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Seminar "Krisenbewältigung in kleineren Gemeinden" an der Akademie für Gefahrenabwehr

von Medienteam KFV Heilbronn

Ob schwere Unwet­ter­lagen, Strom­ausfälle, Pan­de­mien oder Anschläge. Die Liste mögli­cher Kri­sen­sze­na­rien für Städte und Kom­munen ist lang, umso wich­tiger sind gute Vor­be­rei­tung und ein schnelles und effek­tives kom­mu­nales Kri­sen­ma­nage­ment. Die Aka­demie für Gefah­ren­ab­wehr hat das Thema „Kri­senbewälti­gung in klei­neren Gemeinden“ nun in einem Seminar auf­ge­griffen und die Kreis­brand­meister sowie Bürger­meis­te­rinnen und Bürger­meister kreis­angehöriger Gemeinden an die Lan­des­feu­er­wehr­schule ein­ge­laden.

Die rund 80 Teil­neh­me­rinnen und Teil­nehmer infor­mierten sich über die Auf­gaben der Orts­po­li­zeibehörden bei schweren Scha­dens­er­eig­nissen und die Möglich­keiten einer effek­tiven Zusam­men­ar­beit der betei­ligten Orga­ni­sa­tionen und Behörden vor Ort.

Was es für eine kleine Gemeinde bedeutet, eine schwere Unwet­ter­lage zu bewältigen und welche sofor­tigen Maßnahmen und lang­fris­tigen Schritte dabei erfor­der­lich sind, erläuterte Frank Harsch, Bürger­meister der Gemeinde Brauns­bach. Der Ort war im Jahr 2016 von mas­siven Über­schwem­mungen heim­ge­sucht worden. „Eine schnell initi­ierte, mit Kom­pe­tenz und Stärke aus­ge­stat­tete tech­ni­sche Ein­satz­lei­tung ist der Erfolgs­faktor für eine Kri­senbewälti­gung“, so Harsch.

Klaus Merz, Feu­er­wehr­kom­man­dant der Stadt Bad Buchau, und Sven Weigt, Bürger­meister der Gemeinde Karls­dorf-Neu­thard, betonten in ihren Vorträgen, wie wichtig dabei auch eine gute Abstim­mung zwi­schen der kom­mu­nalen Feu­er­wehr und der Ver­wal­tung sei. „Es ist nicht alles planbar, des­halb kommt es im Ernst­fall auf das gute Zusam­men­spiel der Akteure an“, so Weigt. Klaus Merz machte gleich­zeitig deut­lich, dass die Feu­er­wehr kein „Wun­der­werk­zeug“ für alle Scha­densfälle sei.

Welche Möglich­keiten klei­nere Gemeinden haben, sich im Vor­feld auf eine Kri­sen­lage vor­zu­be­reiten, erläuterte Klaus Schmidt, Aus­bilder an der Lan­des­feu­er­wehr­schule. „Auch kleine Gemeinden können sich für eine effek­tive Kri­sen­ar­beit orga­ni­sieren“, betonte Schmidt. Er ver­wies dabei auch auf die Emp­feh­lungen des Innen­mi­nis­te­riums zur Umset­zung der VwV Stabs­ar­beit in der Gefah­ren­ab­wehr und zur Kri­senbewälti­gung in klei­neren Gemeinden.

Dass eine gute Vor­be­rei­tung auch ein ent­schei­dender Faktor für eine erfolg­reiche Kri­sen­kom­mu­ni­ka­tion ist, bekräftigte Michael Willms, Leiter des Refe­rats Kri­sen­ma­nage­ment im Minis­te­rium für Inneres, Digi­ta­li­sie­rung. „Eine ziel­ge­rich­tete Kri­sen­kom­mu­ni­ka­tion ist inte­graler Bestand­teil eines guten Kri­sen­ma­nage­ments. Sie sorgt für Trans­pa­renz und schafft Ver­trauen in unser Han­deln“, so Willms.

Auf Grund der Nach­frage plant die Aka­demie für Gefah­ren­ab­wehr die Ver­an­stal­tung erneut anzu­bieten. Der Termin steht noch nicht fest, wird aber auf der Home­page der Lan­des­feu­er­wehr­schule bekannt­ge­geben.

Quelle: Lan­des­feu­er­wehr­schule Baden-Württem­berg