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Räte für Neubau des Feuerwehrhauses

Leingartenvon Josef Staudinger, HSt

Man hofft, sie nie rufen zu müssen, ist aber heil­froh, im Not­fall auf sie zählen zu können: die Feu­er­wehr. Um allen Anfor­de­rungen einer leis­tungsfähigen Wehr auch künftig gerecht zu werden, wurde der bestehende Feu­er­wehr­be­darfs­plan für Lein­garten jetzt fort­ge­schrieben.

Auf­grund der kom­plexen Materie und der erfor­der­li­chen Fach­kennt­nisse hatte der Gemein­derat im Juli 2017 beschlossen, einen externen Berater hin­zu­ziehen. Den Auf­trag erhielt der Leiter der Pforz­heimer Berufs­feu­er­wehr, Brand­di­rektor Sebas­tian Fischer. Jetzt stellte der Diplom-Inge­nieur dem Rat die Eck­punkte vor, die in enger Abstim­mung mit der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Lein­garten (FFL) und Kreis­brand­meister Uwe Vogel erar­beitet wurden. Die Grund­lagen des Bedarfs­plans waren bei einer zweitägigen Klau­sur­ta­gung mit dem Gemein­derat fest­ge­legt worden.

Bestehendes Feu­er­wehr­haus nicht zukunftsfähig

„Es geht nicht darum, die Feu­er­wehr kaputt­zu­sparen, son­dern ein ver­tret­bares Min­dest­level auf­zu­zeigen“, machte Fischer deut­lich. Das Feu­er­wehr­haus an der Südstraße bezeich­nete der Brand­schutz-Sach­verständige als „nicht zukunftsfähig“. Er schlägt eine Kom­plett­sa­nie­rung oder einen Neubau vor. Die bau­li­chen Maßnahmen seien vor­dring­lich, da sie die Basis für das Fahr­zeug­kon­zept bilden.

Zur Stärkung der ein­satz­tak­ti­schen Möglich­keiten der FFL plädiert Fischer für die Anschaf­fung einer Dreh­leiter und eines mul­ti­funk­tio­nalen Logis­tik­fahr­zeugs. Außerdem soll die Feu­er­wehr mit ange­mes­sener und zeitgemäßer Aus­stat­tung bestückt, gleich­zeitig aber die Gesamt­zahl der Fahr­zeuge und Anhänger redu­ziert werden. Zur Unterstützung der ehren­amt­lich tätigen Ein­satz- und Führungskräfte bei den Ver­wal­tungs­auf­gaben und der Gerätewar­tung emp­fiehlt der Fach­mann haupt­amt­liche Stel­len­an­teile und Fremd­ver­gaben.

Betriebs­wirt­schaft­lich ver­tret­bares Minimum

„Der Bedarfs­plan ori­en­tiert sich am betriebs­wirt­schaft­lich ver­tret­baren Minimum“, betonte Kom­man­dant Rouven Leib­brand, der sich ausdrücklich für den Erhalt eines dritten Löschfahr­zeugs stark machte. Den der­zei­tigen Feu­er­wehr­standort stuft er als „ideal gelegen“ ein. „Wir sind aber für alle Vor­schläge offen“, unter­strich er.

„Die Feu­er­wehr ist nicht nur Ehrenamt, son­dern auch Emo­tion“, betonte Bürger­meister Ralf Stein­brenner. Das 57-sei­tige Gut­achten habe Sebas­tian Fischer mit Weit­blick und Augenmaß erstellt. Die größte Her­aus­for­de­rung für die Ein­satz­ab­tei­lung sieht der Rat­haus­chef in der Tages­verfügbar­keit.

Durch die Bank spra­chen sich die Rats­mit­glieder für den Bau eines neuen Feu­er­wehr­hauses aus. Und auf ein drittes Löschfahr­zeug sollte auch nicht ver­zichtet werden. „Im Aufbau und der Ent­wick­lung der Feu­er­wehr darf es keine Abstriche geben“, betonte Lars Kulke (SPD). Frak­ti­ons­kol­lege André Göbl wies darauf hin, dass der Bedarfs­plan eine wich­tige Richt­schnur für Feu­er­wehr, Ver­wal­tung und Gemein­derat sei. Daniel Kiesow (FWV) bat die Ver­wal­tung, zur Dreh­leiter eine Stel­lung­nahme des Kreis­brand­meis­ters ein­zu­holen.

50-Pro­zent-Stelle für Gerätewart

Ein­stimmig wurden die präsen­tierten Eck­punkte des Feu­er­wehr­be­darfs­plans von der Rats­runde beschlossen. Zusätzlich sollen noch fol­gende Wünsche der Flo­ri­ansjünger mit ein­fließen: die baldmöglichste Ersatz­be­schaf­fung für das alte Löschfahr­zeug, acht anstatt sieben Fahr­zeug­boxen im neuen Feu­er­wehr­haus und ab 2019 die Schaf­fung einer 50-Pro­zent-Stelle für einen Gerätewart. Sebas­tian Fischer erhielt den Auf­trag, den dritten Feu­er­wehr­be­darfs­plan zu fer­tigen und dem Gemein­derat vor­zu­legen.