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Aus alt mach neu - neuer GW-T für Feuerwehr Löwenstein

Löwensteinvon Markus Wagner, Feuerwehr Löwenstein

Dass es nicht immer zwin­gend ein Neu­fahr­zeug sein muss, stellt die Feu­er­wehr Löwen­stein unter Beweis. Am 18. Dezember 2019 konnten wir unseren neuen Gerätewagen Trans­port (GW-T) abholen. Rund 7 Monate nach Überführung des Gebraucht­fahr­zeugs konnte der GW-T bei der Firma Hensel in Wald­brunn von 7 Feu­er­wehr­mit­glie­dern, bestehend aus Kom­man­dant Markus Wagner, seinen zwei Stell­ver­tre­tern, dem Gerätewart sowie 3 wei­teren Mit­glie­dern der Ein­satz­ab­tei­lung, abge­nommen werden.

Damit endet eine rund 2-jährige Beschaf­fungs­zeit, begin­nenden mit der Bedarfs- und Kos­ten­ana­lyse Ende 2017, anschließendem Beschluss des Gemein­de­rats zur Bean­tra­gung des Zuschusses für ein Gebraucht­fahr­ge­stell > 7,5 Tonnen und der Frei­gabe zur Beschaf­fung. Danach die schwie­rige Suche nach einem pas­senden gebrauchten LKW, hier konnte man einen 4,5 Jahre alter DAF LKW mit 48.000km Lauf­leis­tung erwerben. Nach Ein­gehen des Zuschuss­be­scheids konnte die Aus­schrei­bung in 3 Losen zum Umbau, für die Bela­dung, sowie die Lie­fe­rung der Rollwägen erstellt werden. Erwähnens­wert ist hier die Eigen­leis­tung der Feu­er­wehr Löwen­stein, welche die Leis­tungs­ver­zeich­nisse kom­plett in Eigen­regie erstellte. Der Auf­trag konnte dann im Dezember 2018 an die Fa. Hensel, Wald­brunn für den Umbau und die Lie­fe­rung der Rollwägen und an die Fa. Kumle Feu­er­wehr­technik, Die­tingen für die Lie­fe­rung der Bela­dungs­ge­genstände ver­geben werden.

Nachdem alle Details geklärt waren, wurde der DAF-LKW im Mai 2019 nach Wald­brunn überführt und dort zum Umbau vor­be­reitet. Auf­grund der vor­han­denen Gebrauchs­spuren und dem Zustand des Fahr­zeuges mussten erst einmal sämtliche Anbau­teile ent­fernt, der Kof­fer­aufbau getauscht, die Lade­bord­wand ent­fernt und die Neu­la­ckie­rung des Fahr­ge­stells vor­ge­nommen werden. Danach begann der Aus- und Umbau zum GW-T mit fol­genden Details:

Der DAF LF 45 verfügt über 3 Sitzplätze im Fah­rer­haus und hat 210 PS, der Kof­fer­aufbau besteht aus einem 4,25m langem und 2,20m hohem Ply­wood Koffer mit einer 2-geteilten Dautel Lade­bord­wand, im Innen­raum wurde ein Regal zur Auf­nahme unter­schied­li­cher Gerätschaften sowie Zurrösen am Boden und Kom­bi­zurr­schienen an den Seiten ange­bracht. Die Aus­leuch­tung der Ladefläche, der Lade­bord­wand sowie die Umfeld­be­leuch­tung ist mit LED-Leuchten ausgeführt. Neben einer zuschalt­baren Kamera, welche den rückwärtigen Bereich abdeckt und einer Heck­warn­ein­rich­tung wurde eine Son­der­si­gnal­an­lage mit Mar­tin­horn und LED Front­blit­zern ein­ge­baut. Bei einem Gesamt­ge­wicht von 12.000kg und einer Nutz­last von über 6.000kg besteht die Möglich­keit bis zu 9 Rollwägen zu ver­laden, stan­dardmäßig werden jedoch nur 4 Stück mitgeführt. Zur Bela­dung gehören neben der Norm­be­la­dung, eine Schleif­korb­trage mit Zubehör, umfang­rei­ches Mate­rial zur Absturz­si­che­rung, Motorsäge mit Zubehör, Hand­lampen, Funkgeräte, ein Not­fall­ruck­sack und wei­teres Absi­che­rungs­ma­te­rial. Zudem stehen 12 Rollwägen zur Verfügung. Neben dem Was­serförde­rungs­satz mit 2000m B-Schlauch und einer Rosen­bauer FOX S Trag­kraft­spritze, wel­cher auf 5 Rollwägen ver­teilt ist sind noch wei­tere Rollwägen für die Atem­schutz­lo­gistik, die Ölbekämpfung, Strom / Beleuch­tung, Was­ser­scha­den­be­sei­ti­gung und zum Trans­port von ver­schie­denen Gerätschaften vor­handen.

Der neue GW-T ersetzt das Klein­ein­satz­fahr­zeug (KEF) – Löwen­stein 1/72-1, auf Mer­cedes Sprinter, wel­ches im Jahr 2004 von Mit­glie­dern der Feu­er­wehr Löwen­stein eben­falls aus einem Gebraucht­fahr­zeug in Eigen­leis­tung aus- / umge­baut wurde.

Nach erfolgter Ein­wei­sung und Aus­bil­dung der Feu­er­wehr­angehörigen in den nächsten Wochen wird das neue Fahr­zeug Anfang 2020 in Dienst gestellt und an einem Fest­wo­chen­ende am 04. + 05.April 2020 offi­ziell überg­eben, hierzu möchten wir bereits jetzt herz­lichst ein­laden.

Die Feu­er­wehr Löwen­stein möchte sich an dieser Stelle bei Bürger­meister Schif­ferer, dem Gemein­derat und der Stadt­ver­wal­tung für die Bereit­stel­lung der finan­zi­ellen Mittel, die Unterstützung und das Ver­trauen bei der Aus­schrei­bung und der Umset­zung zur Neu­be­schaf­fung des GW-T bedanken. Der Dank geht aber auch an die Fa. Hensel, allen voran Hr. Hof­mann und seinem Team für die jeder­zeit her­vor­ra­gende Zusam­men­ar­beit und das wirk­lich tolle End­ergebnis.