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Wenn das Bachwasser den Berg hinauf muss

Nordheimvon Marcel Karger, Feuerwehr Nordheim

Hauptübung der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Nord­heim

Freitag, 3. August 2018, 19:25 - Voll­alarm für die Ein­satzkräfte der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Nord­heim, Brand einer Maschi­nen­halle in den Aus­sied­lerhöfen Denzler. Der Ein­satz­leiter lässt noch auf der Anfahrt die Nach­bar­wehren aus Lein­garten und Bra­cken­heim hin­zu­al­ar­mieren - das Wasser aus dem Hydran­ten­netz reicht für den Brand einer Halle in diesem Gebiet nicht aus und es wird dafür mehr Mate­rial benötigt als in Nord­heim zur Verfügung steht.

Die beiden Nord­heimer Löschfahr­zeuge machen sich direkt auf den Weg zur Ein­satz­stelle und über­nehmen die Brandbekämpfung. Dort müssen sie sich die ersten knapp 30 Minuten auf ihr mitgeführtes Löschwasser und die im Denzler verfügbaren Was­ser­ent­nah­me­stellen ver­lassen. So lange dauert ungefähr die Ver­le­gung einer wei­teren Was­ser­ver­sor­gung aus dem Ort. Dazu wird vom Gerätewagen Trans­port eine 800m lange Was­serförder­strecke von der Bra­cken­heimer Straße (Kat­zen­bach) bis in den Denzler auf­ge­baut. Zusätzlich wird von der Gerätewa­gen­be­sat­zung die Tal­straße wegen der nun quer über die Fahr­bahn lie­genden Schläuche gesperrt und im Kreu­zungs­be­reich der Schwai­gerner Straße eine Über­que­rungsmöglich­keit für den Ver­kehr geschaffen. Die Lein­gar­tener Ein­satzkräfte über­nehmen noch während der Schlauch­ver­le­ge­ar­beiten am Anfang der Förder­strecke die Was­ser­ent­nahme aus dem Kat­zen­bach sowie eine Verstärker­pumpe am Angang des Schluch­terner Weg. Von dort aus wird das Wasser den Berg hinauf gefördert und von den Bra­cken­heimer Kräften auf Höhe Schaf­hohle erneut in Rich­tung Denzler wei­ter­ge­pumpt. Dort über­nimmt das Nord­heimer Tanklöschfahr­zeug das Bach­wasser und ver­teilt es an der Ein­satz­stelle.

In der Nach­be­trach­tung hat sich gezeigt, das der Kat­zen­bach trotz der aktu­ellen Tro­cken­heit als Löschwas­ser­re­serve für Nord­heim dienen kann. Die Förder­leis­tung betrug durch­ge­hend um die 1000 Liter pro Minute. Damit sind die Ein­satzkräfte nicht aus­schließlich auf das Hydran­ten­netz ange­wiesen.

Bei einem Ernst­fall würden übri­gens zusätzlich die Feu­er­wehren Heil­bronn und Neckar­sulm mit Was­serbehältern sowie die Feu­er­wehr Lauffen mit einem Löschzug vor Ort sein. Da der Übungs­fokus auf der Was­serförde­rung lag wurde auf die Ein­bin­dung wei­terer Kräfte ver­zichtet.