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Rohrbachs Feuerwehrhaus wird fit für die Zukunft

Eppingenvon Nicole Theuer, HSt

Die Rohr­ba­cher Feu­er­wehr erhält einen 50 Qua­drat­meter großen Anbau. Dafür nimmt die Stadt 260 000 Euro in die Hand.

und 260 000 Euro inves­tiert die Stadt Eppingen in die Ertüchti­gung des Feu­er­wehr­hauses in Rohr­bach. „Am Ende haben wir ein zukunftsfähiges, den heu­tigen Anfor­de­rungen ent­spre­chendes und funk­tio­nales Feu­er­wehr­haus“, freut sich Abtei­lungs­kom­man­dant Samuel Müller.

Lebensgefährlich: Umziehen in der Fahr­zeug­halle

Das Gebäude aus dem Jahr 1965 genügt den heu­tigen Anfor­de­rungen nicht mehr, etwa nach Geschlech­tern getrennten Umkleidemöglich­keiten. „Bis­lang ziehen wir uns in der Fahr­zeug­halle um und das ist heute nicht mehr zulässig“, so Müller. „Außerdem birgt das beim Ausrücken große Gefahren“, ergänzt Kom­man­dant Thomas Blösch. Denn es könne immer pas­sieren, dass das Fahr­zeug die Halle verlässt und immer noch Ein­satzkräfte zu Fuß in die Halle kommen.

Nach der abge­schlos­senen Sanie­rung gehört diese Gefah­ren­quelle der Ver­gan­gen­heit an, der Zugang zum Feu­er­wehr­haus wird über die im neuen Anbau unter­ge­brachten Umklei­de­ka­binen erfolgen.

Ist das Pfarrgässchen nun zu eng?

„Der Anbau ist knapp 50 Qua­drat­meter groß“, erläutert Thomas Frey vom städti­schen Hoch­bauamt, der den Anbau in Zusam­men­ar­beit mit der Feu­er­wehr geplant hat. „Es hat sich ange­boten, das Bestandsgebäude um diesen Anbau zu erwei­tern, die Fläche war frei und befand sich in städti­schem Eigentum.“

Skep­ti­kern, die eine Ver­en­gung des Pfarrgässchens befürchten, nimmt Frey den Wind aus den Segeln. „Der Anbau ist die Verlänge­rung der Toi­let­ten­an­lage und nimmt dem Ver­bin­dungsweg zur Kirche nichts weg.“

Das wird alles neu - und das nicht

Die Umkleiden, getrennt nach Frauen und Männern, erhalten jeweils eine eigene Dusche und ein Wasch­be­cken. An den neu geschaf­fenen Umklei­de­be­reich schließt sich der Unter­richts- und Schu­lungs­raum an, der in seiner jet­zigen Form erhalten bleibt. Technik und Akus­tik­decke werden erneuert. Die Küche, die kom­plett saniert wird, bleibt an ihrem ange­stammten Platz, dahinter ent­stehen ein Technik- und ein Büroraum. „Im gesamten Gebäude wird die Elek­trik ergänzt oder erneuert.“ Beleuch­tung, Türen und Tore der Fahr­zeug­halle werden eben­falls erneuert.

Sobald die Roh­bau­ar­beiten abge­schlossen sind, geht es an den Innen­ausbau. Ent­schieden ist bereits, dass sämtliche Bodenflächen mit einem Kau­tschuk­belag ver­sehen werden und die Wände einen hellen Farbton erhalten. Dann wird noch geprüft, ob die Fenster ersetzt werden müssen. Teil­weise sind Holz­fenster aus­zu­bes­sern.

Von den Maßnahmen aus­ge­schlossen ist die Toi­let­ten­an­lage, die bei Ver­an­stal­tungen in der Dresch­halle als Toi­lette für die Besu­cher genutzt wird. „Dieser Sanitärbe­reich ist etwa 15, 20 Jahre alt und noch gut“, findet Frey.

Feu­er­wehr­leute packen selbst mit an

Erfreut zeigte sich der Archi­tekt, dass die Rohr­ba­cher Feu­er­wehr­leute bei der Sanie­rung selbst Hand ange­legt haben. „Die Abbruch­ar­beiten haben Samuel Müller und Dominik Veith großteils erle­digt.“ Auch den großen Schlauch­trog in der Fahr­zeug­halle haben sie in Eigen­regie ent­fernt.

Die Sanie­rung der Feu­er­wehrhäuser - neben Rohr­bach wurden auch die Domi­zile in Adels­hofen und Klein­gartach zukunftsfähig gemacht - ist ein klares Bekenntnis zum jewei­ligen Standort. „Wir plädieren schon immer dafür, dass die Eigenständig­keit der Abtei­lungen erhalten bleibt“, macht Blösch deut­lich. „Denn so können wir die gesetz­li­chen Hil­fe­leis­tungs­zeiten am besten gewährleisten.“