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Knocking on heavens door

Gemmingenvon Jean-Battiste Ambros, Feuerwehr Gemmingen

Nach Turm kommt Berg – so lautet die unkom­pli­zierte Folge des Sport­teams der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Gem­mingen, Abt.2, weithin auch bekannt als „Turm­trupp Gold“. Bereits zum wie­der­holten Male nahmen vier Kame­raden am Ski­schanzen-Lauf in Titisee-Neu­stadt teil, am so genannten „Red Bull 400“. Während Ski­springer im Winter die Schanze runter springen, laufen im Sommer Sport­be­geis­terte die Schanze von unten nach oben und freuen sich, wenn sie vom Schan­zen­tisch ins Tal bli­cken dürfen. Und genau das hat sich nun auch das Wett­kampf­team aus Steb­bach vor­ge­nommen.

So ver­sam­melten sich Stefan Weigel, Sascha Geiger, Michel Jäger und Jean-Bat­tiste Ambros am Samstag, den 28. Juli 2018 am Gerätehaus in Steb­bach, um gemeinsam nach einer kleinen Stärkung in den Hoch­schwarz­wald zur Hoch­first­schanze in Titisee-Neu­stadt zu fahren. Doch bereits beim Anblick der Schanze ein paar Kilo­meter vor dem Ziel, wurde so man­chem Kame­raden flau im Magen. 142 Meter ragte die Hoch­first­schanze in die Höhe mit einer Stei­gung von 35 Grad am steilsten Punkt und einer gesamten Länge von 400 Metern zwi­schen Start und dem Ziel oben am Schan­zen­tisch. Doch damit nicht genug, hatte man sich nämlich gleich in zwei Kate­go­rien ange­meldet: beim „zivilen“ Lauf der Sportler und auch bei der Feu­er­wehr­staffel in Uni­form. Nach dem Abholen der Start­un­ter­lagen ging es dann für das Team „Turm­trupp Gold“ gegen 14 Uhr in der 5. Star­ter­gruppe im Sport­ler­lauf los. Nach dem Start­schuss rannte man los. Immer dem Berg ent­gegen, immer weiter die Wiese hinauf, auch wenn es irgend­wann auf­grund der Stei­gung nur noch auf allen Vieren vorwärts ging. Nach etwa 250 Metern wurde es wieder kurz gerade, doch dann ging es das letzte steile Stück am Sprung­tisch hoch. Doch oben ange­kommen, konnte man einen wun­der­baren Aus­blick über das Tal und die Stadt genießen. In diesem Wett­be­werb haben unsere Sportler aus Steb­bach fol­gende erfolg­reiche Zeiten erreicht und sich dabei sehr stark gegen 708 Teil­nehmer durch­ge­setzt:

Jean-Bat­tiste Ambros (05:38.8 min) belegte Platz 101, gefolgt von Michel Jäger (07:12.6 min) auf Platz 381 und Stefan Weigel (07:43.8 min) auf Platz 470. Sascha Geiger (08:22.8 min) mit der Plat­zie­rung 539 machte das Quar­tett kom­plett. Für Jean-Bat­tiste Ambros ging es sogar noch im Halb­fi­nale weiter, schei­terte dort dann aber an der Kon­kur­renz.

Aller­dings war der Tag im Schwarz­wald für die Kame­raden noch lange nicht vorbei. Denn jetzt sollte die Feu­er­wehr-Staffel folgen. Dafür wurde die Strecke in vier gleich lange Abschnitte ein­ge­teilt und an jeder Mar­kie­rung stand ein Feu­er­wehr­mann des jewei­ligen Teams. Somit rannte jeder Kamerad genau hun­dert Meter, aller­dings waren die ein­zelnen Abschnitte unter­schied­lich anspruchs­voll. Zusätzlich musste noch ein Staf­fel­stab überg­eben werden. Auf­grund von tak­ti­schem Geschick und viel Kampf­geist konnte das Steb­ba­cher Team „Turm­trupp Gold“ eine Zeit von 03.59.4 min erlaufen und sicherte sich Platz 9 im Vor­lauf und damit auch den Einzug ins Finale. Im Finale schwanden dann jedoch langsam die Kräfte und man been­dete das Finale als Vor­letzter. Den­noch war es ein überaus erfolg­rei­cher Tag für das Feu­er­wehr­sport-Team aus Steb­bach und nächstes Jahr möchten wir auf jeden Fall wieder dabei sein. Glücklich und müde traten wir die Heim­reise an und freuten uns über zahl­reiche Wer­be­ge­schenke und glänzende Medaillen.

Zusatz­info: Gleich­zeitig waren die Kame­raden zuhause in Gem­mingen eben­falls sport­lich aktiv und haben eine sehens­werte Summe in Form eines Spen­den­laufes gesam­melt (wir berich­teten bereits darüber). Auch von unserer Seite dafür Gra­tu­la­tion!