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Bei Mannschaftsstärke zugelegt

Mit 155 Per­sonen war die Jah­res­haupt­ver­samm­lung der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Neu­en­stadt in der Kel­ter­halle in Cle­ver­sulz­bach sehr gut besucht. Aber ent­gegen dem lan­des­weiten Trend hat die Neu­en­stadter Wehr die Mann­schaftsstärke im Jahr 2018 auch leicht gestei­gert. Durch sieben Neu­auf­nahmen in die Ein­satz­ab­tei­lung konnten Abgänge bezie­hungs­weise Übergänge in die Alters­ab­tei­lungen gut aus­ge­gli­chen werden.

Kom­man­dant Hartmut Schaf­froth freute sich, dass neben zahl­rei­chen Ehrengästen aus Ver­wal­tung, Gemein­derat und Ort­schaftsrat auch der Vor­sit­zende des Kreis­feu­er­wehr­ver­bands Heil­bronn, Rein­hold Gall, zur Ver­an­stal­tung gekommen war. In seinem Bericht machte Schaf­froth deut­lich, dass über die Hälfte aller 92 Einsätze im Vor­jahr auf den Bereich der tech­ni­schen Hil­fe­leis­tung ent­fielen, ein Viertel auf Brände, ein wei­teres Viertel auf Fehl­alar­mie­rungen.

Wei­ter­bil­dung Der gute Aus­bil­dungs­stand konnte weiter ver­bes­sert werden. Mit 81 Atem­schutzgeräteträgern ist die Neuenstädter Feu­er­wehr gut auf­ge­stellt. Über 4000 Stunden wurden in die Aus- und Wei­ter­bil­dung inves­tiert. 23 Kame­ra­dinnen und Kame­raden wurden bei Land­kreis­lehrgängen für Sprech­funker und Truppführer aus­ge­bildet und für den Ein­satz in der Wehr geschult und vor­be­reitet. An der Lan­des­feu­er­wehr­schule in Bruchsal waren vier Kame­raden zu Lehrgängen und Semi­naren. Bei den Leis­tungsprüfungen bei der Feu­er­wehr Ell­bachtal nahmen zwei Gruppen erfolg­reich teil.

Zum Bereich Öffent­lich­keits­ar­beit gehörten Brand­schutz­er­zie­hung in den Kin­dergärten oder auch das Schulen der Erzie­he­rinnen im Umgang mit Feuerlöschern.

Kom­man­dant Schaf­froth erläuterte auch den im Gemein­derat beschlos­senen Bedarfs­plan der Feu­er­wehr. Dieser enthält wei­tere Ersatz­be­schaf­fungen von Feu­er­wehr­fahr­zeugen in den Abtei­lungen Cle­ver­sulz­bach und Stein/Kochertürn in den kom­menden Jahren. Ein wei­terer Schwer­punkt ist die Ver­bes­se­rung der Situa­tion im Feu­er­wehr­haus in der Kern­stadt. Hier ist eine Moder­ni­sie­rung und Raum­er­wei­te­rung im Bedarfs­plan fest­ge­stellt.

Von den sieben neuen aktiven Mit­glie­dern kommen sechs aus der Jugend­feu­er­wehr. Dies unter­streiche die Wich­tig­keit der Jugend­ar­beit als Garant für die Ein­satz­ab­tei­lungen, so Schaf­froth. Die Ein­satz­ab­tei­lung hat nun eine Stärke von 126 Leuten, mit Jugend­ab­tei­lung und Alters­ab­tei­lung beträgt die Gesamtstärke 187 Mit­glieder.

Zulauf Die Jugend­feu­er­wehr bekommt im Moment starken Zulauf durch die im Januar gegründete Kin­der­gruppe. Jugend­feu­er­wehr­wart Simon Kumm berich­tete von der erfolg­reich bestan­denen Jugend­flamme III in Neckar­sulm und dem ersten Platz bei den „Zaber­fel­dern Mai­spielen“. Außerdem gab es ein Zelt­lager im hes­si­schen Oden­wald.

Bürger­meister Nor­bert Heuser ist sich sicher, dass der Spruch „Was, wenn keiner kommt?“ für die Bürger der Gesamt­stadt Neu­en­stadt keine Rolle spielt: Die Feu­er­wehr sei gut gerüstet für die Zukunft. Heuser über­brachte den Dank von Stadt und Gemein­derat für die Arbeit der Feu­er­wehr, die er als „unbe­zahlbar“ bezeich­nete.

In Neu­en­stadt werde eine sehr gute Arbeit mit einer klaren Vision für die Zukunft geleistet, so Rein­hold Gall vom Kreis­feu­er­wehr­ver­band. Er dankte dem Kom­man­danten, der in den ver­gan­genen Jahren im Kreis­feu­er­wehr­aus­schuss mit­ge­wirkt hatte. An die Ort­schafts- und Stadträte rich­tete Gall den Appell, sich mit der Zukunft der Feu­er­wehr aus­ein­an­der­zu­setzen.

