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Übungsalltag der Abteilung Bad Rappenau

Bad Rappenauvon Andreas Bödinger, Feuerwehr Bad Rappenau

Um den enormen Anfor­de­rungen und vielfältigen Auf­gaben im Feu­er­wehr­dienst gewachsen zu sein, übt die Ein­satz­ab­tei­lung der Feu­er­wehr Bad Rap­penau Abtei­lung Bad Rap­penau an gut 50 Übungs­abenden im Jahr. Wir möchten Ihnen unsere Arbeit näher bringen, Ihr Inter­esse wecken und Sie für unsere Arbeit begeis­tern. Aus diesen Gründen werden wir über das gesamte Jahr ver­teilt, über unsere Arbeit und die vielfältigen Übungs­dienste berichten. Sollten wir Ihr Inter­esse geweckt haben, Sie körper­lich und geistig fit sind, tech­ni­sches Inter­esse haben und ein Team­player sein, klären wir Sie gerne voll umfänglich über unser inter­es­santes Hobby auf. Schauen Sie auf unserer Home­page vorbei: www.feuerwehr-badrappenau.de

Am Montag den 22.01.2018 begrüßten der stell­ver­tre­tende Abtei­lungs­kom­man­dant Andreas Bödinger und Ober­feu­er­wehr­mann Daniel Schwager die Mit­glieder der Ein­satz­ab­tei­lung zur Übung: „Brand­ein­satz (Beson­der­heiten Klinik/Alten­heim, Rauch­ab­schnitte, Wand­hy­dranten, Ret­tungsweg)“. Da die Abtei­lung 1 der Kur­stadt sehr viele Kli­niken sowie Alten- und Pfle­ge­heime in ihrem Ein­satz­ge­biet hat, kommt diesem Übungs­thema sehr große Bedeu­tung zu.

Zu Beginn des Übungs­abend erläutert der Übungs­leiter, zusammen mit der Gruppe die Stan­dard­ein­satz­regel 3 und 4 der Feu­er­wehr Bad Rap­penau. Diese Stan­dard­ein­satz­re­geln wurden für Objekte mit einer Brand­mel­de­an­lage und für Brand­einsätze erstellt. Wie der Name schon sagt, dienen sie als Stan­dard­regel und Grund­lage für die Ein­satz­ab­wick­lung. Nachdem dieser Grund­stein für den Übungs­abend gelegt war, wurden den Ein­satzkräfte die Funk­tionen zuge­teilt und der Löschzug konnte sich zum Übungs­ob­jekt, dem Senio­ren­stift am Park, auf­ma­chen. Im Senio­ren­stift ange­kommen, lief die Mann­schaft die ein­zelnen Sta­tionen der Brand­mel­de­an­lage ab und erar­bei­tete das rich­tige Vor­gehen im Alarm­fall. Abge­schlossen wurde der theo­re­ti­sche Teil der Übung mit der Erläute­rung der ver­schie­denen Wand­hy­dranten im Übungs­ob­jekt.

Nun konnte es end­lich ans Ein­ge­machte gehen. Die Ein­satzkräfte saßen auf ihre Fahr­zeugen und bekamen nach einer kurzen Anfahrt ihr Ein­satz­stich­wort „Auslösung Brand­mel­de­an­lage Senio­ren­stift am Park“. Dicker Nebel und ein auf­ge­regter Haus­tech­niker emp­fingen den Ein­satz­leiter, Jürgen Seel, am Übungs­ob­jekt. Nach Aus­lesen der Brand­mel­de­an­lage am Feu­er­wehr­in­for­ma­ti­ons­zen­trum und einer engen Zusam­men­ar­beit mit dem Haus­tech­niker, dieser berich­tete von Arbeiten an der Hei­zungs­an­lage und zwei Arbei­tern im Keller des Hauses, konnte der Ein­satz­leiter die ersten Kräfte zu Erkun­dung in das Unter­ge­schoss der Ein­rich­tung schi­cken. Par­allel hierzu wurden nachrückende Fahr­zeuge in die Lage ein­ge­wiesen, Ein­satz­be­fehle erteilt, Lage­mel­dungen abge­geben und zusätzliche Hilfskräfte an die Ein­satz­stelle nach­ge­for­dert. Durch die vor­ge­henden Kräfte konnte der Brand­raum schnell gefunden werden, die Erkun­dung abge­schlossen und die Men­schen­ret­tung ein­ge­leitet werden. Durch die Aus­deh­nung der Ein­satz­stelle und die örtli­chen Gege­ben­heiten ent­schied sich der Ein­satz­leiter für einen Angriff von meh­reren Seiten mit meh­reren Trupps unter Press­luft­at­mern. Unter den kri­ti­schen Augen der Übungs­be­ob­achter wurden Rauch­ver­schlüsse gesetzt, Angriffs­lei­tungen ver­legt, Befehle und Lage­mel­dungen gegeben.Zusätzlich wurde die Dreh­leiter der Abtei­lung in Anlei­ter­be­reit­schaft gebracht, um den Ret­tungsweg für die Bewohner des Senio­ren­stiftes sicher­zu­stellen. Nachdem all diese Maßnahmen liefen, wurde nach kurzer Zeit eine der ver­missten Per­sonen durch den Angriffs­trupp des ersten Löschfahr­zeuges gerettet und an den Ret­tungs­dienst überg­eben. Zeit­gleich mel­dete der zweite Trupp, dass sie bei der Per­so­nen­suche das Feuer loka­li­siert und gelöscht hatten. 6 Minuten später wurde auch die zweite Person im 2. Unter­ge­schoss des Hauses gefunden. So konnte Ein­satz­leiter Jürgen Seel um 21:38 Uhr fol­gende Lage­mel­dung absetzen: “Alle Per­sonen gerettet, Feuer aus, Belüftungsmaßnahmen ein­ge­leitet“

An dieser Stelle wurde die Übung unter­bro­chen und „Abmarsch fertig“ befohlen. Bei der Nach­be­spre­chung und Aus­wer­tung der Übung wurden durchaus Punkte kri­tisch beleuchtet und Ver­bes­se­rungs­po­ten­zial iden­ti­fi­ziert, hieran gilt es ziel­ge­richtet zu arbeiten.

Kom­man­dant Felix Mann beschei­nigte der Abtei­lung ein pro­fes­sio­nelles und struk­tu­riertes Arbeiten und dankte der Geschäfts­lei­tung des Senio­ren­stift am Park und der Mann­schaft für Ihren enga­gierten Ein­satz.

Die Abtei­lung Bad Rap­penau bedankt sich bei der Senio­ren­stift Eppingen Ver­wal­tungs-GmbH für die Bereit­stel­lung des Übungs­ob­jektes, die Vor­be­rei­tung durch den Haus­tech­niker, Herrn Schwager und den Imbiss nach der Übung.