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Wehrleute machen Werbung in eigener Sache

Zaberfeldvon Werner Stuber, HSt

Mit einer „Schaum­party“, einer Schauübung mit Löschschaum an einem bren­nenden Unfall­auto, eröffnet die Zaber­felder Feu­er­wehr ihr zweitägiges Fest. Und Kom­man­dant Markus Konz nützt den Fest­auf­takt auch gleich, um bei den zahl­rei­chen Zuschauern Wer­bung für neue Ein­satzkräfte zu machen. So lässt er, ent­gegen dem übli­chen Vor­gehen, zuerst den Gerätewagen vor­fahren. Im offenen Lade­raum hängt, für alle gut sichtbar, das Wer­be­banner: „Was, wenn keiner kommt? Mach mit, werde jetzt aktiv“.

Soweit, dass es brennt und keiner kommt, sei es in Zaber­feld zwar noch nicht, ver­si­chert der Kom­man­dant. Aber Pro­bleme bei der Tages­verfügbar­keit seien doch vor­handen. Man setze daher auf die gut funk­tio­nie­rende Zusam­men­ar­beit mit den Nach­bar­wehren Pfaf­fen­hofen und Güglingen, erklärt er. Dann hört man auch schon das Tanklöschfahr­zeug mit lautem „Tatütata“ her­an­brausen. Simon Heinz und seine Mann­schaft demons­trieren nun, wie so ein Unfall­sze­nario − ein bren­nendes Auto, der Fahrer kann sich nicht selbst befreien − gemeis­tert wird. Mit Rou­tine und oft geübten Hand­griffen bereitet der Angriffs-trupp die Feu­erbekämpfung mit Löschschaum vor, während die anderen Trupps sich um den im rauchgefüllten Auto ein­ge­klemmten Fahrer kümmern.

Spreizer Zuerst werden Fens­ter­scheiben her­aus­ge­bro­chen, damit der Rauch abziehen kann und man Kon­takt zum Ver­letzten bekommt. Schließlich wird mit dem schweren hydrau­li­schen Ret­tungsgerät, Spreizer und Schere, die Fah­rertüre auf­ge­bro­chen, der Fahrer vor­sichtig geborgen. Beim tatsächli­chen Unfall würde der Ver­letzte dann dem Ret­tungs­dienst zur Wei­ter­ver­sor­gung überg­eben, erläutert Markus Konz den inter­es­sierten Zuschauern. Aber weil diesmal die Zaber­felder Feu­er­wehr ihr Fest nach vielen Jahren der Gemein­sam­keit ohne den örtli­chen DRK-Orts­verein durchführen muss, bleibt dieser Übungs­teil weg. Aus ver­schie­denen Gründen konnte der Rot­kreuz­verein nicht genügend Ein­satzkräfte für das Fest auf­bringen, erklärt DRK-Vor­sit­zender Martin Grüner.

Nach getaner Arbeit unterhält später der Musik­verein Spiel­mannszug Zaber­feld mit flotter Musik die Gäste, die auch bewirtet werden.

Nach­wuchs Eine eigene Show für den Sonn­tag­nach­mittag hat sich die Zaber­felder Jugend­feu­er­wehr aus­ge­dacht. Erst vor Kurzem hat die Truppe um Jugend­wart Uwe Bohse zusammen mit dem Güglinger Feu­er­wehr­nach­wuchs in Schwai­gern die begehrten (Leis­tungs-)Abzei­chen „Jugend­flamme, Stufe 2 und 3“ erfolg­reich absol­viert. Die dort gefor­derte Übung präsen­tierten die Nach­wuchs-Wehr­leute den Besu­chern jetzt noch einmal auf dem Park­platz und vor der Bus­halle des Reisebüros Stuber. Und zum großen Spaß aller Kinder bauten sie am Ende dann auch noch eine Rie­sen­du­sche auf.