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Integrierte Leitstelle platzt aus allen Nähten

Stadt- und Landkreis Heilbronnvon Christian Gleichauf, HSt

Vor gut vier Jahren erst ging die gemeinsam von Stadt- und Land­kreis Heil­bronn sowie vom Roten Kreuz betrie­bene Inte­grierte Leit­stelle in Betrieb. Reserven wurden damals ein­ge­plant, um auch bei größeren Kata­stro­phen noch hand­lungsfähig zu bleiben. Diese Reserven sind inzwi­schen auf­ge­braucht. Es muss erwei­tert werden.

Mit ein paar Tischen ist es offenbar nicht getan: 660 000 Euro sind nun dafür vor­ge­sehen, die Zahl der Dis­po­nen­tenplätze von sieben auf zehn zu erhöhen. Die Zahl der Not­ruf­an­nah­meplätze soll von fünf auf sieben ansteigen. Ermöglicht wird das durch eine neue Anord­nung der Plätze und einige wei­tere Maßnahmen. „Diesmal kommen wir um einen Erwei­te­rungsbau noch herum“, erklärte Landrat Detlef Pie­pen­burg, als er den Bau- und Umwelt­aus­schuss des Kreis­tags infor­mierte. Ursprünglich waren zwei Dis­po­nen­tenplätze als Reserve für „Großscha­dens­lagen“ und bei tech­ni­schen Pro­blemen vor­ge­sehen. Nun würden diese Plätze schon dienst­planmäßig besetzt. Zudem habe sich bei Übungen und teil­weise auch bei realen Einsätzen her­aus­ge­stellt, dass zu wenig Not­ruf­an­nah­meplätze zur Verfügung stehen. Unter den Trägern − das sind zu je 25 Pro­zent die Stadt Heil­bronn und der Land­kreis sowie zur Hälfte das DRK − sei man sich des­halb einig, dass die Maßnahme not­wendig ist.

„Das Ver­halten der Men­schen hat sich verändert“, kom­men­tierte Bad Fried­richs­halls Bürger­meister Timo Frey (CDU). Viel häufiger als früher würde heute der Notruf genutzt. Er hoffe des­halb, dass nicht schon in wenigen Jahren bau­liche Verände­rungen not­wendig werden. „Das lässt sich nicht vor­her­sagen“, erklärte der Landrat. Räumlich sei nun aber alles aus­geschöpft, was möglich ist.

Bild: Zahl­reiche Moni­tore, kom­plexe Technik: Beim Blick in die Leit­stelle wird deut­lich, warum die Ein­rich­tung wei­terer Plätze so viel Geld kostet. (Foto: Mario Berger)