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Im November bekommt die Feuerwehr ihr neues Heim

Bad Rappenauvon Benjamin Richter, HSt

Das Feu­er­wehr­haus im Bad Rap­pen­auer Gewer­be­ge­biet Buchäcker liegt im Zeit- und Kos­ten­rahmen: Im Herbst können die Abtei­lungen Tresch­klingen, Bon­feld und Fürfeld in den 4,73 Mil­lionen Euro teuren Neubau ein­ziehen.

Die größte Sorge der Betei­ligten am Bau des neuen Feu­er­wehr­hauses im Gewer­be­ge­biet Buchäcker lag in den ver­gan­genen Monaten außerhalb der eigent­li­chen Bau­stelle. Lange war unklar, wie Feu­er­wehr­autos zu Einsätzen in den Orts­teilen Bon­feld, Fürfeld und Tresch­klingen gelangen würden und ob sie Feld­wege für diesen Zweck nutzen können.

Nun ist es offi­ziell: Die Feld­wege werden mit Aus­weich­buchten ertüchtigt und für die erhöhte Belas­tung aus­ge­bes­sert. Dafür stellt die Stadt 400.000 Euro zur Verfügung.

4,73 Mil­lionen Euro für den Neubau

Die Bau­stelle im Gewer­be­ge­biet an der A 6 rückt wieder in den Fokus. Archi­tekt Mathias Gey ist zuver­sicht­lich, dass das Feu­er­wehr­haus gemäß Zeit­plan fertig wird und die Bau­kosten nicht weiter ansteigen.

Die liegen der­zeit bei 4,73 Mil­lionen Euro und damit rund 170 000 Euro über der Kos­ten­be­rech­nung vom Dezember 2016. Gründe für die Mehr­kosten, die im Herbst 2017 schon bekannt wurden, sind laut Gey zum einen zusätzliche Wünsche hin­sicht­lich der Aus­stat­tung, zum anderen habe es Pro­bleme mit dem Bau­grund gegeben.

In Teil­be­rei­chen war daher ein Boden­aus­tausch erfor­der­lich. Darüber hinaus seien viele Hand­werker aus­ge­lastet und die ein­ge­reichten Ange­bote daher ent­spre­chend teuer. In Zukunft sehe er aber keine zusätzli­chen Kos­ten­quellen mehr.

Fünf Stellplätze für Ein­satzwägen

„Das neue Gebäude wird nach dem neu­esten Stand der Technik aus­ge­stattet“, erklärt Gey. Das Feu­er­wehr­haus besteht aus zwei Teilen, der Fahr­zeug­halle im Osten und dem Ver­wal­tungs­trakt im Westen.

Die Fahr­zeug­halle bietet fünf Stellplätze für Feu­er­wehr­autos sowie einen Platz, an dem die Wagen gewartet, gewa­schen und repa­riert werden können. Gleich hinter der Halle befinden sich eine Werk­statt und meh­rere Lagerräume.

Deut­li­cher treten die modernen Aspekte des Baus in dem Teil zutage, in dem sich die Feu­er­wehr­leute später um die Ver­wal­tung kümmern werden. Eine große Umkleide bietet Platz und Spinde für 110 Ein­satzkräfte.

Im Ober­ge­schoss ent­steht ein Schu­lungs­raum, in dem zwei Bea­merwände die Inhalte von Fort­bil­dungs­se­mi­naren ver­an­schau­li­chen. Ein Gene­rator lie­fert im Fall eines Strom­aus­falls Energie für den Eigen­be­darf, und ein Aufzug zwi­schen den Geschossen sowie eine behin­der­ten­ge­rechte Toi­lette machen das Gebäude bar­rie­re­frei.

Auch eine Küche und eine Wand, an der Anlei­tern und Abseilen geübt werden können, wird es in dem neuen Feu­er­wehr­haus geben.

Ein­wei­hung rückt immer näher

Für Ende Oktober oder Anfang November peilt Archi­tekt Gey die Übergabe des Neu­baus an die Feu­er­wehr-Abtei­lungen Tresch­klingen, Fürfeld und Bon­feld an. „Ich denke, dass bis dahin auch die Roh­in­stal­la­tion, der Innen­ausbau, die Maler­ar­beiten und die Fer­ti­g­in­stal­la­tion abge­schlossen sein werden“, sagt er.

Zudem werde es im Oktober Probeläufe des Heiz­sys­tems und des Auf­zugs geben.

Die Feu­er­wehr sei bei der Pla­nung ständig mit ein­ge­bunden und werde im Herbst in ein ver­trautes Gebäude ein­ziehen, meint der Archi­tekt Mathias Gey: „Die Ein­satzkräfte wissen schon, wo hier wel­cher Schalter und welche Steck­dose sitzt.“

Die ersten Bewohner des neuen Hauses im Gewer­be­ge­biet Buchäcker werden sie indes nicht sein: Eine Vogel­fa­milie hat sich bereits unter­halb des Daches im Schu­lungs­raum ein­ge­nistet.