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Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Nordheim

Nordheimvon Marcel Karger, Feuerwehr Nordheim

„Das Jahr 2015 war wieder sehr abwechs­lungs­reich.“ Mit diesen Worten eröffnete der Nord­heimer Feu­er­wehr­kom­man­dant Sieg­bert Uzel­maier am 20. Februar die diesjährige Jah­res­haupt­ver­samm­lung. 22 Übungs­abende mit zusammen knapp 2200 Stunden und 383 Ein­satz­stunden bei 31 Einsätzen leis­teten die Flo­ri­ansjünger im ver­gan­genen Jahr ehren­amt­lich für die All­ge­mein­heit.

Die Einsätze glie­dern sich wie folgt:

14 Brand­einsätze, davon

  • 9 Brand­mel­de­alarme
  • 1 Bahn­damm­brand
  • 1 bren­nender Holz­stapel
  • 1 Küchen­brand
  • 1 Papier­con­tai­ner­brand
  • 1 PKW-Brand

17 Tech­ni­sche Hil­fe­leis­tungen, davon

  • 5 Türöffnungen Not­fall
  • 3 Ölspuren oder aus­lau­fender Kraft­stoff
  • 2 Was­serschäden
  • 1 Gas­ge­ruch
  • 1 Sturm­schaden
  • 1 Tier­ret­tung
  • 1 Türöffnung Amts­hilfe Polizei
  • 1 Ver­kehrs­si­che­rungsmaßnahme
  • 1 Ver­kehrs­un­fall PKW
  • 1 Wind­bruch

Vor allem auf die Brand­mel­de­alarme ging der Kom­man­dant dieses Jahr näher ein. Allein sechs der Alarme gingen auf das Konto der seit Sep­tember bezo­genen Ayl­be­wer­ber­un­ter­kunft im Orts­teil Nord­hausen. Feh­ler­haft instal­lierte Rauch­melder im Nass­be­reich lösten zweimal aus. Dies wurde vom Land­ratsamt Heil­bronn als Betreiber der Unter­kunft aus­ge­bes­sert. Viermal wurde durch Küchendünste oder ange­branntes Essen Alarm ausgelöst. Obwohl in den Küchen keine Rauch­melder instal­liert sind löste die Brand­mel­de­an­lage aus – durch Melder auf dem Flur. Diese vier Einsätze hätten also alle durch mehr Rücksicht ver­hin­dert werden können. Der Tages­presse konnte in den letzten Tagen ent­nommen werden, das die Nord­heimer mit der Anzahl an Alarmen mit dem Stich­wort „BMA Asyl“ nicht alleine dastehen.

Damit die Kräfte bei den Ernstfällen gut gerüstet sind wurden neben den Übungs­stunden auch zahl­reiche Lehr­gangs­stunden auf Kreis­ebene geleistet. Neben der Grund­aus­bil­dung besuchten Kame­raden auch Lehrgänge im Sprech­funk, Atem­schutz und der Jugend­ar­beit. Für die Atem­schutzgeräteträger ging es zusammen mit Kame­raden aus Lauffen und Neckar­west­heim in eine Heis­aus­bil­dungs­an­lage auf dem ehe­ma­ligen Kaser­nengelände in Kühls­heim.

Der stell­ver­tre­tende Kreis­brand­meister und Kom­man­dant der Nach­bar­wehr aus Lauffen Heiner Schiefer lobte nachdem er aktu­elle Infor­ma­tionen vom Land­ratsamt über­mit­telte das gute Mit­ein­ander im Bezirk Zabergäu-Leintal, was man auch zum Bei­spiel daran sehe das die Nord­heimer das Leis­tungs­ab­zei­chen in Bronze zusammen mit den Bra­cken­heimer Kol­legen absol­viert haben. Als Kom­man­dant der Feu­er­wehr Lauffen dankte er für die gute Zusam­men­ar­beit bei den Einsätzen.

