QR-Code zur Seite

Feuerwehrbedarfsplan bis 2020

Neckarsulmvon Redaktion HSt

Die Frei­wil­lige Feu­er­wehr Neckar­sulm ist ins­ge­samt in der Lage, die ihr übert­ra­genden Auf­gaben im Brand­schutz und in der Tech­ni­schen Hil­fe­leis­tung auf örtli­cher und überörtli­cher Ebene zu allen Tages- und Nacht­zeiten zu erfüllen. Zu diesem Ergebnis gelangt die erste Fort­schrei­bung des Feu­er­wehr­be­darfs­plans 2015, die der Gemein­derat zustim­mend zur Kenntnis nahm. Autor ist der Leiter der Inte­grierten Leit­stelle bei der Berufs­feu­er­wehr Stutt­gart, Fabian Müller. Der Stadt­brandrat ist seit 22 Jahren Mit­glied der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Neckar­sulm.

Für not­wen­dige Beschaf­fungen muss die Stadt im Zeit­raum von 2015 bis 2020 Finanz­mittel in Höhe von ins­ge­samt 825.000 Euro auf­wenden. Hinzu kommen Beschaf­fungen, die im Feu­er­wehr­be­darfs­plan 2010 vor­ge­sehen waren, wegen noch nicht erteilter Förder­be­scheide aber noch aus­stehen.

Für 2016 soll ein Löschfahr­zeug des Typs LF 10 beschafft werden. Dieses Fahr­zeug ist uni­ver­sell ein­setzbar und eignet sich sowohl für Löscheinsätze als auch zur tech­ni­schen Hil­fe­leis­tung. Die Beschaf­fungs­kosten von 320.000 Euro werden vom Land anteilig per Zuwen­dung gefördert.

Unwetter Darüber hinaus sollen die Abtei­lungen Neckar­sulm, Ober­ei­sesheim und Dahen­feld im kom­menden Jahr jeweils ein Roll­wa­gen­modul Unwetter zum Gesamt­preis von 45.000 Euro erhalten. Für Unwet­ter­einsätze sind diese Module bestückt mit jeweils einem Was­ser­sauger, einer Elek­tro­tauch­pumpe, einer Ket­tensäge, einem Span­nungs­schieber, zwei Was­ser­schie­bern, zwei Schacht­haken, Abdeck­folie und Absperr­ma­te­rial.

Bereits im Bedarfs­plan 2010 vor­ge­sehen war die Beschaf­fung eines Mann­schafts­trans­port­wa­gens für die Abtei­lung Dahen­feld. Hierfür stehen Haus­halts­mittel von 65.000 Euro aus dem ver­gan­genen Jahr zur Verfügung. Sofern das Land den Zuwen­dungs­be­scheid erteilt, soll er in diesem Jahr beschafft werden.

Auch die noch aus­ste­hende Beschaf­fung des Abrollbehälters „Sand­sack/Energie“ zum Preis von 200 000 Euro ist für dieses Jahr vor­ge­sehen. Der Abrollbehälter beinhaltet einen großen Strom­ge­ne­rator sowie einen Roll­wagen mit klei­neren Strom­erzeu­gern, Flut­licht­strah­lern und Licht­masten. Mit dieser Ausrüstung kann die Feu­er­wehr im Falle eines großflächigen Strom­aus­falls die Ener­gie­ver­sor­gung pro­vi­so­risch wieder her­stellen. Zudem verfügt der Behälter über eine fest auf­ge­baute Sand­sack-Füllma­schine. Im Hoch­wasser- oder Unwet­ter­fall kann die Feu­er­wehr mit diesem Gerät eine große Zahl an Sandsäcken inner­halb kürzester Zeit befüllen und ein­setzen.

Der Abrollbehälter „Sand­sack/Energie“ und das Löschfahr­zeug LF 10 sind so viel­seitig ein­setzbar, dass die Feu­er­wehr darauf ver­zichtet, ein Ersatz­fahr­zeug für den vor­han­denen Gerätewagen Licht zu beschaffen. So können 142.000 Euro ein­ge­spart werden.

Roll­wagen Zu den Fahr­zeugen, die die Feu­er­wehr laut Bedarfs­plan bis 2020 ersetzen muss, gehören ein Löschfahr­zeug LF 16 zum Neu­preis von 430.000 Euro sowie zwei Mann­schafts­trans­port­wagen für die Abtei­lungen Neckar­sulm und Ober­ei­sesheim zum Gesamt­preis von 145.000 Euro. Der für die Abtei­lung Ober­ei­sesheim bestimmte Mann­schafts­wagen ist ein Son­der­fahr­zeug, das beson­dere Trans­port­ka­pazitäten ermöglicht.

Mit­tel­fristig zu beschaffen sind auch vier Roll­wa­gen­mo­dule Strom zum Stückpreis von 15.000 Euro sie werden auf die Abtei­lungen ver­teilt sowie vier Roll­wa­gen­mo­dule Schlauch für die Abtei­lung Ober­ei­sesheim zum Gesamt­preis von 20.000 Euro. Sie ermögli­chen es der Feu­er­wehr­ab­tei­lung Ober­ei­sesheim, Schlauch­lei­tungen auch über lange Weg­stre­cken zu legen.