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Versammlung der Altersobleute in Oedheim

Stadt- und Landkreis Heilbronnvon Gerhard Leitz, Feuerwehr Oedheim

Der diesjährige Infor­ma­tions- und Gedan­ken­aus­tausch der Alters­ob­leute des Kreis­feu­er­wehr­ver­bandes Heil­bronn führte die Alters­ka­me­raden nach Oed­heim. Im umge­bauten und erwei­terten Feu­er­wehr­haus fand sich wie­derum eine statt­liche Anzahl Alters­ka­me­raden ein, um sich über Ent­wick­lungen im Feu­er­wehr­wesen zu infor­mieren.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Kreis­ob­mann Rein­hold Korb über­nahm Bürger­meister Mat­thias Schmitt und hieß in seinem Grußwort die Alters­ka­me­raden in Oed­heim will­kommen. Er stellte die Gemeinde in groben Zügen vor und schil­derte einige Ent­wick­lungen und Vor­haben der neueren Zeit, die er als noch junger Bürger­meister wei­terführt oder angestoßen hat. Er betonte den hohen Stel­len­wert der Feu­er­wehr in der Gemeinde. Des­halb werden not­wen­dige Beschaf­fungen zügig durchgeführt und das wirkt sich dann positiv auf den Aus­bil­dungs­stand und die Moti­va­tion der Ein­satz­ab­tei­lung aus, die darüber hinaus noch von der guten Jugend­ar­beit pro­fi­tiert. Zum Abschluss ver­sprach er jedem Ver­samm­lungs­teil­nehmer eine kleine Fla­sche Sekt, als Präsent der Gemeinde.

Als nächstes sprach nun der stell­ver­tre­tende Kom­man­dant Bernd Ehr­hardt und schil­derte im spe­zi­ellen die Ent­wick­lung der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Oed­heim. Er schil­derte die Gründe für den Umbau und die Erwei­te­rung des Feu­er­wehr­hauses. Außerdem erwähnte er die Fort­schrei­bung des Feu­er­wehr­be­darfs­planes. Damit wird für die Zukunft die Fort­ent­wick­lung der Feu­er­wehr gesi­chert. Ebenso bestätigte er die gute Akzep­tanz der Feu­er­wehr in der Bevölke­rung, die rei­bungs­lose Zusam­men­ar­beit mit der Gemein­de­ver­wal­tung und die erfolg­reiche Jugend­ar­beit.

Nun ergriff der Ver­bands­vor­sit­zende Rein­hold Gall das Wort und sprach über Ent­wick­lungen im Ver­band. Er betonte die Wich­tig­keit des Ver­bandes, als Inter­es­sen­ver­treter bei der Wei­ter­ent­wick­lung des Feu­er­wehr­we­sens und bei der Durch­set­zung berech­tigter For­de­rungen gegenüber den Auf­sichtsbehörden. Bei­spiel­haft nannte er einige Erfolge: So wurden u.a. die Leis­tungen der Unfall­ver­si­che­rung ange­passt, die Ehren­amtssätze erhöht, es wurde durch­ge­setzt, dass die Gemeinden die Frei­platz­kon­tin­gente zum Besuch des Feu­er­wehr­ho­tels erhöhten.

Ins­ge­samt stehen die Feu­er­wehren gut da, der Per­so­nal­stand konnte gehalten werden und das Auf­kommen der Feu­er­schutz­steuer sei so hoch wie noch nie, des­halb könnten in der Regel Ersatz­be­schaf­fungen der Wehren abge­deckt werden. Ins­ge­samt soll der Feu­er­wehr-dienst aber attrak­tiver werden, um junge Leute wei­terhin für diese wich­tige Auf­gabe zu gewinnen und aus­zu­bilden. Umso mehr, als es immer schwie­riger wird, geeig­nete Bewerber für ver­ant­wor­tungs­volle Feu­er­wehrtätig­keiten auf kom­mu­nalen oder höheren Ebene zu gewinnen.

