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Erste Ausbildungsveranstaltung der Gefahrstoffeinheiten des Landkreises Heilbronn ein voller Erfolg

Landkreis Heilbronnvon Mediateam, Feuerwehr Weinsberg

Am Samstag, 08. Juni 2013 fand in Weins­berg die erste Aus­bil­dungs­ver­an­stal­tung der Gefahr­stoff­ein­heiten des Land­kreises Heil­bronn statt. Ziel dieser Aus­bil­dung war zum einen die Schwer­punkte in einem Gefahr­stoff­ein­satz zu beüben und gewisse Stan­dards zu ver­ein­heit­li­chen. Zum anderen stand auch das gegen­sei­tige Ken­nen­lernen der ein­zelnen Ein­heiten im Fokus der Ver­an­stal­tung.

Das Sze­nario auf dem Übungshof der Feu­er­wehr Weins­berg glich einer Großscha­dens­lage, waren doch ins­ge­samt über 60 Ein­satzkräfte von den Mess­ein­heiten der Feu­er­wehren Neckar­sulm und Lauffen a.N. sowie Per­sonal von den Gefahr­stoffzügen Bad Rap­penau und Weins­berg anwe­send. Ebenso betei­ligt war die Fach­be­ra­terin des Land­kreises, Sigrid Aßfalg. Keine Selbst­verständlich­keit, wenn man bedenkt dass das Ther­mo­meter schon fast som­mer­liche Tem­pe­ra­turen anzeigte. Dies unter­streicht wie­derum mit welch hoher Moti­va­tion sich die Teil­nehmer hier ein­brachten.

An sieben unter­schied­li­chen Sta­tionen wurde den in gemischte Gruppen ein­ge­teilten Ein­satzkräften eine Fülle von Infor­ma­tionen ver­mit­telt, zum Teil konnte bekanntes ver­tieft, aber auch neues hin­zu­ge­lernt werden. So ging es bei­spiels­weise bei der ersten Sta­tion um das rich­tige Anlegen eines Che­mi­ka­li­en­schutz­an­zuges (CSA). Was muss man gene­rell beachten? Wie wird die neue Hörsprech­gar­nitur ange­bracht? Anschau­lich demons­trierte Ilja Woita­schek aus Bad Rap­penau die rich­tige Vor­ge­hens­weise. So ausgerüstet ver­suchten die CSA-Trupps am Leckage-Übungsgerät ver­schie­dene Leckagen anhand der auf dem Gerätewagen Gefahrgut mitgeführten Ausrüstung zu schließen und abzu­dichten. Conrad Wagen­bach gab hier wert­volle Tipps wie z.B. mit der sog. "UNIKA" umge­gangen und ein abge­ris­sener Flansch wieder dicht gebracht werden kann.

Wie bei einer reellen Gefahr­stoff­lage wurden die CSA-Träger durch das Per­sonal der Dekon­ein­heit Weins­berg dekon­ta­mi­niert, also von "Schad­stoffen" auf dem Schutz­anzug befreit. "Hände vor das Visier" gab Thorsten Maier dem CSA-Trupp Anwei­sung. Auch das Aus­ziehen der Schutzanzüge will gelernt sein. Um ein mögli­ches Ver­schleppen des Gefahr­stoffes zu ver­meiden, muss jeder Hand­griff sitzen und jeg­li­cher Kon­takt des CSA-Trägers zur Außenhülle des Anzuges ver­mieden werden.

An wei­teren Sta­tionen konnte man sich über zahl­reiche ver­schie­dene Messgeräte wie z.B. dem Pho­to­io­ni­sa­ti­ons­de­tektor (PID) infor­mieren und dessen Funk­ti­ons­weise von den Neckar­sulmer Kame­raden ausführlich erläutern lassen. Inter­es­sant waren auch die auf­ge­zeigten Möglich­keiten wie aus­lau­fende Gefahr­stoffe mit­tels unter­schied­li­cher Pumpen gefördert bzw. umge­pumpt werden können. Im Mit­tel­punkt der Sta­tion 6 stand der Umgang mit diversen Prüfröhrchen die zur Detek­tion und Mes­sung von Gefahr­stoff­kon­zen­tra­tionen Ver­wen­dung finden. Um hier realitätsnah üben zu können hatte Sigrid Aßfalg eigens einige "Gefahr­stoffe" mit­ge­bracht, welche dann von den Teil­neh­mern ent­spre­chend aus­ge­messen wurden. Dass im Gefahr­stoff­ein­satz auch die Kom­mu­ni­ka­tion von größter Bedeu­tung ist, zeigte sich an der Sta­tion von Thomas Maier aus Lauffen. Auf­ga­ben­stel­lung war hier ent­spre­chende Räumlich­keiten und die darin befind­li­chen Gefahr­stoff­ge­binde zu beschreiben und per Funk an den "Lage­kar­ten­zeichner" am Flip­chart durch­zu­geben. Nicht schlecht staunten manche Kame­raden welche Infor­ma­tionen tatsächlich ankamen.

Abge­rundet wurde die Ver­an­stal­tung am Ende mit einem gemein­samen Mit­tag­essen und guten Gesprächen. Die Feu­er­wehr Weins­berg bedankt sich bei allen recht herz­lich die zu der gelun­genen Ver­an­stal­tung bei­getragen haben.