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Einfache Technische Hilfeleistung - Ausbildung in Lauffen

Lauffen a.N.von Michael Kenngott, Feuerwehr Lauffen a.N.

Die Sta­tis­tiken im Feu­er­wehr­wesen zeigen in den letzen Jahren offen­sicht­lich überall an, dass sich das Auf­ga­ben­ge­biet der Feu­er­wehren von der Brandbekämpfung immer mehr in Rich­tung tech­ni­sche Hil­fe­leis­tung ver­schoben hat.

Aktu­elle Fahr­zeuge mit immer neueren Werk­stoffen und aus­ge­feilten Schutz­ein­rich­tungen für die Insassen, stellen die Feu­er­wehr­angehörigen bei Ver­kehrsunfällen mit im Fahr­zeug ein­ge­klemmten Per­sonen vor immer neuere Her­aus­for­de­rungen im Ein­satz­ge­schehen. Aber es sind nicht nur Ver­kehrsunfälle, bei denen die Feu­er­wehr zur Hil­fe­leis­tung ausrücken muss. Unwet­ter­lagen, Trans­portunfälle mit aus­lau­fenden Gebinden oder aber auch die Ein­sturz­ab­si­che­rung sind Tätig­keits­felder für die Feu­er­wehr.

Um auf solche Ein­satzfälle auch vor­be­reitet zu sein, fand vom 12.- 13.04.2013 bei der Feu­er­wehr Lauffen eine Kreis­aus­bil­dung in Ein­fa­cher Tech­ni­scher Hil­fe­leis­tung (ETH) statt, zu wel­cher 20 Kame­ra­dinnen und Kame­raden der Feu­er­wehren aus Nord­heim, Pfaf­fen­hofen, Schwai­gern und Lauffen begrüßt werden konnten.

Neben einem theo­re­ti­schen Grund­la­gen­un­ter­richt stand natürlich aus das Üben mit den ver­schie­denen tech­ni­schen Gerätschaften für den Hil­fe­leis­tungs­ein­satz auf dem Lauf­fener Feu­er­wehrhof im Vor­der­grund.

In Lauffen ist man in der glückli­chen Lage, dass die Aus­bil­dung ETH von Aus­bil­dern durchgeführt wird, welche alle haupt­be­ruf­lich in der Auto­mo­bil­branche tätig sind und zudem noch eine Aus­bil­dung als Ret­tungs­sanitäter haben. Gerade bei der Arbeit mit Schere und Spreizer am Fahr­zeug oder aber auch bei der pati­en­ten­ge­rechten Ret­tung, zahlt sich hier das beruf­liche Fach­wissen aus und es können den Aus­bil­dungs­teil­neh­mern ent­spre­chende Tipps für die Vor­ge­hens­weise im Ernst­fall gegeben werden.

Wie dich­tete ihr ein leck­ge­schla­genes Behältnis ab, aus wel­chem eine viel­leicht umweltgefährdende Flüssig­keit ausläuft? Auch mit dieser Frage durften sich die Lehr­gangs­teil­nehmer/-innen beschäftigen und mit Holz­keilen, Spann­gurten, Hebe­kissen, Dicht­paste, etc. dafür sorgen, dass das beschädigte Fass ent­spre­chend abge­dichtet wird. Weil die Decke des Kalt­la­gers ein­zustürzen droht, waren die Teil­nehmer/-innen gefor­dert, mit unter­schied­lichsten Mate­ria­lien das Flach­dach erfolg­reich gegen einen Ein­sturz abzu­si­chern.

Gerade solche Aus­bil­dungen zeigen den Teil­nehmer/-innen in ruhiger Atmosphäre auf, dass die Tech­ni­sche Hil­fe­leis­tung in jedem Fall anders sein kann und die Ein­satzkräfte oft einmal auch ganz ungewöhnliche Wege gehen müssen, um z. B. eine Person aus dem Fahr­zeug zu retten oder ein Behältnis abzu­dichten.

Das Aus­bil­der­team mit Peter Link, Andreas Schadt und Ralph Schuller bedankt sich bei den Lehr­gangs­teil­nehmer/-innen für eine gelun­gene Aus­bil­dung.