QR-Code zur Seite

Alle zwei Jahre auf die Bretter, die die Welt bedeuten

Eppingenvon Nicole Theuer, HSt

Feu­er­wehr­ab­tei­lung Richen spielt wieder Theater – Zwei der drei Aufführungen sind schon aus­ver­kauft

Noch zwei Wochen, dann hat das Stück „Immer auf die Kleinen“ Pre­miere auf der Bühne des „Löwen“ in Richen. Wie in jedem Jahr mit unge­rader Jah­res­zahl haben die Mit­glieder der Thea­ter­gruppe der Feu­er­wehr­ab­tei­lung Richen Monate auf die drei Auf­tritte am 30. und 31. Mai sowie 1. Juni hin­ge­ar­beitet. Eine Kri­mi­nalkomödie wird es werden, aber ansonsten wollen die Schau­spieler noch nicht zu viel ver­raten. Einen Vor­schuss auf den Lohn, der für jeden Künstler der Applaus des Publi­kums ist, haben sie schon bekommen: Mit Aus­nahme des Him­mel­fahrts­tags, Don­nerstag, 30. Mai, sind die Vor­stel­lungen bereits aus­ver­kauft.

Nach­frage „Das Inter­esse in Richen und Umge­bung ist immer groß“, erzählt Gerald Stro­uhal, einer der Akteure. „Ich werde oft gefragt, wann wir wieder spielen.“ Trotz der Nach­frage soll es beim zweijährigen Rhythmus bleiben. „Sonst wäre der Auf­wand zu groß“, macht Stro­uhal deut­lich. „Da müssten wir nach den Aufführungen schon wieder mit den Vor­be­rei­tungen fürs neue Stück beginnen.“

Der große Auf­wand – die Thea­ter­gruppe stu­diert nicht nur die Stücke ein, son­dern fer­tigt auch ihre Kulissen selbst an – war einer der Gründe, warum aus den anfängli­chen Sket­chen für den Kame­rad­schafts­abend im Feu­er­wehr­haus öffent­liche Aufführungen wurden.

Mar­tina Förderer, als Mar­tina Heid­egger vielen in Richen bekannt und von Anfang an dabei, kann sich noch gut an die Geburt der Thea­ter­gruppe erin­nern. „Bei den Kame­rad­schafts­abenden saßen auf der einen Seite die Frauen und auf der anderen die Männer, und dann wurde Bin­okel gespielt.“ Letzt­lich seien viele zu diesen Abenden nicht mehr gekommen, bis Wil­fried Mühling die Idee hatte, „dass wir drei, vier Sketche spielen könnten, um den Abend auf­zu­werten.“

Gesagt, getan. „Irgend­wann spielten wir längere Stücke, die immer auf­wen­diger wurden.“ Also kam zunächst der Richener Frau­en­verein in den Genuss einer wei­teren Vor­stel­lung. Heute gibt es eine interne Aufführung für die Feu­er­wehr und drei fürs breite Publikum. „Wir spielen jetzt seit 1990, aber es ist immer noch schön“, sagt Mar­tina Förderer mit einem Strahlen im Gesicht. „Als Truppe haben wir einen tollen Zusam­men­halt.“ Das Schönste aber sei es für die Akteure, „wenn man auf der Bühne steht und in die strah­lenden Gesichter der Besu­cher blickt“ und man nach der Aufführung höre: „Es war mal wieder schön bei euch.“

Reak­tionen Die Freude der Zuschauer und ihre Reak­tionen bekommen die Schau­spieler auf der Bühne immer mit. „Man muss auf­passen, dass man sich nicht ablenken lässt“, weiß Gerald Stro­uhal aus eigener Erfah­rung. Er erin­nert sich an eine lus­tige Bege­ben­heit vor einigen Jahren. „Ich hatte für eine Aufführung einen Schirm so präpariert, dass er auf eine bestimmte Art reagiert, wenn er auf den Tisch geschlagen wird.“ Bei den Proben habe es immer geklappt, „aber bei der Aufführung ist das Ding aus­ein­an­der­ge­flogen, und alle konnten sich vor Lachen nicht mehr halten.“