Über­ra­schung Zur großen Über­ra­schung des stell­ver­tre­tenden Kom­man­danten Roland Grünagel ehrte ihn Gall mit dem Feu­er­wehr­eh­ren­kreuz des Deut­schen Feu­er­wehr­ver­bandes in Bronze. Grünagel ist seit 1992 in ver­schie­denen Ämtern in der Feu­er­wehrführung tätig und war von 2001 bis 2017 Abtei­lungs­kom­man­dant von Neu­en­stadt. red


Feu­er­wehr gut gerüstet für die Zukunft

Über 150 Teil­nehmer konnte Kom­man­dant Hartmut Schaf­froth zur diesjährigen Haupt­ver­samm­lung der Feu­er­wehr in der Kel­ter­halle begrüßen. Durch alle Berichte zog sich zog sich eine gute Bilanz des abge­lau­fenen Jahres.

Neben Bürger­meister Heuser, Gemeinde- und Ort­schaftsräten war in diesem Jahr auch der Vor­sit­zende des Kreis­feu­er­wehr­ver­bandes Rein­hold Gall MdL im Mörik­e­dorf zu Gast. Im abge­lau­fenen Jahr mussten mit Werner Häußler und Heri­bert Hoger leider auch zwei Feu­er­wehrmänner zu Grabe getragen werden, ihnen wurde bei der Toten­eh­rung gedacht.

Die Feu­er­wehr Neu­en­stadt hatte zum Jah­res­ende 187 Mit­glie­dern. Diese glie­dert sich in 126 Mit­glieder der Ein­satz­ab­tei­lung, 24 Jugend­liche und 37 Alters­ka­me­raden. In der Feu­er­wehr Neu­en­stadt sind, wie auch im Vor­jahr sechs weib­liche Mit­glieder aktiv. Erfreu­lich war ein „ganzer Schwung“ von sieben neuen Mit­glie­dern, von denen sechs aus der eigenen Jugend stammen, so konnten auch die Übergange in die Alters­ab­tei­lung mehr als kom­pen­siert werden.

Im Jahr 2018 wurde die Feu­er­wehr ins­ge­samt 92-mal zum Ein­satz gerufen. Von großen Unwet­tern blieb die Wehr im Gegen­satz zu den Vor­jahren ver­schont. Die tech­ni­sche Hil­fe­leis­tung machte wie­derum mehr als die Hälfte aller Einsätze aus, ein wei­teres Viertel sind Brand­alarme und der Rest leider Fehl­alar­mie­rungen. Auf der A81 brannten fünf Fahr­zeuge, unter anderem ein Trans­porter, ein LKW sowie ein Trike. Mit der Dreh­leiter konnte der Feu­er­wehr Neu­en­stadt bei einem Brand in Lan­gen­bret­tach unterstützten und an Hei­lig­abend brannte ein Lagergebäude auf dem Gelände eines Motor­sport­clubs nieder. Bereits im März konnte mit Hilfe der Ölsperre, aus­ge­lau­fenes Öl in der Bret­tach gebunden und somit ein großer Umwelt­schaden ver­hin­dert werden.

In den Abtei­lungen, wie auch gemeinsam mit allen Abtei­lungen wurden im ver­gan­genen Jahr fast 100 Übungs­abende abge­halten. Ins­ge­samt leis­tete die Feu­er­wehr über 4000 Stunden Übungs- Arbeits- und Ein­satz­dienst für die Sicher­heit der Bürger. Ver­an­stal­tungen in der Stadt wurden mit einer Abord­nung zum Sicher­heits­wach­dienst unterstützt so. z.B. der Motor­m­anrun und die Mar­tinsumzüge in Stein und Kochertürn.

Im Bereich der Aus- und Wei­ter­bil­dung konnten die neuen Mit­glieder der Ein­satz­ab­tei­lung bereits ihre Trupp­mann­aus­bil­dung abschließen. Ebenso fanden im Kreis Heil­bronn auch Lehrgänge zum Truppführer, Sprech­funker sowie zum Maschi­nisten für Löschfahr­zeuge statt. Gleich zehn Teil­nehmer sind nun Atem­schutzgeräteträger. Patrick Feuchter und Jochen Schuster konnten sich erfolg­reich zum Zugführer auf der Lan­des­feu­er­wehr­schule in Bruchsal aus­bilden lassen.

Eine gemischte Gruppe aller Abtei­lungen konnte mit dem Löschgrup­pen­fahr­zeug 8/6 der Abtei­lung Stein/Kochertürn erfolg­reich das bron­zene Leis­tungs­ab­zei­chen ablegen. Im Bereich der Brand­schutz­er­zie­hung wurden einige Kin­dergärten in Neu­en­stadt und den Stadt­teilen besucht und die Abtei­lungen Neu­en­stadt wie auch Stein/Kochertürn nahmen wieder am Kin­der­fe­ri­en­pro­gramm teil. Fester Bestand­teil des Stadt­le­bens waren wieder das Feu­er­wehr­fest der Abtei­lungen Neu­en­stadt und Cle­ver­sulz­bach und das Mai­en­fest der Abtei­lung Stein/Kochertürn. Darüber hinaus nahm die Jugend­feu­er­wehr am Weih­nachts­markt in Neu­en­stadt und die Kame­raden der Abtei­lung Stein/Kochertürn am Advents­markt rund um das Krie­ger­denkmal teil.

