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Internationale Übung in Lauffen

Lauffen a.N.von Michael Kenngott, Feuerwehr Lauffen a.N.

Inspi­riert von der lan­des­weiten Übung für Ret­tungs­hunde im Herbst 2015 (wir berich­teten), fand jetzt eine erneute Ret­tungs-und Suchübung mit Betei­li­gung aus der Schweiz im Bereich des Lauf­fener Zement­werkgeländes statt.

Um den 21 Solo­thurner Kame­ra­dinnen und Kame­raden, welche mit ihren 11 Hunden aus der Heil­bronner Part­ner­stadt ange­reist waren ein beson­deres Übungsgelände bieten zu können, war man wieder froh, das Betriebsgelände der Firma Märker Zement mit Gebäuden, dem Zement­werk­hafen und die vor­ge­la­gerte Zement­werk­insel für unter­schied­liche Such­tech­niken nutzen zu dürfen. Für Zugführer Thomas Winter, von der Ret­tungs­hun­de­staffel Unter­land, sind der fach­liche Aus­tausch und die prak­ti­schen Übungen mit der Solo­thurner Hun­de­staffel von großer Bedeu­tung. „Die Solo­thurner Kol­legen haben auch wegen ihres alpinen Geländes teil­weise eine ganz andere Such­taktik und auch im Hin­blick auf inter­na­tio­nale Einsätze, können wir nur von­ein­ander lernen“, unter­streicht Thomas Winter die nun­mehr vierjährige Freund­schaft der beiden Hun­de­staf­feln.

Ein High­light für die Hundeführe­rinnen und Hundeführer aus Solo­thurn und Heil­bronn, war offen­sicht­lich das Abseilen mit den Hunden. Mit der Lauf­fener Dreh­leiter und mit Unterstützung von Höhen­retter Mat­thias Raum (Berufs­feu­er­wehr Heil­bronn) konnten meh­rere Trupps erfolg­reich auf das etwa acht Meter tiefer im Zement­werk­hafen lie­gende Ret­tungs­boot der Feu­er­wehr Lauffen abge­seilt werden, um dann über­ge­setzt auf die Zement­werk­insel, eine Per­so­nen­suche nach zwei Per­sonen durchzuführen.

Von den ein­ge­setzten Trupps wurden die ver­missten Per­sonen, in teil­weise manns­hohen Bren­nes­sel­fel­dern zügig auf­ge­funden. Manch einer der ein­ge­setzten Kräfte benei­dete die Ret­tungs­hunde, welche bei hoch­som­mer­li­chen Tem­pe­ra­turen immer wieder zum Abkühlen, einen kurzen Abste­cher in den Neckar genommen haben.

Selbst ein Lauf­fener Feu­er­wehr­ka­merad nahm dann die Gele­gen­heit wahr, sich mit seinem Jagd­hund Nemo, einem Deut­schen Wach­tel­hund, souverän auf das Feu­er­wehr­boot abseilen zu lassen.

Um die Sicher­heit für die Übungs­teil­nehmer am Wasser gewährleisten zu können, war die DLRG Orts­gruppe Lauffen eben­falls mit einem Boot im Wasser und patrouil­lierte ständig im Zement­werk­hafen und um die Zement­werk­insel herum.

Nach rund vier Stunden Übung, waren sich die Teil­nehmer aller Orga­ni­sa­tionen einig darüber, dass man durch orga­ni­sa­tionsüberg­rei­fende Übungen und in diesem Fall auch mit ausländi­scher Betei­li­gung nur für den Real­ein­satz pro­fi­tieren kann.