Kreis­brand­meister Uwe Vogel berich­tete als nächster über Vor­haben auf Kreis­ebene. So soll nun die digi­tale Alar­mie­rung, nach jah­re­langer Vor­be­rei­tung, mit Nach­druck eingeführt werden. Wei­terhin berich­tete er von einer geplanten Erwei­te­rung der Leit­stelle, um die zuneh­mende Fülle von Ein­satz­an­for­de­rungen auch in Zukunft abde­cken zu können. Für Ersatz- bzw. Neu­be­schaf­fungen seien dank aus­rei­chender Feu­er­schutz­steuer genügend Mittel da, aller­dings sind die Lie­fer­firmen stark aus­ge­lastet, so dass es ver­ein­zelt doch zu längeren Lie­fer­zeiten bei Beschaf­fungen kommt.

Leider berich­tete er auch von einer nega­tiven Ent­wick­lung: Zuneh­mend würden Schüler der Feu­er­wehr­schule das Aus­bil­dungs­ziel nicht errei­chen und schei­tern. Hier zeigt sich ein all­ge­meiner Trend, den auch das Hand­werk schön länger beklagt und der wohl in der zuneh­menden Aka­de­mi­sie­rung unserer Gesell­schaft begründet ist.

Nun war wieder Rein­hold Korb an der Reihe: Er besuchte 2018 ein Seminar für Kreis­ob­leute bei der LFS Bruchsal, mit meh­reren Kame­raden besuchte er den Lan­des­feu­er­wehrtag in Hei­del­berg.

Als nächstes berich­tete er vom Feu­er­wehr­hotel Titisee. Der Land­kreis Heil­bronn belegt da die meisten Freiplätze. Die Über­nach­tungs­zahlen (36000) sind wei­terhin stabil, so dass eine zügige Schul­den­til­gung möglich ist. Der Per­so­nal­stand des Feu­er­wehr­ho­tels ist u.a. durch umge­setzte Maßnahmen zur Per­so­nal­zu­frie­den­heit aus­rei­chend. Der Bau­zu­stand erfor­dert teil­weise hohe Unter­hal­tungs­kosten und darum wird über Maßnahmen zur dau­er­haften Kos­ten­sen­kung nach­ge­dacht.

Nun kam Rein­hold Korb zum Aus­flug 2019 und machte meh­rere Vor­schläge. Nach kurzer Dis­kus­sion einigte sich die Ver­samm­lung auf das Ziel Würzburg. Rein­hold Korb und Helmut Schön werden nun, zusammen mit einen Bus­un­ter­nehmer, die ent­spre­chende Pla­nung für den Mai 2019 machen. Weiter machte Rein­hold mit der Bekannt­gabe von Frei­platz­ter­minen im Feu­er­wehr­hotel Titisee für Anfang 2019 und bat inter­es­sierte Kame­raden um Mel­dung.

Unter Punkt ver­schie­denes kam es dann zu einer kurzen inten­siven Dis­kus­sion über die Auf­wer­tung des Ehren­amts, im beson­deren über die Gewin­nung von Feu­er­wehr­leuten, die zuge­zogen sind und nicht aus der örtli­chen Feu­er­wehr kommen. Hier gab es doch sehr unter­schied­liche Ansichten, ob die bis­he­rigen Maßnahmen (Erhöhung der Ehren­amtssätze, Freiplätze Titisee etc.) aus­rei­chen oder ob nicht andere Maßnahmen, z.B. nach jahr­zehn­te­langem Feu­er­wehr­dienst ein Zuschuss zur Alters­ver­sor­gung (Feu­er­wehr­rente), ziel führend sind. Bei der Dis­kus­sion ging es allen aber nicht um Bezah­lung des Feu­er­wehr­dienstes son­dern nur um eine bes­sere Aner­ken­nung.

Als letztes gab Rein­hold noch den Ver­samm­lungsort für das Treffen 1919, nämlich Bad Rap­penau, bekannt. Anschließend schloss er die har­mo­nisch ver­lau­fende Ver­samm­lung mit Dank an die Feu­er­wehr Oed­heim und Obmann Ger­hard Leitz, für die Kaffee- und Kuchen­spende und natürlich für das Gast­ge­schenk.