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Stufenweise bis zum Umfallen

Gemmingenvon Jean-Battiste Ambros, Feuerwehr Gemmingen

Kaum zu glauben. Bereits zum dritten Mal in diesem Jahr bestritten die Kame­raden des Wett­kampf­teams der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Gem­mingen einen Wett­be­werb in Uni­form, gingen bis ans Äußerste und zeigten Kampf­geist.

Am 29.Sep­tember 2018 fand der Skyrun Düssel­dorf statt, an dem vier Kame­raden beider Abtei­lungen im ARAG-Tower teil­nahmen. 25 Etagen, mehr als 500 Stufen und 125 Höhen­meter – das sind die Eck­daten des ARAG-Towers, der schon längst zu den Wahr­zei­chen Düssel­dorfs gehört. Um oben anzu­kommen, müssen die Kame­raden in voller Ausrüstung, also mit Feu­er­wehr­schutz­jacke, Schutz­hose, Schutz­stiefel, Schutz­helm und Sau­er­stoff­fla­sche auf dem Rücken diese Schwie­rig­keiten bezwingen. Und natürlich im besten Fall nicht nur einmal. Denn nach einem all­ge­meinen ersten Lauf für alle ange­reisten Kame­raden, galt es im anschließenden K.O.-System in den zwei gegenüber­lie­genden Trep­penhäusern auf der Nord- und Süd-Flanke jeweils vor dem geg­ne­ri­schen Team im Ziel – umfunk­tio­niert zum Para­dies im Himmel – anzu­kommen. Selbst­verständlich lächelnd, das ist ja voll­kommen klar.

So trafen sich Stefan Weigel, Michel Jäger, Jean-Bat­tiste Ambros und Fabian Schnepf am Gerätehaus der Abtei­lung 2 um fünf Uhr in der Früh um gemeinsam nach Düssel­dorf zu fahren. Dieses Ziel hatten jedoch noch 165 wei­tere Teams, sodass man sehr viele Kame­raden der unter­schied­li­chen Wehren aus allen Win­keln der Repu­blik sah. Jedoch ist das Gold­team aus Gem­mingen und Steb­bach mitt­ler­weile schon Stamm­gast in der Lan­des­haupt­stadt von Nord­rhein-West­falen und hat sich auch ent­spre­chend ehr­geizig auf den Wett­be­werb vor­be­reitet. So trai­nierte man an unter­schied­lich langen Treppen – auch mal in Uni­form.

Gegen 10 Uhr ging es dann auch end­lich für die hie­sigen Kame­raden los. Team „Turm­trupp Gold“, bestehend aus Stefan Weigel und Fabian Schnepf und Team „Gold­fire“ (Michel Jäger und Jean-Bat­tiste Ambros) konnten sich jeweils souverän mit einer Zeit von 05:50,6min bzw. 06.06,2min für die zweite Runde qua­li­fi­zieren. Dort bewahr­hei­tete sich dann die alte Lebens­weis­heit „Des einen Leid, ist des anderen Freud’“. Während Team „Turm­trupp Gold“ auf­grund von Los­pech in der zweiten Runde trotz einer über­ra­genden Zeit aus­schied, schaffte es „Gold­fire“ sogar bis in Runde drei. Dort mussten sich dann aber Jean-Bat­tiste Ambros und Michel Jäger der schnel­leren Kon­kur­renz geschlagen geben.

Damit belegten Stefan Weigel und Fabian Schnepf einen her­vor­ra­genden Platz 62. Jean-Bat­tiste Ambros und Michel Jäger konnten sich dank der Teil­nahme am dritten Lauf sogar bis auf Plat­zie­rung 45 vor­schieben.

Nach einer abschließenden Erfri­schung bei Düssel­dorfer Alt­bier und Cur­ry­wurst ging es dann wieder nach Hause. Damit konnte das Jahr 2018 aus sport­li­cher Sicht erfolg­reich abge­rundet werden. Nach den großartigen Erfolgen beim Skyrun in Frank­furt und beim Schan­zen­lauf in Titisee-Neu­stadt können die Feu­er­wehr­ath­leten nun zufrieden auf die diesjährigen Leis­tungen zurückbli­cken. Gra­tu­la­tion!