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Noch nie gab es so viel zu tun wie 2015

Weinsbergvon Karin Freudenberger, HSt

Unterm Strich ist die Frei­wil­lige Feu­er­wehr in Weins­berg gut auf­ge­stellt. Das wurde deut­lich in den Berichten bei der Jah­res­haupt­ver­samm­lung in der Wil­den­berg­halle. Mit ins­ge­samt 142 Aktiven waren es sogar zwei mehr als 2014. „Bei der Anzahl der Neu­auf­nahmen liegen wir jedoch unter den Werten der Vor­jahre“, gab Gesamt­kom­man­dant Lajosch Mik­losch ange­sichts von nur fünf Neuen selbst­kri­tisch zu. Den­noch ist der Stand sehr gut mit 67 Mit­glie­dern in der Abtei­lung Weins­berg, 26 Mit­glie­dern in Gell­mers­bach, 19 Aktiven in Grant­schen und 30 Aktiven in Wimm­ental.

Anstren­gungen In der Jugend­wehr werden der­zeit 17 Jugend­liche aus­ge­bildet. Eine Zahl, die Mik­losch stei­gern möchte. „Wir werden ver­mehrt Anstren­gungen unter­nehmen bei Besu­chen in Schulen und Kin­dergärten, und wir könnten even­tuell eine Kin­der­wehr gründen“, blickte er in die Zukunft. Immerhin heißt das große Ziel, im Jahr 2020 das 200. Wehr­mit­glied auf­zu­nehmen. Das andere Ende des Alters­spek­trums bilden 23 Mit­glieder in den ver­schie­denen Alters­ab­tei­lungen.

Die Ein­satz­sta­tistik zeigte, dass es noch nie so tur­bu­lent zuging in der Geschichte der Wehr. Die 144 Einsätze mit 2229 Stunden ver­teilten sich auf 37 Brandfälle, 73 Hil­fe­leis­tungen, 31 Fehl­alarme und drei sons­tige Einsätze. Rela­ti­viert wurde das nüchterne Zah­len­ma­te­rial durch die Aus­sage, dass keine schweren Brandfälle dabei waren. Viel­mehr hätten ungewöhnlich viele Fehl­alarme die Sta­tistik in die Höhe getrieben. Da diese zu einem großen Teil aus den Flücht­lings­un­terkünften kamen, sollen hier Schu­lungen der Bewohner Abhilfe leisten.

Fotos Inter­es­sante Fotos zu den ein­zelnen Einsätzen lie­ferte Mik­loschs Stell­ver­treter Michael Koles­nikow. Vor allem die Bilder der Lkw-Unfälle auf der Auto­bahn ver­deut­lichten die harten Ein­satz­be­din­gungen der Wehr.

In Schu­lungen inves­tierten ins­ge­samt 63 Teil­nehmer 1545 Stunden. Außerdem bil­deten Weins­berger Kame­raden selbst in 132 Stunden andere Flo­ri­ansjünger aus. Die Übungs­stunden bilan­zierten sich auf 6067 Stunden. Inter­es­sant waren die Fotos von der Tunnelübung unter dem „Mini­tunnel“ an der A 81 zwi­schen Weißenhof und Wil­den­berg.

Jugend­leiter Ema­nuel Wilske attes­tierte seinen Schützlingen, ein „super Team“ zu sein. Bei Aus­bil­dungen im Erste-Hilfe-Bereich oder in der Funk­technik hätten sie wert­volles Rüstgut kennen gelernt. Bei Festen oder beim Foto-Shoo­ting in diversen Schutzanzügen sei aber auch der Spaß nie zu kurz gekommen.

Team­geist Bürger­meister Stefan Thoma lobte den guten Team­geist und die stete Ein­satz­be­reit­schaft der Wehr­leute. Selbst­verständlich werde die Stadt auch wei­terhin in die Aus­stat­tung inves­tieren, der so heiß ersehnte Maga­zin­neubau könne jedoch gemäß Gemein­de­rats­be­schluss frühes­tens 2020 ange­gangen werden.

Für 25 Jahre aktiven Dienst wurden bei der Haupt­ver­samm­lung Thomas Rupp, Wil­fried Die­rolf und Nor­bert Grandi geehrt. Seit 60 Jahren ist Richard Beer Mit­glied.

Bild: Bei der Jah­res­haupt­ver­samm­lung wurden geehrt (vorne von links): Thomas Rupp, Wil­fried Die­rolf, Nor­bert Grandi und Richard Beer. (Foto: Karin Freu­den­berger)