Kom­man­dant Schaf­froth gab abschließend einen Aus­blick auf das kom­mende Jahr. Im Mai dürfte hier der neue Mann­schafts­trans­port­wagen für die Jugend­feu­er­wehr und die Abtei­lung Cle­ver­sulz­bach ein­treffen. Ebenso wird man sich mit der Umset­zung des neuen Feu­er­wehr­be­darfs­plans beschäftigen müssen. Dieser enthält wei­tere Ersatz­be­schaf­fungen von Feu­er­wehr­fahr­zeugen in den Abtei­lungen Cle­ver­sulz­bach und Stein/Kochertürn in den kom­menden Jahren. Ein wei­terer Schwer­punkt ist die Ver­bes­se­rung der Situa­tion im Feu­er­wehr­haus in der Kern­stadt. Hier ist Moder­ni­sie­rung und Raum­er­wei­te­rung im Bedarfs­plan fest­ge­stellt.

Für die Jugend­feu­er­wehr berich­tete deren Leiter, Simon Kumm. Hier wurden im 14 tätigen Rhythmus ins­ge­samt 24 Übungs­abende abge­halten. Die gemein­same Übung der Jugend­feu­er­wehren im Ver­wal­tungs­raum fand in diesem Jahr an der Ruine der Helm­bund­kirche statt. Auch ein Berufs­feu­er­wehrtag wurde durchgeführt und die jungen Mit­glieder konnten einmal mit­er­leben wie der Alltag einer Berufs­feu­er­wehr­wache sich anfühlt. Das Zelt­lager führte in diesem Jahr in den hes­si­schen Oden­wald, zu den Freunden der Feu­er­wehr Breu­berg-Neu­stadt. Das Jahr 2018 war für die Jugend­feu­er­wehr sehr erfolg­reich, neben dem zweiten Platz des Schlauch­boot­ren­nens in Gun­dels­heim wurden die Mai­spiele in Zaber­feld direkt gewonnen. Zum ersten Mal in der Geschichte der JF Neu­en­stadt konnte die Stufe III der Jugend­flamme abge­legt werden, daneben waren die jüngeren Mit­glieder bei der Stufe I erfolg­reich.

Kas­sier Bernd Ple­ne­fisch gab einen Über­blick über die Finanzen und wurde für seine Arbeit ein­stimmig ent­lastet.

Bürger­meister Heuser dankte der Feu­er­wehr für ihre Arbeit im letzten Jahr. Die Feu­er­wehr Neu­en­stadt ist gut gerüstet für ihre Auf­gaben und gemeinsam mit dem Gemein­derat wird der Bedarfs­plan Stück um Stück abge­ar­beitet. Die Bürger der Stadt können sich sicher sein das der Fall wel­cher auf dem Plakat steht „Was ist wenn keiner kommt“ bei unserer Feu­er­wehr nie ein­treffen wird, so Heuser.

Der Vor­sit­zende des Kreis­feu­er­wehr­ver­bandes Rein­hold Gall betonte: „In Neu­en­stadt wird gute Arbeit durch die Feu­er­wehr geleistet.“ Er dankte Kom­man­dant Schaf­froth für seine Mit­ar­beit im Vor­stand des Ver­bandes, wel­cher hier in den letzten Jahren mit­ge­wirkt hatte. An die anwe­senden Kom­mu­nal­po­li­tiker rich­tete er den Appell sich mit der Zukunft ihrer Feu­er­wehr aus­ein­an­der­zu­setzen.

Die Feu­er­wehr Neu­en­stadt war im ver­gan­genen Jahr wieder viel­seitig gefor­dert, die Per­so­nalstärke kann durch vor­aus­schau­ende Wei­chen­stel­lungen mit der Kin­der­gruppe wohl auch in Zukunft gehalten werde, resümierte Kom­man­dant Schaf­froth in seinem Schluss­wort. Er dankte in seinem Schluss­wort allen Feu­er­wehr­angehörigen für ihre sehr gute Arbeit, dem Bürger­meister der Stadt Nor­bert Heuser, der Stadt­ver­wal­tung und dem Gemein­derat für die wertschätzende Zusam­men­ar­beit und das gute Mit­ein­ander. Ebenso galt sein Dank Rein­hold Gall als Ver­bands­vor­sit­zenden wie auch den benach­barten Feu­er­wehren und den wei­teren Hilfs­or­ga­ni­sa­tionen. Die Abtei­lungs­kom­man­danten wie auch die stellv. Kom­man­danten leisten, teil­weise in Dop­pel­funk­tion, eine gute Arbeit vor Ort. Die Jugend­feu­er­wehr über­nimmt ebenso wie alle wei­teren Funk­ti­onsträger in den Abtei­lungen eine wich­tige Stel­lung ein, auch ihnen gilt der Dank des Kom­man­danten.