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Neues Rettungsboot für die Feuerwehr Bad Friedrichshall

Bad Friedrichshallvon Marcel Vogt, Feuerwehr Bad Friedrichshall

Die Drei Flüsse Stadt Bad Fried­richs­hall hat in ein neues Ret­tungs­boot für die Feu­er­wehr inves­tiert.

Nach rund einem halben Jahr Pla­nung der Arbeits­gruppe konnte das neue Ret­tungs­boot (RTB) von einer Abord­nung der Feu­er­wehr in Ihlow (Ost­fries­land) bei der Firma Matschke & Müller GmbH Co.KG abge­holt werden. Bei dem RTB han­delt sich es um ein Motor­boot „Pioner Mulit III“ aus einem robusten und schwimmfähigen PPE-Kunst­stoff her­ge­stellt. Die Gewichts­bi­lanz des Was­ser­fahr­zeugs konnte dadurch redu­ziert werden. Das Boot hat inklu­sive Motor und Aus­stat­tung ein Eigen­ge­wicht von 1.000 kg. Der Rumpf ist aus einem Stück gegossen. Auch der geringe Tief­gang von nur 30 cm ist dem Mate­rial geschuldet. Im Gegen­satz zu den meisten anderen Ein­satz­booten verfügt das Multi über gute Hand­ha­bungs- und Fahr­ei­gen­schaften und erreicht dadurch eine hohe Zula­dungs­ka­pazität von rund 1.200 kg. Dank seiner wei­chen Bug­form und dem längs­lau­fenden Dop­pel­kiel bietet das Pioner Multi eine hohe Spur­sta­bilität auf dem Wasser und kann so auch mit den meisten Sport­booten kon­kur­rieren. Eine Beson­der­heit gibt es auch beim Rumpf des Bootes. Dieser besteht vorne aus einem Kata­maran und hinten aus einem selbst­len­zenden Tri­maran­rumpf. Moto­ri­siert ist das Ret­tungs­boot mit einem Yamaha 70 PS Motor. Das Boot ist mit einem Steu­er­stand aus­ge­stattet, dort befindet sich auch das 4 Meter Funkgerät. Am klapp­baren Trägerbügel sind Beleuch­tung, das Nebel­horn, ein Blau­licht sowie Arbeits- und Such­schein­werfer ange­bracht. Bei dem 5,3 m langen und 2,15 m breiten Boot ist die Bug­klappe durch eine mecha­ni­sche Edel­stahl­kur­bel­winde stu­fenlos ein­stellbar. Die Klappe ist selbst­schwim­mend und hat eine Auf­triebs­kraft von 75 kg. Hier­durch können ins­be­son­dere zu ret­tende Per­sonen effektiv auf das Boot gezogen werden. Das Ret­tungs­boot ist auf einem Trailer mit 100 km/h Zulas­sung ver­lastet. Die Beleuch­tung ist kom­plett was­ser­dicht und muss beim Slippen nicht zuvor abge­nommen werden. Spe­ziell um Schäden durch Flachwässer im Bereich der Flüsse Kocher und Jagst frühzeitig zu erkennen und zu ver­meiden, aber auch even­tuell zur Ortung von ertrun­kenen Per­sonen oder anderen Dingen im Wasser wurde ein Echolot mit Tie­fen­mes­sung im Boot ver­baut. Mit dem Hub­ge­schirr besteht die Möglich­keit das Ret­tungs­boot im Extrem­fall auch außerhalb der Slip­an­lagen ins Wasser zu bekommen.