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Gemeinderat hebt Entschädigung für Einsatzkräfte an

Massenbachhausenvon Simon Gajer, HSt

Mas­sen­bach­hausen folgt den Emp­feh­lungen des Gemein­de­tags und hebt die Entschädigungen für Mit­glieder der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr an. Der Gemein­derat stimmte dem Vor­schlag der Ver­wal­tung ein­ver­nehm­lich zu. Bürger­meister Nico Morast betont, dass dies eine sym­bo­li­sche Aner­ken­nung für die Leis­tungen der Mit­glieder sei. Kom­man­dant Mat­thias Schüßler sieht das genauso: „Nie­mand ist bei der Feu­er­wehr, um Geld zu ver­dienen.“ Sie seien dabei, um zu helfen – egal zu wel­cher Uhr­zeit, auch nachts um drei, wenn sie alar­miert würden.

Unterstützung Zahl­reiche Städte und Gemeinden in der Region passen zur­zeit ihre Feu­er­wehr-Entschädigungs­sat­zung an, und sie ori­en­tieren sich dabei an den Richtsätzen der Verbände. So auch Mas­sen­bach­hausen: Für Einsätze erhalten Mit­glieder nun zehn Euro je Stunde, bis­lang waren es acht Euro. Außerdem zahlt die Gemeinde eine Auf­wands­entschädigung für Aus- und Fort­bil­dungen. Der Satz für die ersten drei Stunden steigt von acht auf zehn Euro, danach werden wei­terhin fünf Euro pro Stunde gewährt. Der Ver­dienst­aus­fall wird eben­falls erstattet. Außerdem bekommt der Kom­man­dant 960 Euro im Jahr, der­zeit sind es 250 Euro. Der Stell­ver­treter erhält 480 Euro (125 Euro), der Jugend­feu­er­wehr­wart 288 Euro (125 Euro), der Gerätewart 384 Euro (150 Euro) sowie Schriftführer und Kas­sen­ver­walter jeweils 192 Euro (50 Euro).

Gemein­derat und Bürger­meister stehen hinter den örtli­chen Ret­tungskräften. „Die Feu­er­wehr ist eine Insti­tu­tion in der Gemeinde und leistet einen wich­tigen Dienst“, betont Bürger­meister Morast. Die Mit­glieder helfen unter Ein­satz ihres Lebens. Ihnen müsse man daher „größte Wertschätzung und Aner­ken­nung“ ent­ge­gen­bringen.

Quer­ein­steiger 34 Mit­glieder umfasst die Ein­satz­ab­tei­lung, zehn Jugend­liche gehören zum Nach­wuchs, die Alters­wehr ist 14 Mit­glieder stark. Kom­man­dant Mat­thias Schüßler, der mit seinem Bruder Alex­ander als Stell­ver­treter die Wehr führt, ist mit den Zahlen zufrieden. „Das ist in Ord­nung“, sagt er mit Blick auf die Gemein­degröße. Mal kamen inner­halb von zwei Jahren sechs soge­nannte Quer­ein­steiger hinzu. Dar­unter ver­steht man Mit­glieder, die nicht über die eigene Jugend an die Feu­er­wehr her­an­ge­zogen werden, son­dern als Erwach­sene dazustoßen. „Ich bin froh, wenn Quer­ein­steiger kommen“, sagt der Kom­man­dant. Wich­tigstes Mittel, um neue Ein­satzkräfte zu gewinnen, bleibe aber die Jugend.

Mas­sen­bach­hausen behält die Tages­be­reit­schaft im Auge. Das ist vie­ler­orts ein Pro­blem: Wenn Ein­satzkräfte außerhalb der Gemeinde arbeiten, stehen sie bei Einsätzen tagsüber nicht zur Verfügung. Auch das Rat­haus ist hier wichtig. Ein Bauhof-Mit­ar­beiter sei Mit­glied einer anderen Wehr, sagt Nico Morast. Tagsüber könne er des­halb bei Einsätzen in Mas­sen­bach­hausen ausrücken. Bei der Anzahl der Einsätze pro Jahr liegt die Gemeinde 2018 über dem Schnitt: Gewöhnlich sind zwi­schen zehn und 15 üblich, 2018 sind es bereits 18.

Unter­dessen hofft die Gemeinde, im April einen neuen Mann­schafts­trans­port­wagen in Dienst stellen zu können. Er ersetzt ein 27 Jahre altes Fahr­zeug und ist sehr wichtig. Mit ihm kommen die Mas­sen­bach­hau­sener zu den Lehrgängen und nach Heil­bronn, um die Atem­schutz­fla­schen zu befüllen. Der Wagen werde benutzt, um zur Abnahme von Leis­tungs­ab­zei­chen und zu Übungen zu gelangen. Als Logis­tik­fahr­zeug sei es bei Einsätzen gefragt, zählt der Kom­man­dant auf. „Das Fahr­zeug ist das am meisten bewegte in der Feu­er­wehr.“ Die Gemeinde rechnet mit Kosten in Höhe von 50 000 Euro; inklu­sive der Umbauten für Einsätze. Bei­spiels­weise werden Plas­tik­teile aus­ge­tauscht, auch das Funkgerät muss ein­ge­baut werden.