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Mehr Platz für die Feuerwehr

Ittlingenvon Nicole Theuer, HSt

Die Gemeinde Itt­lingen plant, das Feu­er­wehr­haus grund­le­gend umzu­bauen. Mit dem Vor­haben hat sich der Gemein­derat am Mitt­woch­abend befasst.

Vor­aus­set­zung „Wir möchten in den nächsten Jahren die räumliche Situa­tion für unsere Feu­er­wehr ver­bes­sern. Hierzu sind Erwei­te­rungspläne ange­dacht“, sagte Bürger­meister Achim Heck. „Eine solche Baumaßnahme wird nur möglich sein, wenn eine ent­spre­chende Bezu­schus­sung des Landes aus Feu­er­wehr­mit­teln erfolgt.“ Vor­aus­set­zung für das Zuschuss- und Förder­ver­fahren sei ein aktu­eller Feu­er­wehr­be­darfs­plan.

Haupt­punkt des neuen Bedarfs­plans, der die Anschaf­fung eines Gerätewa­gens im Jahr 2020 vor­sieht, ist das Kon­zept fürs Gerätehaus. Das bis­he­rige weise vier Fahr­zeug­stellplätze auf, „die nicht der aktu­ellen Norm ent­spre­chen“, erklärte Kom­man­dant Flo­rian Hernik. „Die Min­destgröße der Stellplätze wird nicht ein­ge­halten, zwei der vier Stellplätze sind hin­ter­ein­ander ange­ordnet.“ Die Roll­tore entsprächen eben­falls nicht der Norm, „der Abstand zwi­schen Fahr­zeug und Tor­bogen ist zu gering“. Des­halb sei Hand­lungs­be­darf gegeben.

„Für die Ein­satz­fahr­zeuge soll in Rich­tung Sägmühlstraße ein Neubau mit vier Stellplätzen errichtet werden, der an das bestehende Feu­er­wehr­haus ange­glie­dert wird“, erklärte Hernik. Um dieses Vor­haben zu rea­li­sieren, muss für das Außenla­gers des Bau­hofs, das sich neben dem Feu­er­wehr­haus befindet, ein neuer Standort gefunden werden. „Wo das sein wird, wird dis­ku­tiert“, erklärte Kämmerer Stefan Salen. Einige Lagerflächen seien bereits geräumt worden. „Es wurde Ord­nung geschaffen, denn später soll der Außenbe­reich des Bau­hofs der Feu­er­wehrhof mit Aus­fahrt zur Sägmühlstraße hin werden.“

Kopf­zer­bre­chen Nicht nur die beengten Räumlich­keiten bereiten der Itt­linger Feu­er­wehr Kopf­zer­bre­chen, son­dern auch die An- und Abfahrt bei Einsätzen. So geschehen in dieser Woche, als die Itt­linger nach Kirchardt fahren mussten. „Am Dienstag hat man gesehen, wie brenzlig die Situa­tion ist, wenn in der Halle eine Ver­an­stal­tung ist“, erklärte Kom­man­dant Hernik. Mehr­fach habe er Autos umparken lassen müssen, damit die Ein­satzkräfte ausrücken konnten. Ins­ge­samt geht es im Gebäude eng zu. „Für die Ein­satzkräfte ist keine sepa­rate Umkleide vor­handen, die Ein­satz­klei­dung hängt in Spinden in der Fahr­zeug­halle. Hier ziehen sich die Ein­satzkräfte neben abfah­renden Fahr­zeugen um“, führte Hernik aus, auch die sanitären Anlagen seien unzu­rei­chend. Des­halb soll die bestehende Fahr­zeug­halle umge­baut werden und Sozialräume erhalten. Die der­zei­tigen Pla­nungen sehen vor, dass mit dem Pro­jekt im kom­menden Jahr begonnen werden soll.

Der Gemein­derat ver­ab­schie­dete den Feu­er­wehr­be­darfs­plan ein­stimmig und beschloss, den Erwerb des Führer­scheins der Klassen C und CE vollständig zu bezahlen. „Es ist nicht zumutbar, dass die Kame­raden den Führer­schein, für den sie keine ander­wei­tige Ver­wen­dung haben, aus ihrem Pri­vat­vermögen bezahlen müssen“, sagte Achim Heck.

Bild: Beengt sind die Verhältnisse im Feu­er­wehr­haus, gefährlich die Aus­fahrt über den Park­platz der Fest­halle. Foto: Theuer