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Platz im Gerätehaus ist eng geworden

Brackenheimvon Thomas Dorn, HSt

Nach 25 Jahren wird das Bra­cken­heimer Feu­er­wehrgerätehaus erwei­tert. Der Gemein­derat hat am Don­ners­tag­abend diversen Umbauten und einem kleinen Anbau mit einer Grundfläche von sechs mal 23 Metern zuge­stimmt. Knapp 400 000 Euro werden dafür benötigt.

Die „gute per­so­nelle Ent­wick­lung“ − im Lauf dieses Vier­tel­jahr­hun­derts ist die Zahl der Feu­er­wehr­leute im Löschpunkt Bra­cken­heim um 18 auf aktuell 68 gestiegen − ist laut Heiko Bleib­drey nur ein Grund für das geplante Pro­jekt. Beim Bau des Gebäudes hatte offenbar auch nie­mand damit gerechnet, dass immer mehr Frauen aktiven Dienst in der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr leisten würden. „Es fehlt an eigenen Umkleiden. Das ist nicht mehr zeitgemäß“, betonte der Bau­amts­leiter. Zumal die Stadt das Ziel ver­folgt, wei­tere weib­liche Mit­glieder zu gewinnen.

Roll­con­tainer In den ver­gan­genen Jahren sind Fahr­zeuge dazu­ge­kommen. Aber auch für die künftige Fahr­zeug-Kon­zep­tion muss Platz geschaffen werden. So sind für den Gerätewagen Trans­port, der bald ange­schafft werden soll, meh­rere Roll­con­tainer mit ver­schie­denen Bela­dungen vor­ge­sehen. Doch der Platz ist schon jetzt sehr begrenzt: Wenn etwas aus den Regalen benötigt wird, muss der Mann­schafts­trans­port­wagen aus der Halle gefahren werden.

„Es geht vor allem auch um die Abläufe“, unter­strich Kom­man­dant Peter Hügle in der Gemein­de­rats­sit­zung. So müssen bei­spiels­weise die Atem­luft­fla­schen in den Keller geschafft, dort gefüllt und wieder nach oben geschleppt werden. „Das ist im Augen­blick nicht optimal gere­gelt“, so Hügle. Auch das Schlauch­lager befindet sich großent­eils im Keller.

Mon­ta­ge­grube Drin­gend not­wendig ist zudem die Erwei­te­rung der Garage. So ist unter anderem die Mon­ta­ge­grube ein Pro­blem. Weil die Fahr­zeuge immer größer werden, können Sicher­heits­vor­schriften, wonach bei Repa­ra­turen ein Fluchtweg aus der Mon­ta­ge­grube frei­ge­halten werden muss, nur noch ein­ge­halten werden, indem die Tore offen bleiben. Zumin­dest in den Win­ter­mo­naten ist das, schon unter ener­ge­ti­schen Gesichts­punkten, keine gute Lösung. Lauter Gründe, die für eine Erwei­te­rung des Gerätehauses spre­chen. Diese soll im rückwärtigen Teil des Areals, in Rich­tung Süden, erfolgen. Durch den Anbau fallen zwar etwa acht Parkplätze weg, die können aber zumin­dest zum Teil an anderer Stelle neu aus­ge­wiesen werden, indem der mobile Übungs­turm ver­setzt wird.

In den Anbau soll unter anderem die Werk­statt ver­legt werden, die den neuen Frau­en­um­kleiden samt Dusche und WC wei­chen muss. Auch das Schlauch- und Öllager und das Büro für den haupt­amt­li­chen Gerätewart finden im Anbau Platz.

„Die Sache ist durch­dacht“, beschei­nigte Stadträtin Iris Lang (CDU) den Pla­nern. Aller­dings erschienen ihr die Kosten recht hoch. Rein­hold Mayer (FWB) machte sich dafür stark, sich schon jetzt Gedanken über mögliche spätere Ent­wick­lungen zu machen. „Wir sollten die Option für drei wei­tere Fahr­zeuge pla­ne­risch bedenken.“ Sonst heiße es womöglich in 20 Jahren: „Das hat man nicht wissen können.“

In der Rats­runde fand Mayer indes keine Unterstützer. „Wir sehen die drei wei­teren Fahr­zeuge nicht“, meinte etwa Bürger­meister Rolf Kieser nach Rücksprache mit dem Kom­man­danten.

Auch Bau­amts­leiter Bleib­drey will lieber nicht über mögliche künftige Ent­wick­lungen spe­ku­lieren. „Für die nächsten Jahre ist das, was wir jetzt machen, auf jeden Fall aus­rei­chend.“ Die Zustim­mung fiel, bei einer Ent­hal­tung von Rein­hold Mayer, dann auch ein­stimmig aus.