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Gochsener Wehr bekommt neuen Mannschaftstransportwagen

Hardthausenvon Julia Neuert, HSt

Gemein­derat in Hard­hausen beschließt ein­stimmig den Feu­er­wehr­be­darfs­plan: mit neuem Fahr­zeug für die Goch­sener Wehr und Sanie­rung des Feu­er­wehr­hauses.

„Ich habe erst ver­gan­genen Samstag wieder gemerkt, was man mit einem Mann­schafts­trans­port­wagen (MTW) alles machen kann“, sagte Klaus Herold, Kom­man­dant der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Hardt­hausen.

Eigenes Auto nicht zumutbar

Zudem sei es nicht zumutbar, dass die Ehren­amt­li­chen mit einem eigenen Auto zum Ein­satz kommen müssen. 2019 soll daher auch die Abtei­lung Gochsen einen MTW bekommen. So sieht es der fort­ge­schrie­bene Feu­er­wehr­be­darfs­plan vor, den der Gemein­derat in seiner jüngsten Sit­zung ein­stimmig beschloss.

Vielfältiger Mann­schafts­trans­port­wagen

Die Frei­wil­lige Feu­er­wehr Hardt­hausen besteht aus den Abtei­lungen aller drei Orts­a­t­eile. Kocher­steins­feld und Lam­polds­hausen haben bereits MTWs, Gochsen noch nicht. „Gerade bei Sturm oder Hoch­wasser kann man mit einem MTW aber meh­rere Sta­tionen bedienen“, erklärte Herold. Ebenso könne damit mehr Gerät trans­por­tiert werden, weil der Wagen eine große Ladefläche hat.

In Gochsen liegt viel im Argen

Spätes­tens 2025 brauche die Abtei­lung Gochsen auch ein neues Löschfahr­zeug, weil dann das alte nach 30 Jahren aus­ge­mus­tert wird. Dann muss auch das Feu­er­wehr­haus saniert bezie­hungs­weise das Erd­ge­schoss neu gebaut werden. Denn die Ein­fahrtshöhe dort beträgt nur drei Meter. Mit dem neuen Löschfahr­zeug 10 aus Lam­polds­hausen machte die Wehr ver­gan­genes Jahr den Test. Das Ergebnis: Die Tore sind zu niedrig. Stan­dardhöhe sind heute 3,60 Meter. „Und dort ist noch anderes im Argen“, fügte Kom­man­dant Herold hinzu.

Stein­bach und Buchs­bach

Gemein­derat Wolf­gang Dorsch regte an, als Über­schwem­mungs­ge­biete nicht nur den Kocher, son­dern auch den Stein­bach und den Buchs­bach auf­zu­nehmen. „Die gehören doch auch mit rein“, sagte er. Zugleich wollte Dorsch, selbst Mit­glied der Feu­er­wehr Hardt­hausen, wissen, warum im Feu­er­wehr­be­darfs­plan nicht immer beide nachrückenden Abtei­lungen genannt würden. „Es werden alle drei alar­miert, aber nur ein Nachrücker muss drin­stehen“, erklärte Herold. Auch, wenn die zwei anderen Abtei­lungen beide inner­halb von 15 Minuten vor Ort wären. „Da geht es ums Prinzip“, betonte Dorsch. Bürger­meister Harry Brunnet sprach sich daher dafür aus, auch die zweite nachrückende Abtei­lung jeweils noch auf­zu­nehmen.

Sanie­rung beginnt spätes­tens 2022

In der mit­tel­fris­tigen Finanz­pla­nung der Gemeinde sind 60 000 Euro für die Feu­er­wehr ein­kal­ku­liert. Ob es Zuschüsse nur für Fahr­zeuge oder auch für Gebäude gebe, wollte Rätin Ste­fanie Miene wissen. „Auch für Gebäude“, infor­mierte Bürger­meister Brunnet. „Viel­leicht zwi­schen 25 und 30 Pro­zent.“ Mit der Sanie­rung des Feu­er­wehr­hauses Gochsen müsse man spätes­tens 2022 beginnen, eher noch früher, sagte der Rat­haus­chef. Um die Hilfs­fristen im Gemein­de­ge­biet überall ein­halten zu können, braucht Hardt­hausen alle drei Feu­er­wehr­stand­orte.