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Wehr blickt auf ereignisreiches Jahr zurück

Obersulmvon Gustav Döttling, HSt

Die Wei­chen für eine Struk­tur­re­form mit nur noch drei Ober­sulmer Feu­er­wehr­ab­tei­lungen und für den Neubau des Feu­er­wehr­hauses II im Orts­teil Eschenau sind gestellt. Künftig ist die Feu­er­wehr­ver­wal­tung beim Ord­nungsamt und nicht mehr in der Kämmerei ange­sie­delt. Ein neues Löschfahr­zeug LF20 wurde abge­holt und nach der Ein­ar­bei­tung der Mann­schaft vor kurzem offi­ziell in Dienst gestellt. Die Ober­sulmer Feu­er­wehr hat neue Dienst­uni­formen erhalten und arbeitet an der wei­teren Umset­zung des Feu­er­wehr­be­darfs­plans.

Fort­bil­dungen „Wir haben ohne Übungs­dienst und Fort­bil­dungen bei ins­ge­samt 65 Einsätzen 1797 ehren­amt­liche Ein­satz­stunden geleistet, eine stolze Zahl für unsere 146 aktiven Mit­glieder“, stellte Michael Schep­perle bei der Haupt­ver­samm­lung der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Ober­sulm in der Eichel­berger Kelter vor 109 Feu­er­wehr­ka­me­raden und 16 Gästen aus Gemein­derat, Ver­wal­tung und des DRK Orts­ver­eins fest. Damit sei die Zahl der Einsätze in Ober­sulm gegenüber 2014 um sechs Einsätze gestiegen.

„2016 sind wir bereits 13 Mal ausgerückt, ich denke wir müssen im aktu­ellen Jahr mit weiter stei­genden Ein­satz­zahlen rechnen“ so der Kom­man­dant. Zu den Ein­satz­stunden kommen außerdem noch 30 Übungs­dienste und die Fort­bil­dungs­zeiten von 28 Feu­er­wehr­angehörigen dazu.

Das neue LF 20 habe eine Lücke in der Sau­er­stoff­ver­sor­gung bei Tief­ga­ra­genbränden geschlossen. Bisher hätte man für solch ein Sze­nario zu wenig Atem­schutzgeräte in Reserve gehabt. „Ich habe die Rückmel­dung, die Uni­formen sitzen gut“, sagte Schep­perle. Stolz sei die Wehr, dass eine Gruppe der Abtei­lung Ober­sulm das Feu­er­wehr­leis­tungs­ab­zei­chen in Bronze abge­legt habe.

„Wir haben im Juli mit dem Gemein­derat ver­gleich­bare Feu­er­wehrhäuser ange­sehen“, ging der Kom­man­dant auf den Neubau in Eschenau ein. Der gemein­same Pro­jekt­aus­schuss mit der Feu­er­wehr sei bisher einmal zusam­men­ge­kommen. Man habe den Wasch­platz, die Feu­er­wehr­tore und die Art der Hei­zung bespro­chen.

Auf­gaben „Unsere Wehr ist bes­tens aus­ge­bildet und für die Auf­gaben der Zukunft gerüstet“ lobte Bürger­meister Tilman Schmidt in seinem Grußwort. Für den Neubau in Eschenau seien die Förder­anträge gestellt, aktuell laufe der Grund­er­werb, den man bis Ende April in „tro­ckenen Tüchern“ haben wolle. „Wir wollen noch dieses Jahr den Spa­ten­stich machen, um im Frühjahr 2017 den Rohbau auf den Weg zu bringen“, erläuterte der Schultes.

„Wir haben den drei­tei­ligen Lösch­an­griff geübt, eine Erste Hil­fe­aus­bil­dung durchgeführt, Feste besucht und beim Ober­sulmer Feri­en­pro­gramm einen Tag gestaltet, berichtet Kevin Gerold von den Aktivitäten der Jugend­feu­er­wehr mit 19 Kinder und Jugend­liche.

“Ich habe die Freude und Ehre heute einen ver­dienten Feu­er­wehr­ka­me­raden mit dem Ehren­zei­chen in Silber des Deut­schen Feu­er­wehr­ver­bandes aus­zu­zeichnen„, sagte Rein­hold Gall. Der Vor­sit­zende des Kreis­feu­er­wehr­ver­bandes über­reichte Ober­brand­meister Rudi Schep­perle, Abtei­lungs­kom­man­dant der Abtei­lung Sülzbach, die Aus­zeich­nung. Schep­perle habe Ver­ant­wor­tung für die Zukunft der Feu­er­wehr über­nommen. Er sei ein wesent­li­cher Motor bei der Gründung der Jugend­feu­er­wehr und auch der Alters­ab­tei­lung gewesen.

Für 40 aktive Dienst­jahre in der Feu­er­wehr ehrte Gall Willi Schips aus Weiler mit dem gol­denen Ehren­zei­chen des Kreis­feu­er­wehr­ver­bandes. Das sil­berne Feu­er­wehr-Ehren­zei­chen hef­tete er Udo Bräuninger und Markus Kress für 25 Jahre aktiven Feu­er­wehr­dienst ans Revers. Eben­falls für 25 Dienst­jahre wird Thomas Schwabe aus­ge­zeichnet, der berufs­be­dingt fehlte.

Bild: Kreis­feu­er­wehr­ver­bands­vor­sit­zender Rein­hold Gall (r.) und Bürger­meister Til­mann Schmidt (2.v.r.) mit ver­dienten und geehrten Feu­er­wehr­leuten. (Foto: Gustav Döttling)