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Neues HLF 20 ergänzt Fuhrpark

Gemmingenvon Michael Bayer, Feuerwehr Gemmingen

Die Frei­wil­lige Feu­er­wehr Gem­mingen stellt zum Jah­res­ende ein neues HLF 20 in Dienst. Bei dem Fahr­ge­stell han­delt es sich um ein Mer­cedes Benz, Atego 1730, mit auto­ma­ti­siertem Schalt­ge­triebe. Der Ausbau wurde von der Firma Rosen­bauer in Lucken­walde ver­wirk­licht. Die Pumpe hat eine Leis­tung von 3500 l/min.

Bei der Kon­zep­tio­nie­rung des Fahr­zeugs stand der Arbeits­schutz der Ein­satzkräfte an oberster Stelle und wurde wie folgt umge­setzt:

Das Fahr­zeug verfügt an allen Plätzen über Air­bags und Sicher­heits­gurte. Um die Geräusch­emis­sionen im Innern des Fahr­zeugs so gering als möglich zu halten, wurde das Son­der­si­gnal in der Frontstoßstange ver­baut und die Fah­rer­ka­bine zusätzlich schall­iso­liert. Eben­falls wurde die Ergo­nomie bei der Geräteent­nahme genau betrachtet. Aus diesem Grund wurde auch ein nach­rut­schendes Schlauch­ma­gazin für B Schläuche in G3 ein­ge­baut. So ist die Ent­nahme der B-Schläuche auf einer ange­nehmen Höhe möglich. Die Ent­nahme der 3-teil­igen Schieb­leiter wurde mit­tels Ent­nah­me­schlitten inkl. Kipp­funk­tion umge­setzt. Des Wei­teren wurde am Heck eine Kombi-Heck­klappe ein­ge­baut, welche im unteren Teil den klas­si­schen Geräteraum­rol­laden zur Pum­pen­be­die­nung hat, sich jedoch zum Schutz vor der Wit­te­rung auch kom­plett auf­klappen lässt, so dass der Maschi­nist ein Dach inkl. Beleuch­tung über sich hat. Um den Blick bei Ein­satz­fahrten auf den Ver­kehr auf­recht zu erhalten, wurde für den Fahrer ein Fußtaster zur Bedie­nung des Son­der­si­gnals ver­baut. Das Fahr­zeug verfügt über einen Rückfahr­warner und Rückfahr­ka­mera. Über allen Sitzen mit PA wurden Bril­len­staufächer ange­bracht.

Alle Geräte, elek­tri­sche Werk­zeuge sind ein­heit­lich mit dem 28V Akku­system von Mil­waukee ausgerüstet. Dieser Akkutyp wird auch bei dem mobilen Beleuch­tungs­modul ein­ge­setzt. Ersatz­akkus werden im Lade-Ser­vice­point in G2 vor­ge­halten, so dass immer aus­rei­chend Red­un­danz vor­ge­halten wird. Ein akku­be­trie­benes Belüftungsgerät ist eben­falls ver­lastet. Eine Beson­der­heit ist zudem der Schnell­an­griff „Druck­luft“ und Schnell­an­griff „Strom“ in G4. Alle Strahl­rohre sind Hohl­strahl­rohre der Firma AWG. In G1 wird eine LKW-Ret­tungs­platt­form mitgeführt.

Die Atem­schutzgeräte wurden mit inte­grierter Ret­tungsmöglich­keit „MSA Alpha Belt“ ausgerüstet und sind in Über­druck­ver­sion mit ESA-Steck­an­schluss umge­setzt.

Die kom­plette Beleuch­tung wurde in LED-Technik umge­setzt und auf dem Dach der mul­ti­funk­tio­nale Flexi­light Licht­mast inkl. Foku­sier­funk­tion ver­baut.

Das neue HLF hat eine umfang­reiche Aus­stat­tung für den Bereich Brandbekämpfung, tech­ni­sche Hilfe, klei­nere Gefahr­gut­einsätze, Absturz­si­che­rung, Ein­fache Ret­tung aus Höhen und Tiefen, sowie Not­fall­ret­tung inkl. AED. Am Heck wurde eine Haspel „Was­ser­ent­nahme“ inkl. Sys­tem­trenner, sowie eine Ver­kehrs­ab­si­che­rungs­haspel ange­bracht. Beide Has­peln sind mit aus­zieh­barem retro­re­flek­tie­rendem Warn­rollo aus­ge­stattet. Für jede Kraft steht eine LED Lampe „Stream­light Sur­vivor ZO“ zur Verfügung. Eine Seil­winde von Rotzler, ein Mehr­gas­messgerät und eine Wärme­bild­ka­mera runden die Aus­stat­tung ab.

Die Farb­ge­stal­tung wurde in Foli­en­be­kle­bung in Tages­leucht­hellrot RAL3026 umge­setzt. Die Rollläden wurde in Anthrazit RAL7016 pul­ver­be­schichtet und mit retro­re­flek­tie­renden Appli­ka­tionen ver­sehen.

Zusam­men­fas­send kann gesagt werden, dass mit diesem Fahr­zeug ein schlagkräftiges und sicheres Fahr­zeug beschafft wurde, wel­ches mul­ti­funk­tional ein­setzbar ist.