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Feuerwehrkommandanten tauschen sich aus

von Rudolf Landauer, HSt

Ihre Kon­takte unter­ein­ander sind in der Regel dienst­lich, etwa bei Fort­bil­dungen. Nicht selten aber auch bei ernsten Anlässen wie Bränden und schweren Unfällen. „Wir können aber auch privat und gesellig“, sagt der stell­ver­tre­tende Kreis­brand­meister und Möckmühler Kom­man­dant, Uwe Thoma.

Den Abtei­lungs­kom­man­danten des Neu­en­stadter Teil­ortes Cle­ver­sulz­bach, Jürgen Heiß, konnte er für das diesjährige Kom­man­dan­ten­treffen gewinnen, und der war mit seiner Mann­schaft am Samstag ein exzel­lenter Gast­geber in der Kel­ter­halle. Thoma sieht in diesen Zusam­menkünften eine gute Gele­gen­heit, andere Gebiete ken­nen­zu­lernen und die freund­schaft­liche Zusam­mengehörig­keit nicht nur unter den Kame­raden, son­dern auch mit den Part­ne­rinnen zu stärken. Darauf ging auch Neu­en­stadts Bürger­meister Nor­bert Heuser ein, der die Leis­tung der Feu­er­wehr würdigte, aber auch die wich­tige Rolle der Partner her­vorhob.

„Wer von einem schweren Ein­satz heim­kommt, der braucht jemanden, der zu ihm steht. Der eine schweigt nur, der andere will nur reden“, hob Heuser hervor und sich ausdrücklich bei den Frauen der Kom­man­danten bedankte.

Kultur Die Kom­man­danten des Bezirks 4 aus Hardt­hausen, Jagst­hausen, Lan­gen­bret­tach, Neu­en­stadt, Möckmühl, Neu­denau, Roig­heim, Wid­dern und der DLR Werks­feu­er­wehr ver­brachten einen Nach­mittag ohne Vor­schriften, Dienstpläne, Ein­satz­be­spre­chungen, dafür mit Kaffee, Kuchen, gutem Essen und Kultur. Der pro­funde Mörike-Kenner Werner Uhl­mann aus Cle­ver­sulz­bach zeigte den 60 Teil­neh­mern das Mörike-Museum und die Grabstätten der Familie Mörike. Für Hei­ter­keit sorgte die Erklärung von Nor­bert Heuser, wie es dazu kam, dass an der Auto­bahn ein großes Schild auf „Mörike Cle­ver­sulz­bach“ hin­weist. Bei einer Brandübung im Auto­bahn­tunnel mit Voll­sper­rung 2003 war der dama­lige Regie­rungs­vi­zepräsident Dr. Horst Rapp dabei. Dem Neuenstädter Wunsch, ein Mörike-Hin­weis­schild an der Auto­bahn zu bekommen, ver­sprach Rapp zu erfüllen.

Just zum 200. Geburtstag Mörikes im Jahr 2004 löste Dr. Horst Rapp sein Ver­spre­chen als beken­nender Mörike-Fan ein und enthüllte die zwei Schilder in beiden Fahrt­rich­tungen persönlich. „Kurze Zeit darauf ver­ab­schie­dete sich Rapp in den Ruhe­stand − ein Mann, der sein Wort hielt“, betonte Heuser.

Schot­ti­sches Inter­mezzo Der Text auf dem Schild lautet „Mörike Cle­ver­sulz­bach“ und zeigt die Motive Turm­hahn, die Kirche und ein Pro­fil­sche­ren­schnitt von Mörike. Einen Über­ra­schungs­gast hatte Jürgen Heiß für seine Gäste parat. Urplötzlich wurde es nämlich richtig schot­tisch in der Kel­ter­halle. Der Walldürner Lars Win­disch mar­schierte im Kilt und mit Dudel­sack in der Halle ein und ver­zau­berte die Gäste mit seiner ganz beson­deren Musik.

Bild: Feu­er­wehr­kom­man­danten im Bezirk 4 und ihre Frauen lernten in lockerer Runde den Mörike-Ort Cle­ver­sulz­bach kennen.Foto: Rudi Land­auer