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Mit Herzblut Feuerwehrmann

Lauffen a.N.von Thomas Dorn, HSt

Dass Timo Krafts Herz für die Feu­er­wehr schlägt, hat sicher auch mit familiärer Prägung zu tun. Als er sich mit elf Jahren den Lauf­fener Flo­ri­ansjüngern anschloss, war der Vater gerade stell­ver­tre­tender Kom­man­dant. „Und auch mein Opa war lange dabei“, erzählt der 25-Jährige. Zu seinen diversen Funk­tionen und Auf­gaben ist jetzt eine wei­tere hin­zu­ge­kommen: Vor Kurzem wurde Kraft zum neuen Kreis­ju­gend­feu­er­wehr­wart gewählt.

Enga­ge­ment Als selbstständiger Winzer, der die Wein­berge der Eltern über­nommen hat, ist er beruf­lich ziem­lich gefor­dert. Doch für sein „großes Hobby“ ist Timo Kraft immer bereit, Zeit zu opfern. „Vier Abende Feu­er­wehr pro Woche − das ist Stan­dard“, sagt er. Manchmal auch mehr. In Lauffen seit Jahren ein Aktiv­posten, wird er nun auch in der Region stärker gefor­dert sein. Doch fremd ist ihm die Auf­gabe nicht. Immerhin war er zuletzt drei Jahre Ver­treter der bis­he­rigen Kreis­ju­gend­feu­er­wehr­wartin Katrin Semen aus Bad Fried­richs­hall.

Als Spre­cher von 45 Jugend­feu­er­wehren in Stadt und Land­kreis Heil­bronn will er die Zusam­men­ar­beit unter­ein­ander inten­si­vieren, kreis­weite Ver­an­stal­tungen und Leis­tungs­wett­be­werbe orga­ni­sieren. Den Lehrgängen für Jugend­grup­pen­leiter und Jugend­feu­er­wehr­warte soll das Augen­merk gelten. Und der Wer­bung. Dass die Wehren ihren Mit­glie­der­stand halten, ist kein Selbstläufer. „Die Ein­satz­ab­tei­lungen brau­chen immer neue Kräfte“, weiß Kraft. Den Jugend­gruppen kommt da eine wich­tige Auf­gabe zu.

Das Rum­han­tieren mit Schläuchen und tech­ni­schem Gerät hat ihm von Anfang an Spaß gemacht, aber genauso die Aktivitäten außerhalb der Übungs­treffs. Mit 18 wurde er zu den Aktiven über­nommen. Etliche Lehrgänge später ist er Lösch­meister, wird bei Einsätzen als Maschi­nist und Grup­penführer ein­ge­setzt. Und das sind nicht wenige: 80 bis 100 Mal pro Jahr wird die Lauf­fener Wehr alar­miert. Meist ist Timo Kraft dabei. „Der Ein­satz ist eine große Moti­va­tion“, sagt er.

Als Aktiver wurde er schnell Betreuer in der Nach­wuchs­ab­tei­lung mit ihren rund 30 Kin­dern und Jugend­li­chen, dann Stell­ver­treter und ab 2013 Jugend­wart. „Viel Ver­wal­tungs­ar­beit“ hänge an der Auf­gabe, sagt er. Er ist für Dienstpläne und Übungs­be­richte, die Jah­res­pla­nung und die Klei­der­kammer, aber auch Frei­zeit­ak­tivitäten ver­ant­wort­lich. Doch solche Erfah­rungen kommen ihm auch auf Kreis­ebene zugute.

Mit­ein­ander Den Feu­er­wehr­dienst sieht er als „wich­tige Auf­gabe“ in der Gesell­schaft. Und richtig Spaß macht ihm das Mit­ein­ander, die Kame­rad­schaft unter „lauter unter­schied­li­chen Typen, die das gleiche Ziel haben: Sie wollen helfen.“

Für andere Hobbys bleibt da keine Zeit. „Ich bin froh, wenn ich mich mal sonn­tags aufs Rad setzen kann“, sagt Kraft. In seiner neuen Funk­tion kommen noch etliche Ter­mine hinzu. Sit­zungen vor allem, auch repräsen­ta­tive Auf­gaben. Doch darauf freut er sich: „Ich geh’ da gerne hin.“

Bild: Timo Kraft, dem Lauf­fener Jugend­wart und neuen Kreis­ju­gend­wart, macht der Dienst in der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr richtig Spaß. (Foto: Thomas Dorn)