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Gasexplosion in Lauffen

Lauffen a.N.von Michael Kenngott, Feuerwehr Lauffen a.N.

Durch einen lauten Explo­si­ons­knall aus der samstägli­chen Mor­gen­ruhe gerissen, melden auf­ge­schreckte Anwohner der Leit­stelle ein teil­weise ein­gestürztes Gebäude und einen Brand­aus­bruch in einem angren­zenden Gebäude­kom­plex im Bereich der Stutt­garter Straße/Pau­li­nen­straße in Lauffen.

Bei der Erkun­dung vor Ort, stellt Ein­satz­leiter Peter Link in der Pau­li­nen­straße ein im hin­teren Gebäude­teil kom­plett ein­gestürztes Gebäude fest. Aus dem an die Stutt­garter Straße angren­zenden Gebäude dringt aus einem Fenster im 1. Ober­ge­schoss dichter Rauch heraus. Die Befra­gung der Anwohner ergibt, dass min­des­tens sechs Per­sonen ver­misst sind.

Durch die mit Lösch- und Gerätezug ausgerückte Feu­er­wehr wird unverzüglich die Per­so­nen­suche und Brandbekämpfung im vor­deren Gebäude ein­ge­leitet. Von der Ein­satz­lei­tung erfolgt hin­sicht­lich der Trümmer­lage eine Alar­mie­rung der Ret­tungs­hun­de­staffel. Durch den ASB-Ret­tungs­dienst wird nach Absprache mit der Ein­satz­lei­tung, eine Ver­letz­ten­sam­mel­stelle auf­ge­baut und unter­halten.

Schnell ist der Brand im Ober­ge­schoss gelöscht und zwei auf­ge­fun­dene Per­sonen können mit Beglei­tung aus dem über­druckbelüfteten Gebäude zur wei­teren Ver­sor­gung an den Ret­tungs­dienst überg­eben werden. Eine nicht gehfähige Person wird über die Dreh­leiter aus dem Gebäude gerettet, wo diese dann eben­falls durch den Ret­tungs­dienst über­nommen wird.

Von der nun ein­ge­trof­fenen Ret­tungs­hun­de­staffel Unter­land, erfolgt eben­falls nach Absprache mit der Ein­satz­lei­tung eine Trümmer- und Flächen­suche im Hof­be­reich des ein­gestürzten Gebäudes. Dort zeigt nach kurzer Suche ein Ret­tungs­hund einen Per­so­nen­fund an. Die unter einer Beton­platte ein­ge­klemmte Person, wird im Zusam­men­spiel von Ret­tungs­dienst und Feu­er­wehr unter Ein­satz von Hebe­kissen aus der miss­li­chen Lage befreit. Im wei­teren Ver­lauf zeigen zwei ein­ge­setzte Ret­tungs­hunde im Kel­ler­be­reich des Ein­sturz­haus einen wei­teren Fund an. Auch diese Person kann durch den Ein­satz eines Steck­lei­ter­teils, das Kel­ler­ge­schoss selbst ver­lassen.

Bei einer Abschluss­suche der Ret­tungs­hunde, im durch Bau­streben abge­si­cherten Brandgebäude, wird in einem Kel­ler­ge­schoss eine offen­sicht­lich unver­letzte Person auf­ge­funden, aus dem Gebäude ver­bracht und eben­falls an den Ret­tungs­dienst überg­eben.

Glückli­cher­weise han­delt es sich bei diesem Ein­satz nur um eine gemein­same Ein­satzübung des ASB-Ret­tungs­dienst, der Ret­tungs­hun­de­staffel Unter­land und der Feu­er­wehr Lauffen. Froh ist man darüber, dass man mit den beiden Abrissgebäuden des ASB in Lauffen eine geeig­nete Platt­form für so ein Übungs­sze­nario finden konnte.

Einig sind sich die Übungs­planer darüber, dass das beab­sich­tigte Ziel der Übung, die Zusam­men­ar­beit der ver­schie­denen Fach­be­reiche, sehr gut umge­setzt worden ist.