Kreisfeuerwehrverband Heilbronn

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Knapp an einer Katastrophe vorbeigeschrammt

Untergruppenbachvon Wolfgang Seybold, HSt

In 57 Einsätzen war die Freiwillige Feuerwehr Untergruppenbach 2015 unterwegs, um bei Notfällen zu helfen. Der Schwerpunkt lag dabei auf technischen Hilfeleistungen. Kommandant Timo Hägele gab bei der Jahreshauptversammlung einen Rückblick auf die Aktivitäten im vergangenen Jahr.

Im Kultursaal der Stettenfelshalle war nahezu die gesamte Mannschaft anwesend, dazu Bürgermeister Joachim Weller und der stellvertretende Kreisbrandmeister Heiner Schiefer. Die Freiwillige Feuerwehr Untergruppenbach verfügte im Berichtsjahr über 91 Angehörige in den Einsatzabteilungen Untergruppenbach und Unterheinriet, 28 Mitglieder hatte die Altersabteilung, und 17 Jungen und Mädchen waren in der Jugendfeuerwehr. Kommandant Hägele bedauerte, dass den sieben Austritten im Jahr 2015 keine Neuzugänge gegenüber standen.

Der Mitgliederrückgang sei durch drei Übertritte in die Altersabteilung verschärft worden. Auch der Wegzug und Veränderungen in der Arbeitswelt hätten zur schwindenden Einsatzstärke beigetragen. Hägele appellierte an die Verwaltung und an seine Kameraden, dass „aktive Werbung für unsere Arbeit und Mission“ gefordert sei.

Neubau Der Kommandant sagte, dass nach einer langen Planungsphase endlich mit dem Bau eines neuen Feuerwehrhauses begonnen werden könne. Einen ausführlichen Bericht über die geleisteten Einsätze gab der stellvertretende Kommandant Andreas Weinert. Die 57 Hilfeleistungen wurden von den Feuerwehrkameraden in 1600 Einsatzstunden erbracht. Überwiegend musste die Wehr zur Tageszeit zwischen 6 und 18 Uhr ausrücken. Das setzt eine bestimmte Tagespräsenz voraus. „In der Tagesverfügbarkeit ist die Feuerwehr auf die Bediensteten der Gemeinde angewiesen“, sagte Andreas Weinert. Es sei die Pflicht des Gemeinderates und des Bürgermeisters, diesen Aspekt bei Einstellungen und auch bei Entlassungen zu berücksichtigen.

Die an Untergruppenbach vorbei führende Autobahn A 81 erforderte 2015 insgesamt 13 Einsätze. Ein Verkehrsunfall im April, bei dem ein Lkw eine Schilderbrücke zum Einsturz brachte, war die anspruchsvollste und spektakulärste technische Hilfeleistung. Im Haus der Generationen sorgte ein Zimmerbrand für höchste Alarmstufe. „Wir sind dabei knapp an einer Katastrophe vorbeigeschrammt“, sagte Weinert.

Für die Abteilung Unterheinriet legte der scheidende Abteilungskommandant Harald Eggert den Einsatzbericht vor. Die Kameradschaft wurde in den Abteilungen Untergruppenbach und Unterheinriet mit verschiedenen Festen und Ausflügen gepflegt.

Verständnis Bürgermeister Joachim Weller ging auch auf das Projekt „Neues Feuerwehrhaus“ ein. Die Förderzusage des Landes sei eingegangen, die Baugenehmigung sei beantragt. Weller warb aber um Verständnis, dass die Gemeinde noch wichtigere Bauvorhaben an der Schule und in Kindergärten zu verwirklichen habe, die die Verwaltung sehr fordern.

Bei den Ehrungen erhielt Manfred Kurz die Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbandes Heilbronn. Kurz war unter anderem stellvertretender Abteilungskommandant und Mitglied des Ausschusses. Für 40 Jahre ehrenamtlicher Dienst wurde Bernhard Schäffler geehrt. Die Ehrung für 25 Jahre Feuerwehrdienst erhielten Heiko Bartenbach, Martin Hübener und Sven Oppenländer.

Bild: Von links: Joachim Weller, Gunther Bucksch, Manfred Kurz, Heiko Bartenbach, Sven Oppenländer, Martin Hübener, Timo Hägele, Heiner Schiefer. Foto: Wolfgang Seybold