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Gemeinsam sind wir stärker

Leingartenvon Pascal Schukraft, THW Weinsberg

Feu­er­wehr und Tech­ni­sches Hilfs­werk (THW) müssen im Ein­satz­fall Hand in Hand arbeiten, um effektiv Hilfe leisten zu können. Damit jede Hilfs­or­ga­ni­sa­tion weiß, was die andere macht, führten das THW Weins­berg und die Feu­er­wehr Lein­garten am 10. und 16. Oktober eine gemein­same Aus­bil­dung durch.

Zu Beginn der Aus­bil­dung wurde das THW und seine Struk­turen vor­ge­stellt. Eine Präsen­ta­tion über unsere Fach­gruppe Beleuch­tung und den Fach­be­rater des THW run­dete die Vor­stel­lung über das THW als bun­des­weite Behörde ab. An ins­ge­samt zwei Sta­tionen konnten anschließend die rund 30 Kame­ra­dinnen und Kame­raden in gemischten Gruppen die Zusam­men­ar­beit üben und die Gerätschaften der jeweils anderen ken­nen­lernen.

Um Ver­letzte aus höheren Lagen zu retten, gibt es ver­schie­dene Tech­niken. Genau das wurde an der ersten Sta­tion geübt. Die gängigste in der Feu­er­wehr ange­wen­dete Methode ist die mit der Dreh­leiter. Im THW ist es zu einem der Lei­ter­hebel. Der Lei­ter­hebel dient in Ver­bin­dung mit dem Schleif­korb zum waa­ge­rechten Ablassen oder Hoch­ziehen von Ver­letzten und zum Über­winden von Höhen­un­ter­schieden. Die zu ret­tenden Per­sonen werden dazu im Schleif­korb gesi­chert. Der Schleif­korb wird anschließend hori­zontal an der mit Leinen befes­tigten Leiter her­un­ter­ge­lassen. Zwar ist es zeit­auf­wen­diger, den Lei­ter­hebel ein­zu­richten, dafür kann er auch an Stellen zum Ein­satz kommen, die Feu­er­wehr­fahr­zeuge, auf denen die Dreh­leiter mon­tiert ist, nicht errei­chen.

Beson­deres High­light für die THW Helfer war die Sta­tion mit der Feu­er­wehr. Zu Beginn wurde kurz das Fahr­zeug und die Bela­dung begut­achtet. Danach wurde in Team­ar­beit ein 3-teil­iger Lösch­an­griff auf­ge­baut. Der 3-teilige Lösch­an­griff ist die Grund­lage des Vor­ge­hens bei einem Brand­ein­satz. Hierzu gehören der Aufbau der Was­ser­ver­sor­gung vom Hydranten zum Löschfahr­zeug, der Aufbau einer Schlauch­lei­tung zum Ver­teiler und dem Vor­gehen der ein­zelnen Trupps zum Lösch­an­griff. Dann hieß es „1. C-Rohr Wasser marsch“. Mit einem beacht­li­chen Was­ser­druck schoss das Wasser aus dem Hohl­strahl­rohr. „Das ist schon beach­tens­wert, was die Feu­er­wehr bei einem Brand leisten muss“, sagte ein Helfer des
THW Weins­berg zum Abschluss der Sta­tion.

Den Feu­er­wehr­lern bot sich so die Möglich­keit Erfah­rung mit der THW Arbeits­weise zu sam­meln. Aber auch für die THW Helfer gab es sehr inter­es­sante Ein­blicke in die Arbeit der Feu­er­wehr. Die anschließenden Fahr­zeug­vor­stel­lungen und Gespräche run­deten den Aus­bil­dungs­abend erfolg­reich ab. Kurz gesagt war es für beide Orga­ni­sa­tionen eine abwechs­lungs­reiche Aus­bil­dung und eine gute Vor­be­rei­tung auf even­tu­elle gemein­same Einsätze. Die Ver­ant­wort­li­chen beider Orga­ni­sa­tionen zogen ein posi­tives Resümee und waren sich einig, dass dies nicht die letzte gemein­same Aus­bil­dung gewesen sein soll.