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Auf starkes Fest folgt starker Regen bei der Ittlinger Feuerwehr

Ittlingenvon Nicole Theuer, HSt

Die jährliche Haupt­ver­samm­lung der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Itt­lingen im Klub­heim des TSV nutzte Kom­man­dant Flo­rian Hernik für einen Rück- und Aus­blick. Das Jahr, in dem die Wehr ihren 150. Geburtstag fei­erte, war arbeits­reich. Und auch im gerade erst begon­nenen Jahr hatten die Helfer bereits alle Hände voll zu tun.

Im Gespräch mit der Kraichgau Stimme blickt Flo­rian Hernik, dessen Amts­zeit 2020 endet und der sich zur Wie­der­wahl stellen will, auf 2018 zurück. „Es war ein durch­wach­senes, span­nendes Jahr, in dem wir durch das Jubiläum viel vor­zu­be­reiten hatten“, bekennt Hernik.

Ganzes Ein­satz­spek­trum abge­deckt

Dazu kam die eigent­liche Arbeit einer Feu­er­wehr. „Wir hatten 27 Einsätze, die das ganze Ein­satz­spek­trum abge­deckt haben.“ Das war ein Rekord, „Nor­ma­ler­weise haben wir zwi­schen 16 und 20.“

In Erin­ne­rung geblieben sind Hernik einige davon. Bei­spiels­weise der Ein­satz in einem örtli­chen Pfle­ge­heim. „Dort haben wir einen ver­rauchten Kel­ler­raum fest­ge­stellt. Die erste Ver­mu­tung war ein Brand in der Hei­zungs­an­lage, was jedoch nicht der Fall war“, erin­nert sich der Kom­man­dant. „Inner­halb kürzester Zeit war sehr viel Man­power von DRK und Feu­er­wehren vor Ort.“

In Atem gehalten hat die Wehr die Kirchardter Straße, die gleich fünfmal hin­ter­ein­ander von der Feu­er­wehr nach Stark­regen gerei­nigt werden musste. „Ein Ein­satz war unmit­telbar nach unserem Jubiläums­sonntag“, erin­nert sich Hernik.

Drei Tage lang Jubiläum gefeiert

Der Ver­lauf des Jubiläums zau­bert ihm immer noch ein Grinsen ins Gesicht. Drei Tage lang fei­erte die Wehr, der Sonntag war das High­light. „Wir hatten Ochsen am Spieß und der war schon sehr früh am Mittag aus­ver­kauft.“ Für den Tag hatte sich der Fest­aus­schuss ein buntes Pro­gramm ein­fallen lassen. Die Elek­tro­fach­gruppe der Feu­er­wehr infor­mierte über Elek­tro­autos und beein­druckte mit Expe­ri­menten rund um das Thema Strom, der DRK-Orts­verein hatte die Helfer vor Ort ein­ge­laden und die Frei­wil­lige Feu­er­wehr Eppingen brachte ihre Son­der­fahr­zeuge wie die impo­sante Dreh­leiter mit.

Die Anstren­gungen haben sich gelohnt: Der schei­dende Kas­sierer Alex­ander Fink berich­tete von einem satten, vier­stel­ligen Gewinn, der zum Teil in die Wehr zurückfließen soll. Fink legte nach zehn Jahren das Amt nieder und über­nahm von Bernd Fried­rich, der nach 25 Jahren nicht mehr zur Wahl stand, das Amt des Schriftführers. Chris­toph Wörner wurde zum neuen Kas­sierer gewählt.

Gemeinde inves­tiert 1,7 Mil­lionen

Neben der Vor­be­rei­tung für das Jubiläum waren die Kame­raden als Häusle­bauer gefragt. „Wir hatten Sit­zungen mit dem Bürger­meister, dem Archi­tekten und dem Bau­aus­schuss, denn wir haben die Sanie­rung und den Anbau des Feu­er­wehr­hauses vor­an­ge­trieben.“ Dieses Bau­vor­haben, wird auch dieses Jahr beschäftigen. Im Dezember sollen Anbau und sanierte Fahr­zeug­halle fertig sein. „Wir werden beim Umbau und der Sanie­rung der jet­zigen Fahr­zeug­halle selbst Hand anlegen. Das ist für uns selbst­verständlich, denn wenn die Gemeinde 1,7 Mil­lionen Euro inves­tiert, wollen wir auch unser Scherf­lein dazu bei­tragen, um Geld ein­zu­sparen.

Auch in diesem Jahr waren die Retter bereits gefor­dert. Fünf Einsätze galt es abzu­ar­beiten. “Glückli­cher­weise haben wir keine Pro­bleme mit der Tages­verfügbar­keit, denn zum einen sind viele Mit­ar­beiter des Bau­hofs bei uns, zum anderen haben wir Land­wirte, die tagsüber ausrücken können.„