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Feuerwehrhaus in Neuenstadter Kernstadt ist veraltet

Neuenstadt a.K.von Vanessa Müller, HSt

Der Gemein­derat hat in seiner Sit­zung den Bedarfs­plan der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr abge­segnet. 2019 fällt die Ent­schei­dung, ob das ver­al­tete Feu­er­wehr­haus in der Schaf­gasse ver­legt oder erneuert wird. Die Mängel­liste ist lang.

Schon jetzt kann das Feu­er­wehr­haus in der Schaf­gasse nur unter bestimmten Bedin­gungen über­haupt weiter genutzt werden. Die Mängel in dem Gebäude von 1985 sind erheb­lich, betonte Neu­en­stadts Kom­man­dant Hartmut Schaf­froth in der jüngsten Gemein­de­rats­sit­zung.

Zieht es in den kom­menden Jahren gemeinsam mit Bauhof und Stadt­werken auf das Gelände der alten Auto­bahn­meis­terei? Oder wird es am alten Standort vergrößert und erneuert? Dazu läuft bereits eine Mach­bar­keits­studie. Wie es ansonsten um die Frei­wil­lige Feu­er­wehr bestellt ist und welche Anschaf­fungen nötig sind, zeigte Schaf­froth dem Gre­mium anhand eines Bedarfs­plans auf. Die Räte seg­neten ihn ein­stimmig ab.

Die Mängel­liste des Feu­er­wehr­hauses in der Kern­stadt ist lang: Tore und Dach müssten saniert werden, es fehlt an Platz, die Funk­zen­trale ist zu klein, es fehlen sanitäre Anlagen für Frauen, die Umkleideräume haben keine soge­nannte Schwarz-Weiß-Tren­nung, es gibt keine freien Spinde mehr - und das ist lange nicht alles. Auch Kreis­brand­meister Uwe Vogel, der eben­falls in die Sit­zung gekommen war, hat die Dring­lich­keit eines Umbaus oder Umzugs erkannt. Er ver­sprach: „Sobald der Antrag auf meinem Tisch liegt, bekommen sie noch im selben Jahr einen Zuschuss.“

Klärung bis zum Frühjahr 2019

Bis zum Frühjahr 2019 soll die Mach­bar­keits­studie abge­schlossen sein, ergänzte Bürger­meister Nor­bert Heuser. Dann müsse die Feu­er­wehr dis­ku­tieren, ob sie sich im Falle des Falles für eine Ver­la­ge­rung ent­scheidet. Die Feu­er­wehrhäuser der Abtei­lungen Cle­ver­sulz­bach sowie Stein-Kochertürn ent­spre­chen den Anfor­de­rungen, es sind nur klei­nere Sanie­rungen nötig, führte Schaf­froth aus.

Daneben ist die Frei­wil­lige Feu­er­wehr in Neu­en­stadt, die unter anderem auch für knapp sechs Kilo­meter der A 81 zuständig ist, relativ gut auf­ge­stellt. Die Neu­en­stadter können Einsätze bis zur Gefah­renstärke drei abde­cken, das ent­spricht etwa einem Dach­stock­brand. Die Kame­raden halten die vor­ge­schrie­benen Ein­treff­zeiten an den Ein­satz­stellen zu einem hohen Pro­zent­satz ein. Können die per­so­nellen Min­dest­an­for­de­rungen einmal nicht erfüllt werden, wird die Feu­er­wehr Neckar­sulm mit Löschzug alar­miert.

Auch bei tech­ni­schen Hil­fe­leis­tungen ist Neu­en­stadt gut auf­ge­stellt. 2012 wurde außerdem eine Dreh­leiter beschafft. 2018 steht in der Kern­stadt die Ersatz­be­schaf­fung eines Mann­schaft­trans­port­wa­gens auf dem Pro­gramm. Cle­ver­sulz­bach bekommt eben­falls einen sol­chen und 2019 einen Mehr­zweckanhänger.

Neue Mit­glieder werben

Die Neu­en­stadter Wehr hat ins­ge­samt 196 Mit­glieder, davon sind sechs weib­lich. Der Nach­wuchs kam bisher über die Jugend­ab­tei­lung. Aller­dings muss beson­ders die Ein­satz­ab­tei­lung in der Kern­stadt zulegen. Sie hat 53 Mit­glieder, das ist ent­spricht gerade mal 0,9 Pro­zent der Ein­wohner. Es sollten eigent­lich 77 sein. In Cle­ver­sulz­bach gibt es keine Jugend­feu­er­wehr mehr. Des­halb sollen Wer­bemaßnahmen ergriffen werden. Kom­man­dant Schaf­froth: „Seit diesem Jahr fährt zwi­schen Neu­en­stadt und Heil­bronn bereits ein mit Feu­er­wehr­nach­wuchs­wer­bung beklebter Lini­enbus.“