QR-Code zur Seite

Übung des Führungsstabs bei der Firma ALBA in Eppingen

Ges­tern fand die Jahresübung des Führungs­stabs des Land­kreises Heil­bronn bei der Firma ALBA Elec­tronic Recy­cling GmbH in Eppingen statt. Neben dem Führungs­stab und dem Gefahrgut-Messzug des Land­kreises waren die Feu­er­wehren Eppingen, Bad Rap­penau, Bra­cken­heim, Lauffen a.N., Lein­garten und Neckar­sulm in die Übung ein­ge­bunden.

Ange­nommen wurde ein Brand auf dem Betriebsgelände der Fa. ALBA, der sich auf eine benach­barte Land­ma­schi­nen­werk­statt aus­brei­tete. Neben der Brandbekämpfung wurden auch Maßnahmen durch das Auf­treten der Rauch­wolke und eine Was­ser­ver­schmut­zung geübt.

Ziel der Übung war es, die Mit­glieder des Führungs­stabes mit einer Großscha­dens­lage zu kon­fron­tieren, die sowohl die übenden Kräfte der betei­ligten Feu­er­wehren als auch in einem wei­ter­ge­henden fik­tiven Rahmen geübt wird.

Die Firma ALBA unterstütze die Übung und nutze sie gleich­zeitig um ihre internen Abläufe zu überprüfen und ggf. Erkennt­nisse zu Ver­bes­se­rungen zu gewinnen.

Bei Feu­er­wehr­einsätzen ist der Feu­er­wehr­kom­man­dant des Ein­satz­ortes Tech­ni­scher Ein­satz­leiter. Der Kreis­brand­meister kann bei Bedarf die Ein­satz­lei­tung über­nehmen. Werden weiter Hilfs­or­ga­ni­sa­tionen ein­ge­setzt, ist eine Führungs­ein­heit zu bilden, der Ver­treter der ein­ge­setzten Orga­ni­sa­tionen als Berater angehören. Hier kommt zur Unterstützung der Führungs­stab des Land­kreises zum Ein­satz. Dieser besteht aus beson­ders aus­ge­bil­deten Feu­er­wehr­angehörigen und teilt sich in ver­schie­dene Sach­ge­biete mit jeweils defi­nierten Auf­ga­ben­be­rei­chen auf.

Übungs­ver­lauf

Die interne Löschgruppe der Fa. ALBA leitet erste Maßnahmen ein, bekommt das Feuer aber nicht in Griff. Dar­aufhin wird über 112 die Feu­er­wehr alar­miert.

Der Löschzug der Feu­er­wehr Eppingen – Abt. Kern­stadt rückt aus und beginnt mit den Löschmaßnahmen. Da sich das Feuer zu diesem Zeit­punkt jedoch schon massiv aus­ge­breitet hat, wird zur Unterstützung der zuständige GAS 4-Zug Bra­cken­heim/Lein­garten, der Was­serförderzug Bad Rap­penau, die Mess­ein­heiten incl. Fach­be­rater sowie der Führungs­stab mit ELW 2 (Ein­satz­leit­wagen) alar­miert.

Kurz vor Ein­treffen des GAS 4-Zuges war das Feuer auf eine benach­barte Werk­statt­halle des Kraichgau Raiff­eisen Zen­trums über­ge­schlagen. Der GAS 4-Zug wird dar­aufhin mit der dor­tigen Brandbekämpfung beauf­tragt. Der Was­serförderzug stellt ein unabhängige Was­ser­ver­sor­gung von der Elsenz zu den beiden Brand­ab­schnitten her. Auf Grund des der­zeit bestehenden Was­ser­ent­nah­me­ver­botes aus öffent­li­chen Gewässern wurde das Wasser jedoch aus einem Hydrant ent­nommen.

Nachdem der Führungs­stab im ELW 2 ein­satz­be­reit war wurden die bis­he­rigen Erkennt­nisse vom ELW 1 der Feu­er­wehr Eppingen über­nommen. Dieser über­nahm ab diesem Zeit­punkt die Lei­tung des Abschnitts 1 – ALBA. Daneben wurden 4 wei­tere Abschnitte gebildet: Abschnitt 2 Kraichgau Raiff­eisen Zen­trum, Abschnitt 3 Was­ser­ver­sor­gung und Abschnitt 4 Mes­s­ein­satz.

Im wei­teren Übungs­ver­lauf wurden von der Regie wei­tere Sze­na­rien ein­ge­spielt, die vom Führungs­stab fiktiv abge­ar­beitet werden mussten:

  • Auf Grund der Aus­deh­nung der Rauch­wolke musste das Gym­na­sium eva­ku­iert werden.
  • Bürger im Bereich der Rauch­wolke klagten über Kopf- und Hals­schmerzen.
  • Der Schie­nen­ver­kehr zwi­schen Eppingen - Sins­heim sowie Eppingen – Heil­bronn musste auf den direkt an der Ein­satz­stelle vor­beiführenden Gleisen ein­ge­stellt werden.
  • Im Stadt­ge­biet Eppingen kommt es zu 2 wei­teren Einsätzen.

Kreis­brand­meister Uwe Vogel zog in der abschließenden Übungs­be­spre­chung ein posi­tives Resümee:

Es han­delte sich um ein inter­es­sante, aber auch anspruchs­volle Übung. Ein Ziel war u.a. der Übergang von der lokalen Ein­satz­lei­tung durch die Feu­er­wehr Eppingen aus deren ELW 1 (Ein­satz­leit­wagen)auf die Ein­satz­lei­tung durch den Führungs­stab des Land­kreises im ELW 2 des Land­kreises.

Die Übung war im ersten Teil wieder mit prak­ti­schen Tätig­keiten wie der Brandbekämpfung und der Meßkom­pom­po­nente verknüpft. Danach wurden noch fik­tive Situa­tionen ein­ge­spielt, die der Stab zu bewältigen hatte.

Es wurden sehr gute Erkennt­nisse gemacht. Die von den Übungs­be­ob­achter fest­ge­stellten Auffällig­keiten werden in einer nach­fol­genden Bespre­chung auf­ge­ar­beitet um das Kon­zept weiter zu ver­bes­sern.