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Feuerwehrfest bei Traumwetter - Viele Gäste lassen sich den Tag der offenen Tore nicht entgehen

Möckmühlvon Rudolf Landauer, HSt

Von Gins­heim-Gus­tavs­burg bei Mainz kamen Feu­er­wehr­freunde mit ihrem urigen Fahr­zeug ins Jagsttal gerollt und bilden beim Fest­platz vor dem Feu­er­wehrgerätehaus mit ihrem Magirus Deutz 135 D 12 mit 135 PS und aus dem Bau­jahr 1969 eine urige Kulisse. „Wir haben unsere Freunde aus Mainz bei unserem 150-jährigen Feu­er­wehr­jubiläum vor fünf Jahren ken­nen­ge­lernt. Seither besu­chen sie regelmäßig unser Herbst­fest“, nennt Möckmühls Feu­er­wehr­kom­man­dant Uwe Thoma den Grund für den weiten Weg.

Leerer Magen Als Gero und Heike Liss­mann am Sonn­tag­mittag den Jagst­tal­radweg ent­lang radeln, ent­de­cken sie an der Jagstbrücke das neu auf­ge­stellte knall­gelbe Schild „Feu­er­wehr­fest“ mit Rich­tungs­pfeil über die Brücke: „Unser Magen hat uns ange­zeigt, dass er etwas möchte, und bei der Feu­er­wehr gibt es bestimmt etwas“, meint das Paar. Sie liegen völlig richtig. Die Möckmühler Feu­er­wehr­leute grillen bei ihrem Herbst­fest nämlich nicht nur Steaks und Würste, da gibt es auch echte Haus­manns­kost, die ankommt bei den Gästen. Natürlich dürfen Weißwürste mit Bre­zeln und bay­ri­schem Senf nicht fehlen. Schupf­nu­deln (Bube­spitzle) mit Sau­er­kraut findet man ebenso wie kna­ckig gegrillte Scheiben vom Sau­schlegel oder Linsen mit Spätzle. Sau­magen gibt es nicht nur in der Pfalz, auch im Jagsttal wird das Gericht gerne ver­speist.

Die Land­frauen Möckmühl steuern eben­falls leckeren Zwie­bel­ku­chen und Besen­brot zum Fest der Feu­er­wehr bei. Am Sams­tag­abend zieht ein Fackelzug vom Gerätehaus zur Alt­stadt. Kom­man­dant Uwe Thoma freut sich: „Wir haben 100 Fackeln an Kinder aus­ge­geben, die alle zusammen mit Kin­dern mit Lam­pions mit­ge­laufen sind, das war richtig schön“, schwärmt er.

Glücks­fall Als einen Glücks­fall bezeichnet Thoma die Ver­pflich­tung der Odenwälder Trach­ten­ka­pelle. Die Kapelle heizt Sams­tag­abend von Beginn an die Halle, wo sonst die Feu­er­wehr­autos stehen, kräftig ein. Wenn die Mudauer Musi­ke­rinnen und Musiker in ihren feschen Trachten aus dem benach­barten Neckar-Oden­wald-Kreis los­legen, dauert es nicht lange und die ersten Gäste stehen auf den Bänken. „Die machen ein­fach eine hinreißend tolle Unter­hal­tung, da macht ein­fach jeder mit“, bemerkt Uwe Thoma, dem es auch nichts aus­macht, dass es 3 Uhr in der Früh wird, bis die letzten Gäste gehen. „Da standen sogar die Musiker selber auf den Tischen“, sagt Thoma, der ein überaus enga­giertes Hel­fer­team um sich weiß, auf das er sich ver­lassen kann. Auf den blauen T-Shirts der Helfer ist zu lesen: „Ser­vice-Team für Sie im Ein­satz“, und das hat eine dop­pelte Aus­sage. Schließlich sind sie als Feu­er­wehr­leute Tag und Nacht für die All­ge­mein­heit im Ein­satz – und beim Fest zudem als fleißige Helfer aktiv.

Stolz „Darauf bin ich mächtig stolz. Es ist ein­fach schön, so viele Leute um sich zu haben, denen die Arbeit in der Küche, am Bier­zapf­hahn, an der Essen- und Getränke­aus­gabe Freude macht, was man an den vielen lachenden Gesich­tern sieht“, schwärmt Uwe Thoma.

Neben der Odenwälder Trach­ten­ka­pelle aus Mudau sorgen auch der Musik­verein Möckmühl und der Musik­verein Sig­lingen/Züttlingen für musi­ka­li­sche Unter­hal­tung durch gute Blas­musik.