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Kubatur des Neubaus sorgt für lebendige Debatten

Leingartenvon Josef Staudinger, HSt

Vom Abstim­mungs­er­gebnis des Lein­gar­tener Gemein­de­rats über die räumliche Größe des geplanten Feu­er­wehr-Neu­baus an der Nord­heimer Straße ist Feu­er­wehr-Kom­man­dant Rouven Leib­brand enttäuscht. Mit zwölf Ja- und drei Gegen­stimmen hatte sich das Gre­mium für die von der Ver­wal­tung vor­ge­schla­gene Vari­ante 3A ent­schieden, die nicht den Vor­stel­lungen der Hilfs­or­ga­ni­sa­tion ent­spricht. „Ich hätte mir mehr Weit­sicht gewünscht“, sagte Leib­brand.

Favo­ri­sierte Vari­ante Die 3A-Ver­sion hat einen Gebäudekörper von 11 500 Kubik­meter und eine Gesamt­la­gerfläche von 424 Qua­drat­meter. Die rech­ne­ri­schen Kosten liegen zwi­schen 6,9 und 7,5 Mil­lionen Euro. Die von der Feu­er­wehr favo­ri­sierte Vari­ante zwei ist die teu­erste aller fünf Ver­sionen und würde zwi­schen 8 und 8,6 Mil­lionen Euro kosten. Aller­dings sind der Brutto-Raum­in­halt mit 13 250 Kubik­meter und ent­spre­chend die Lagerfläche (568 Qua­drat­meter) deut­lich größer als bei den anderen Vari­anten, die der mit der Rea­li­sie­rung des Pro­jekts beauf­tragte Archi­tekt Frank Heinz aus Wald­kirch vor­stellte.

Thilo Klar (CDU) hält den für die Kos­ten­er­mitt­lung ange­setzten Kubik­me­ter­preis von 600 bis 650 Euro für zu blauäugig. Nach Rücksprache mit anderen Kom­munen sei dieser Betrag rea­lis­tisch, infor­mierte Bürger­meister Ralf Stein­brenner. „Wir müssen warten, bis die Aus­schrei­bungs­er­geb­nisse vor­liegen.“ Es werde bei der Lagerfläche an der fal­schen Stelle gespart, warf der SPD-Rat André Göbl in die Waag­schale. Nach Ein­spar­po­ten­zialen zu suchen hält Daniel Kiesow (FWV) zwar für sinn­voll, es dürfe aber nicht am Raum­an­gebot geknau­sert werden.

Der Umgang mit Mil­lio­nen­beträgen grenze schon an Arro­ganz, meinte Mat­thias Hampel (CDU). Er hält es für falsch, zwei so große Pro­jekte wie den Hal­lenbad- und Feu­er­wehr­haus-Neubau kurz hin­ter­ein­ander zu starten. „Mir wäre es am liebsten, noch zwei Jahre zu warten“, so Hampl. „Wenn wir noch zwei Jahre warten, wird das Feu­er­wehr­haus nicht bil­liger“, ent­geg­nete Thomas Fick (Grüne). „Wir sollten das Feu­er­wehr­haus und das Hal­lenbad auch nicht gegen­ein­ander aus­spielen“, riet die Grünen-Spre­cherin Bri­gitte Wolf. Beide hätten ihre Berech­ti­gung. Der CDU-Frak­ti­ons­spre­cher Thomas Lan­des­vater schlug vor, die Vari­ante 3A, die er als gar nicht so schlecht ein­stufte, zu überar­beiten, um die Lagerfläche zu erhöhen. Nach Ansicht von Bürger­meister Stein­brenner ist die aus­ge­wie­sene Fläche aus­rei­chend. „Wir sollten beim Neubau auch an die Finan­zier­bar­keit denken. 7,1 Mil­lionen Euro sind im Haus­halt vor­ge­sehen, diese sollten wir ein­halten“, mahnte Stein­brenner.

Geplanter Anschluss Auf Beschluss der Rats­runde wird es am südwest­li­chen Ende des Grundstücks auch keine Direkt­an­bin­dung als Alarm­zu­fahrt an das bestehende Feld­wege-Netz geben, dafür aber einen Anschluss nach Norden an das geplante Bau­ge­biet „Rosen­berger Süd“. Der am Ende des Hofes vor­ge­se­hene Übungs­turm soll auf 15 Meter Höhe begrenzt werden.