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Hoher Sachschaden nach Brand neben Biogasanlage

Bad Rappenauvon Adrian Hoffmann, HSt

Ursache für das Feuer im Heu­lager ist noch unklar, Polizei hat keine Hin­weise auf Fremd­ein­wir­kung

Auch am Tag zwei nach dem Brand in einem land­wirt­schaft­li­chen Betrieb bei Bad Rap­penau wird noch Löschwasser ins Heu gepumpt. Die Feu­er­wehr konnte vom Ein­satzort in der Schwai­gerner Straße zwi­schen Rap­penau und Bon­feld aber abrücken. Der ent­stan­dene Sach­schaden ist immens.

Wie Poli­zei­spre­cher Gerald Olma am Montag sagt, wird der Schaden von den Hof-Betrei­bern auf 185.000 Euro geschätzt. Rund 120.000 Euro Schaden sei durch den Ver­lust von Heu und Stroh ent­standen. Auf rund 65.000 Euro wird der Schaden an zwei land­wirt­schaft­li­chen Geräten bezif­fert, die in unmit­tel­barer Nähe zum Heu­lager standen.

Warum das Feuer im Heu­lager aus­ge­bro­chen ist, ist nach Angaben der Heil­bronner Polizei nach wie vor unklar. „Hin­weise auf eine Fremd­ein­wir­kung gibt es nicht“, sagt Olma. Als möglich gilt auch eine Selbst­entzündung, denn die Tem­pe­ra­turen können bei Bak­te­ri­en­bil­dung im gela­gerten Heu stark ansteigen. Eine Gefahr für die Bevölke­rung habe durch den Brand nicht bestanden, sagt Gerald Olma. Ver­letzt wurden weder Mensch noch Tier. Auf dem Hof werden zahl­reiche Kühe gehalten.

Noch immer Rauch Wie berichtet hatte die Feu­er­wehr bei dem Brand auf dem Hof zunächst eine dro­hende Explo­sion ver­hin­dern müssen. Das Heu­lager befindet sich direkt neben einem Fer­menter der Bio­gas­an­lage, in dem sich orga­ni­sche Sub­stanz abbaut und Biogas bildet. Hätte das Feuer auf diesen über­ge­griffen, hätte laut Aus­sagen von Feu­er­wehr-Ein­satz­leiter Felix Mann eine Ver­puf­fung die Folge sein können. Daher kon­zen­trierte sich die Feu­er­wehr zunächst auf das Kühlen des Fer­menters. Die Rauchsäule über dem Hof war in der Region weithin sichtbar. Für Auto­fahrer auf der Auto­bahn gab es kurz­zeitig eine War­nung, dass die Sicht ein­ge­schränkt sein könnte.

Der Ein­satz der Feu­er­wehr habe bis Sonntag 13 Uhr ange­dauert, sagt Felix Mann. Vor Ort riecht es noch nach Rauch. Es könne gut sein, dass es ver­ein­zelt erneut zu Rauch­ent­wick­lungen komme.„Das stellt keine Gefahr mehr dar“, sagt der Rap­pen­auer Feu­er­wehr-Kom­man­dant weiter. Das Heu und Stroh befinde sich nun in einem weiter von der Bio­gas­an­lage ent­fernten Beton­silo, wo kein Schaden mehr ent­stehen könne. Auf dem betref­fenden Hof lebe auch ein Mit­glied der Feu­er­wehr, wes­halb man einen kurz Draht dorthin und sozu­sagen auch eine Brand­wache vor Ort habe. Für den Eigentümer sei nun in Absprache mit dem Land­ratsamt zu klären, ob die Brand­reste als Abfall ent­sorgt oder weiter ver­wendet werden können.

Schutz des Grund­was­sers Um das Grund­wasser zu schonen, habe man bei dem Ein­satz kein Son­derlöschmittel ver­wendet, erklärt Felix Mann. „Grund­wasser ist eine wich­tige Res­source“ und die Topo­gra­phie des Betriebsgeländes sei so, dass das Löschwasser zurück in den Löschteich führe – womit es wie­der­ver­wertet werden kann. Am Ein­satzort ist das deut­lich zu erkennen, denn das Löschwasser, das aus den Rohren schießt, ist nach einiger Zeit deut­lich braun verfärbt.