59 Ein­satzkräfte hatte die Frei­wil­lige Feu­er­wehr Nord­heim zum 31. Dezember 2015. Somit wird der Stand vom Vor­jahr gehalten – trotz Wegzügen, eines Aus­trittes und leider auch eines Todes­falls. Es dürfen aber den­noch gerne mehr sein, vor allem in der Tages­verfügbar­keit. Im ver­gan­genen Jahr kamen unter anderem durch den Wer­betag des Kreis­feu­er­wehr­ver­bandes drei „Quer­ein­steiger“, davon eine Frau, hinzu. Drei Kame­raden wurden von der Jugend­feu­er­wehr über­nommen. Zwei bereits aus­ge­bil­dete Feu­er­wehr­ka­me­raden kamen durch Zuzug ebenso hinzu. Der aktu­elle Per­so­nal­stand beläuft sich im Detail wie folgt:

  • 59 in der Ein­satz­ab­tei­lung, davon 6 Frauen
  • 19 in der Jugend­feu­er­wehr, davon 2 Mädchen
  • 14 in der Alters­ab­tei­lung

Die Alters­ab­tei­lung bekam in der lau­fenden Ver­samm­lung Verstärkung. Werner Ziegler wech­selt durch errei­chen des 65. Lebens­jahres als „Jung­spund“ zu den Alters­ka­me­raden. Dem Haupt­feu­er­wehr­mann fällt es nach 43 Jahren sicht­lich schwer diesen vom Gesetz erfor­der­li­chen Schritt zu tun. Zum Abschied über­reichte Bürger­meister Volker Schiek einen Präsent­korb der Gemeinde. Von den Kame­raden bekam Werner Ziegler einen Gut­schein und die Zusage für Übungs­zwecke seine persönliche Schutz­ausrüstung mit­samt Spind in den Reihen der Ein­satzkräfte weiter behalten zu dürfen.

Jugend­wart Tobias Stopper berich­tete über die zahl­rei­chen Aktivitäten der Jugend­feu­er­wehr. Neben festen Pro­gramm­punkten wie der Christ­baum­samm­lung und der Feu­er­wehr­technik ging es im ver­gan­genen Jahr auch ins Aqua­toll und den Klet­ter­garten. Johann Wagner wurde in der Ver­samm­lung als Jugend­leiter ver­ab­schiedet. Mit Sergen Tun­celli und Marius Weiss hat das Jugend­lei­ter­team aller­dings gleich wieder Verstärkung erhalten.

Bürger­meister Volker Schiek lobte das Enga­ge­ment der Flo­ri­ansjünger: „Ihr Ehrenamt ver­langt viel von jedem Ein­zelnen.“ Abge­sehen von den Einsätzen sei für die Sicher­heit der Mitbürger zusätzlich eine unglaub­liche Fülle an Auf­gaben zu bewältigen.

Lehrgänge

Trupp­mann I (Grund­aus­bil­dung): Felix Gräber, Noah Heckel, Alex­ander Krava­tzky, Oliver Krenz

Sprech­funker: Sergen Tun­celli

Atem­schutzgeräteträger: Kevin Ortius, Sergen Tun­celli, Marius Weiss

Gerätewart: Ben­jamin Schickner

Jugend­grup­pen­leiter: Sergen Tun­celli, Marius Weiss

Leis­tungs­ab­zei­chen

Bronze (zusammen mit Bra­cken­heim): Steffen Barho, Daniel Frank, Lars Lischke, Jonas Nau­joks, Konrad Steinle, Sergen Tun­celli, Marius Weiss, Jannik Zim­mer­mann, Tobias Stopper, Michael Baier

Gold (zusammen mit Pfaf­fen­hofen): Ben­jamin Schickner

Beförde­rungen

Feu­er­wehr­mann: Oliver Krenz, Alex­ander Krava­tzky, Noah Heckel, Felix Gräber

Ober­feu­er­wehr­frau: Mona Batora, Jasmin Dell'Anna

Ober­feu­er­wehr­mann: Lorenzo Gior­netta, Lars Lischke

Haupt­feu­er­wehr­frau: Jes­sica Karger

Haupt­feu­er­wehr­mann: Sven Aichele, Volker Herr­mann, Sascha Lorenz, Thomas Schmid

Oberlösch­meister: Marcel Karger