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Großeinsatz der Feuerwehr bei Brand neben Biogasanlage

Bad Rappenauvon Adrian Hoffmann, HSt

Heu- und Stroh­lager auf einem Hof zwi­schen Bad Rap­penau und Bon­feld fing Feuer, nie­mand wurde ver­letzt

Der Brand eines Heu- und Stroh­la­gers auf einem land­wirt­schaft­li­chen Anwesen bei Bad Rap­penau hat am Sams­tag­abend die Feu­er­wehr in Atem gehalten. Die Ein­satzkräfte haben Schlim­meres ver­hin­dert.

Wie Feu­er­wehr-Ein­satz­leiter Felix Mann vor Ort berichtet, habe zunächst das Haupt­au­gen­merk der Feu­er­wehr­leute darauf gelegen, eine dro­hende Explo­sion in der Bio­gas­an­lage zu ver­hin­dern. Des­halb habe man den Fer­menter – darin wird die orga­ni­sche Sub­stanz abge­baut und das Gas gebildet – auf­wendig mit Wasser gekühlt. „Wir brachten Was­ser­werfer und Wen­de­rohre in Stel­lung“, sagt er. Damit sei sicher­ge­stellt worden, dass die Kühlung des Fer­menters auf­recht erhalten bleibe.
Schaufel um Schaufel Dann beginnt die eigent­liche Arbeit, die für die Feu­er­wehr­leute die Nacht über und den nächsten Morgen andauern wird. Das Feuer im Stroh wird gelöscht. Das Stroh werde aus­ein­ander gezogen, erklärt Felix Mann – letzt­lich Schaufel um Schaufel. Das Pro­blem sei, dass man anders nicht an die Glut­nester im 20 auf 50 Meter großen Silogebäude gelange, so der Kom­man­dant.

Der Rauch über dem Anwesen in der Schwai­gerner Straße zwi­schen Bad Rap­penau und dem Teilort Bon­feld ist am Sams­tag­abend weithin sichtbar. Der Brand war gegen 18.30 Uhr fest­ge­stellt worden. Offenbar hatte ein Auto­fahrer auf der Auto­bahn die Rauchsäule wahr­ge­nommen und die Ein­satzkräfte infor­miert. Der Eppinger Polizei-Revier­leiter Fred Walko ist vor Ort. Die Ursache für das Feuer sei noch unklar, sagt er, ebenso die Höhe des Sach­scha­dens. Die Rauchsäule sei anfangs sehr dunkel gewesen und man habe mit Messgeräten geprüft, ob die Bevölke­rung gewarnt werden müsse, so Walko. Aller­dings sei der Hof ein Stück vom Ort ent­fernt, wes­halb eine War­nung der Öffent­lich­keit nicht nötig gewesen sei. Die Polizei habe die Straße zwi­schen Rap­penau und Bon­feld gesperrt, schil­dert Walko. Kurz­zeitig habe es eine War­nung im Ver­kehrs­funk gegeben, dass die Sicht auf der Auto­bahn ein­ge­schränkt sein könnte.

Was­ser­spa­rend Ver­letzt wurde nach Angaben von Feu­er­wehr-Ein­satz­leiter Felix Mann nie­mand. Zahl­reiche DRK-Ret­tungskräfte waren präventiv vor Ort. Glücklich ging das Geschehen auch für zahl­reiche Kühe aus, die auf dem Hof gehalten werden. Ins­ge­samt waren 120 Kräfte am Ein­satzort, neben der Feu­er­wehr Rap­penau waren die Wehren aus Bad Wimpfen, Heil­bronn und Neckar­sulm betei­ligt.

Am nächsten Morgen sagt Thomas Wachno von der Rap­pen­auer Feu­er­wehr: „Fast alle von uns sind jetzt am Ende ihrer Kräfte.“ Es gibt auch posi­tive Aspekte: Das Wasser, das zum Löschen ver­wendet wird, läuft in den Löschteich ab und kann dadurch „sozu­sagen recy­celt“ werden, so Wachno. „Trink­wasser ist eine schutzwürdige Res­source und wir müssen es ja nicht ohne Not ver­schwenden.“