetzt aber geklärt.

Die Parkplätze erstellt die Bad Fried­richs­haller Bau­firma Osmanaj. Geschäftsführer Afrim Osmanaj will mit seinen Leuten das Pro­jekt zügig angehen und sofern das Wetter mit­spielt, bis Anfang November fertig sein. Die Straßen werden in Asphalt ausgeführt, die Parkflächen erhalten einen was­ser­durchlässigen Belag aus Pflas­ter­steinen, infor­mierte der Planer der Tief­bau­ar­beiten, Ulrich Kehle.

Muschel­kalk Die Schrägen im Gelände werden ter­ras­siert und mit Stützmauern ver­sehen, die einen Wand­vor­satz aus Muschel­kalk erhalten. Das Erd­ge­schoss des Erwei­te­rungs­baus der Feu­er­wehr wird eben­falls eine Ver­blen­dung aus Muschel­kalk erhalten: „Schließlich befinden wir uns hier in einem mas­siven Muschel­kalk­ge­biet“, sagte Gerd Schäfer.

Die ver­blei­benden Kleingärten haben vorüber­ge­hend keinen Was­ser­an­schluss, da die Lei­tungen ent­fernt wurden. Chris­toph Ham­berger vom städti­schen Bauamt ver­si­cherte: „Bis zum Frühjahr haben sie wieder Wasser für ihre Gärten“.

Bilder: Uwe Amann, Feu­er­wehr Neu­denau