QR-Code zur Seite

Die Feuerwehr war schon mal da

Bad Rappenauvon Michael Endres, ViA6West

Die Feu­er­ge­fahr ist hier nicht viel größer als bei anderen Ein­rich­tungen, doch bei ViA6West will man nichts dem Zufall über­lassen: Jetzt hat die Feu­er­wehr Bad Rap­penau – Abtei­lung Süd – den neuen Betriebshof in der Bon­felder Straße 58 im Stadt­teil Fürfeld der Kur- und Bäder­stadt in Augen­schein genommen und genau inspi­ziert, damit es im Ernst­fall auch rei­bungslos klappt. Und die 36 Flo­ri­ansjünger unter Lei­tung von Abtei­lungs­kom­man­dant Frank Rieth nahmen‘s bei ihrem vor-Ort-Termin genau. Denn um über­haupt an dieser beson­deren Stelle zwi­schen Lan­des­straße und Auto­bahn­auf­fahrt bauen zu dürfen, mussten von ViA6West meh­rere Auf­lagen erfüllt werden. Am auf­wen­digsten hierbei war die Löschwas­ser­ver­sor­gung. Löschwas­ser­teich, Regenrückhal­te­be­cken, Bevor­ra­tung von meh­reren Tau­send Litern waren im Gespräch. Doch letzt­lich ließ sich eine ganz andere Vari­ante umsetzen. An der Land­straße führt direkt die Lei­tung der Was­ser­ver­sor­gungs­gruppe „Mühlbach“ vorbei. Also wurde diese Lei­tung „ange­zapft“, eine Lei­tung unter der Straße zum gegenüber­lie­genden Betriebshof gelegt und dort ein Hydrant auf­ge­stellt. Schon war das mit der Löschwas­ser­ver­sor­gung in tro­ckenen Tüchern.

Die Löschwas­ser­lei­tung steht aber nicht per­ma­nent unter Druck. Das heißt, der über­di­men­sio­nale Was­ser­hahn in Form eines Hydranten wird erst im Brand­fall von der Feu­er­wehr auf­ge­dreht. Abtei­lungs­kom­man­dant Rieth zeigte seinen Kam­mer­aden, wie’s an dieser Stelle funk­tio­niert, damit ruck­zuck Wasser fließt. Und natürlich in aus­rei­chender Menge.

Gerätehalle, Salz­lager, Bürogebäude und Garagen: Hier führte Tobias Kupfer, Leiter Betrieb und Erhal­tung von ViA6West, die uni­for­mierten Gäste durch die noch leeren Räume. Ein Neubau hatte es den Feu­er­wehrmännern und -frauen beson­ders angetan: Die rie­sige Salz­halle für den Win­ter­dienst. Hier werden demnächst bis zu 3000 Tonnen Auf­tau­salz ein­ge­la­gert. Aber im leeren Zustand wirkt der anspre­chende Holzbau äußerst hei­melig: „Das wäre eine tolle Party-Loca­tion“, staunte ein Feu­er­wehr­mann. Mit einer Fläche von 546 Qua­drat­me­tern und einer Deckenhöhe von knapp zwölf Meter „als Lager eigent­lich viel zu schade“. Für beide Seiten gab es letzt­lich bei der Bege­hung auch Anre­gungen und Ideen, die zeitnah umge­setzt werden.