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Aufräumen nach dem Hochwasser

Stadt- und Landkreis Heilbronnvon Redaktion HSt

Das Hoch­wasser klingt ab, das Ausmaß der Schäden wird jetzt ersicht­lich. Ein Über­blick:

Lauffen: Kies­straße von Schlamm befreit

Ent­span­nung in Lauffen: Der Neckar­pegal ist am Montag deut­lich zurückge­gangen. Bereits um 6 Uhr konnte mit den Rei­ni­gungs­ar­beiten begonnen werden. Die Kies­straße, die teil­weise direkt am Neckar­ufer verläuft, ist inzwi­schen von den Schlamm­massen befreit. Der­zeit ist die Straße noch gesperrt, am Abend soll der Ver­kehr hier wieder rollen. Am Nach­mittag waren Bagger noch am Kies­platz im Ein­satz.

Neckar­sulm: Total­schaden im Ver­eins­heim

Das Hoch­wasser in Neckar­sulm ist am Montag über­ra­schend schnell zurückge­gangen. Inzwi­schen fließt das Wasser wieder in seinem Fluss­bett. Am Nach­mittag waren Ein­satzkräfte der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Neckar­sulm und Mit­ar­beiter der Stadt mit der Rei­ni­gung der L1101 zwi­schen Neckar­sulm und Ober­ei­sesheim beschäftigt. Trotz der noch bestehenden Sper­rung wider­setzen sich einige Auto­fahrer dem Durch­fahrts­verbot.

Das Ernst-Freyer-Bad in Ober­eis­heim konnte von der Feu­er­wehr vor größeren Schäden bewahrt werden. Die benach­barte Tennis- und Frei­zeit­an­lage Happy Match hin­gegen wurde durch das Hoch­wasser erheb­lich beschädigt. Ebenso wie das Heim des Ver­eins für Deut­sche Schäfer­hunde Neckar­sulm, wo das gesamte Inventar zerstört wurde. "Wir haben hier Total­schaden", berichtet der 1. Vor­stand Wolf­gang Hekler.

Neckar-Hoch­wasser: Feu­er­wehren im Dau­er­ein­satz

Am Wochen­ende waren etliche Feu­er­wehren im Land­kreis Heil­bronn im Dau­er­ein­satz. Vor allem an den Städten ent­lang des Neckars gab es viel Arbeit. Die größten Feu­er­wehr­einsätze waren in Heil­bronn, Lauffen, Bad Fried­richs­hall, Neckar­sulm, Löwen­stein und Gun­dels­heim zu ver­zeichnen, wie das Land­ratsamt am Montag auf Stimme-Nach­frage mit­teilte.

Brei­ten­auer See: Alles im grünen Bereich

Das größte Regenrückhal­te­be­cken der Region, der Brei­ten­auer See, hat das Hoch­wasser vom Wochen­ende gut über­standen. "Es ist alles im grünen Bereich", sagt Johannes Kübler, Betriebs­leiter des Was­ser­ver­bands Sulm.

Rund 260.000 Kubik­meter Wasser wurden im Brei­ten­auer See ange­staut. "Das ist eine Menge", sagt Kübler. Ins­ge­samt könne man zu dem Nor­mal­stand von 2,4 Mil­lionen Kubik­meter wei­tere 900.000 Kubik­meter Wasser auf­nehmen. "Wir haben noch genug Luft nach oben", sagt Kübler. "Die ganzen Becken des Was­ser­ver­bands Sulm sind aus­ge­legt auf ein Hun­dertjähriges Hoch­wasser."

Das Haupt­geschäft für den Was­ser­ver­band beginnt aller­dings erst in den kom­menden Tagen. Dann gilt es die Becken von Müll und Schlamm zu rei­nigen.

Ober­ei­sesheim/Heil­bronn: Straßensper­rung ver­ur­sacht Behin­de­rungen

Die Sper­rung der Lan­des­straße 1100 bei Ober­ei­sesheim hat heute Morgen an vielen Stellen zu Ver­kehrs­chaos geführt. Behin­de­rungen gab es unter anderem aus Rich­tung Biberach, in Ober­ei­sesheim selbst und auch in Nördli­cher Rich­tung auf der Neckar­talstraße. Auf der Karl-Wüst-Straße im Heil­bronner Indus­trie­ge­biet ging zeit­weise nichts mehr.

Der Straßendamm der Lan­des­straße 1100 ist auf Höhe des Frei­bades Ober­ei­sesheim durch­feuchtet. Es besteht die Gefahr, dass der Damm bricht. Die Straße ist des­halb vollständig gesperrt. Es wird emp­fohlen, den gesperrten Bereich großräumig zu umfahren. Ab Bad Wimpfen wird der Ver­kehr auf die B27 umge­leitet.

Durch die Über­schwem­mung des Neckar­tals sind zum Teil auch Internet und Telefon in Obers­ei­ses­heim seit dem Wochen­ende aus­ge­fallen.