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Gleich drei Gerätehäuser müssen saniert oder neu gebaut werden - Situation in Grombach besonders unbefriedigend.

Bad Rappenauvon Nicole Theuer, HSt

Bad Rap­penau, Grom­bach, Ober­gim­pern: An diesen drei Stand­orten muss die Stadt in die Infra­struktur der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr inves­tieren. In Grom­bach und Bad Rap­penau sollen an neuen Stand­orten zeitgemäße Feu­er­wehrhäuser ent­stehen, in Ober­gim­pern wird am bewährten Standort das in die Jahre gekom­mene Domizil saniert.
„Der Arbeits- und Unfall­schutz hat uns gedrängt, Ober­gim­pern anzu­gehen“, sagt Kom­man­dant Felix Mann. Die Mängel­liste an dem Gebäude, das nicht nur von der Feu­er­wehr genutzt wird, son­dern im hin­teren Bereich unter anderem dem DRK-Orts­verein als Domizil dient, war lang. Ange­fangen von den Fliesen in der Fahr­zeug­halle, die teil­weise beschädigt waren oder schon ganz fehlten und nicht den Vor­schriften ent­spra­chen, über eine feh­lende Absaug­an­lage und das Fehlen von geschlech­ter­ge­trennten Umkleideräumen bis hin zu man­gelnden Abständen zwi­schen den Ausrüstungs­ge­genständen. „Es gab viele Vor­gaben“, so Mann.

Zu den Mängeln im Inneren des Gebäudes kam ein gra­vie­render bau­li­cher Mangel: „Die Tore waren zu niedrig“, sagt Mann, „man musste schon auf­passen, wenn man raus- oder rein­fahren wollte.“ Doch nicht nur die Höhe berei­tete Pro­bleme, die alten Tore ließen sich zudem nicht immer ganz öffnen.

Dach­stuhl ange­hoben In einem ersten Schritt wurde daher der Dach­stuhl über der Fahr­zeug­halle ange­hoben, so dass die Tore erhöht werden konnten. Gleich­zeitig wurde ein neuer Trakt an den bestehenden hin­teren ange­baut, in dem sich die Umkleiden befinden. Hier wurde ein sepa­rater Ein­gang geschaffen. Daneben wird ein Funk­ar­beits­platz ein­ge­baut und die Möglich­keit für eine Not­strom­ein­spei­sung geschaffen. „Wenn die Reno­vie­rung Mitte bis Ende Juni abge­schlossen ist, befindet sich das Feu­er­wehr­haus auf dem neu­esten Stand der Technik“, erklärt Mann. Des­halb werde auch die Technik im Gebäude erneuert, der Schu­lungs­raum reno­viert und etwas für die Gesel­lig­keit getan. „Wir haben darauf geschaut, dass sich die Kame­raden zu einem gewissen Teil in die Arbeiten ein­ge­bracht haben und beim Abbruch und der Aus­la­ge­rung der Ausrüstung und der Wie­der­ein­rich­tung Hand ange­legt haben“, sagt Mann. Und das aus gutem Grund: „Das dient der Iden­ti­fi­ka­tion mit der Abtei­lung und ihrem Gebäude.“

Während in Ober­gim­pern im Bestand saniert wird, muss in Bad Rap­penau und Grom­bach neu gebaut werden. „Es ist allen klar, dass wir für die Kern­stadt einen Neubau brau­chen“, sagt Mann, „wir haben bereits Grundstücke bewertet und sind nun dabei, Lösungen zu finden.“ Denn der Neubau werde ein Mei­len­stein für die kom­menden 40 oder 50 Jahre sein.

Neben den Anfor­de­rungen für den Fuhr­park denkt Mann auch an zeitgemäße Räume zum Bei­spiel für die Jugend­ar­beit. „Denkt man bei­spiels­weise in Rich­tung Kin­der­feu­er­wehr, dann ist klar, dass man die Kinder nicht im Schu­lungs­raum für die Erwach­senen unter­bringen kann.“ Des­halb gelte es, in allen Berei­chen an die Bedürfnisse für die kom­menden Jahre zu denken.

Kein Wohlfühl-Ort Das soll auch in Grom­bach geschehen. „In dem Feu­er­wehr­haus kann man sich nicht wohlfühlen“, sagt Mann. Die Dusche zum Bei­spiel sei in die enge, schmale Küche ein­ge­baut und könne des­halb nicht genutzt werden. Das Löschfahr­zeug steht in Grom­bach in der Orts­mitte, der Mann­schafts­trans­port­wagen in einer Garage bei der Grund­schule. „Wir wollen alles an einem Standort zusam­menführen.“ Inzwi­schen ist man sich über die Lage des geplanten Neu­baus einig geworden. „Zunächst war sei­tens der Stadt ein Grundstück im Gewer­be­ge­biet, das in ihrem Eigentum steht, ange­dacht“, berichtet der Kom­man­dant.

Wahr­neh­mung Doch dieses Grundstück liege zu weit außerhalb und es war klar, dass die Feu­er­wehr im Ort bleiben soll, zumal eine Fusion mit einer anderen Abtei­lung über­haupt nicht zur Debatte stehe, wie Mann sagt. Der Wunsch, im Ort zu bleiben, kommt außerdem nicht von ungefähr. „Die Feu­er­wehr möchte wahr­ge­nommen werden“, sagt der Kom­man­dant.

Neue Fahr­zeuge

Die Abtei­lungen Grom­bach und Ober­gim­pern sollen in abseh­barer Zeit neue Fahr­zeuge erhalten. „In Grom­bach werden wir mit­tel­fristig einen neuen Mann­schafts­trans­port­wagen beschaffen“, erklärt Kom­man­dant Felix Mann, in Ober­gim­pern muss der Schlauch­wagen von 1985 ersetzt werden. Zudem wird noch in diesem Jahr die Aus­schrei­bung für ein neues LF10 erfolgen. „Mit einer Aus­lie­fe­rung rechnen wir in 2023.“ Das neue Fahr­zeug werde spe­ziell für die Was­serförde­rung ausgerüstet, sagt Mann, „denn wir haben die Beson­der­heit, dass wir in der Flächen­ge­meinde viele Aus­sied­lerhöfe haben und die Was­serförde­rung über lange Stre­cken sicher­stellen müssen.“