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Feuerwehr Bad Rappenau: Der nächste Neubau zeichnet sich ab

Bad Rappenauvon Simon Gajer, HSt

Oberbürger­meister Frei will dieses Jahr Standort des neuen Feu­er­wehrgerätehauses der Kern­stadt-Abtei­lung klären

Die Frei­wil­lige Feu­er­wehr Bad Rap­penau hat einen Rekord auf­ge­stellt. Im ver­gan­genen Jahr rückten die Abtei­lungen zu 165 Einsätzen aus – „so viel wie noch nie“, sagte Kom­man­dant Felix Mann bei der Jah­res­haupt­ver­samm­lung in Ober­gim­pern. Das Rekord­ni­veau und die damit ein­her­ge­hende Belas­tung der Ehren­amt­li­chen ist nicht die ein­zige Her­aus­for­de­rung für die Wehr.

Jugend fehlt Der Nach­wuchs geht zurück. „Die Jugend­feu­er­wehr hat weiter nach­ge­lassen“, sagte Axel Klum­bach. Waren im Jahr 2014 noch 109 Kinder und Jugend­liche bei der Bad Rap­pen­auer Feu­er­wehr gewesen, ging die Anzahl im abge­lau­fenen Jahr auf 78 zurück. Über 100 Mit­glieder – „da müssen wir wieder hin“, sagte Klum­bach, der einer der stell­ver­tre­tenden Kom­man­danten ist. Es seien diese Gruppen, über die am meisten Mit­glieder für die Ein­satzb­tei­lungen rekru­tiert werden. Er hat wei­tere Ideen, die Wehr zu stärken: Man könnte mehr Frauen oder Migranten für das Ehrenamt gewinnen. Ferner sollte man auf Mit­glieder anderen Wehren zugehen, die in Bad Rap­penau arbeiten.

Der Rückgang bei der Jugend ist in vielen Wehren ein Thema. Darauf wies der Kreis­ju­gend­feu­er­wehr­wart Timo Kraft hin. „Man muss darauf reagieren.“ Er schlug vor, in der Stadt eine Kin­der­gruppe zu gründen, um die Mädchen und Jungen für die Feu­er­wehr zu begeis­tern.

Wich­tige Themen in der Bad Rap­pen­auer Feu­er­wehr sind zur­zeit einige Gebäude. Zur­zeit ent­steht im Gewer­be­ge­biet Buchäcker für gut fünf Mil­lionen Euro die Feu­er­wache der Abtei­lung Süd, zu der sich die Abtei­lungen Bon­feld, Fürfeld und Tresch­klingen zusam­men­ge­schlossen haben. Bis Ende des Jahres soll das Gebäude bezogen werden. Bei Einsätzen ist mitt­ler­weile auch geklärt, wie die Mit­glieder aus Fürfeld und Tresch­klingen das Gebäude errei­chen, sagte Kom­man­dant Mann. Ein Feldweg wird aus­ge­baut, unter anderem bekommt er Aus­weich­buchten. Die Zufahrt aus Rich­tung Bon­feld sei aber kom­plexer, erklärte Felix Mann bei der Ver­samm­lung. Er geht davon aus, dass letzt­end­lich die Ein­satzkräfte über das Gelände einer ehe­ma­ligen Gärtnerei anrücken werden.

Das Feu­er­wehrgerätehaus der Abtei­lung Heins­heim wird zur­zeit umge­baut. Unter anderem kommen Umkleideräume. Auch in die Sanitärbe­reiche inves­tiert die Stadt. Felix Mann geht davon aus, dass alles Anfang Mai fertig ist – pünkt­lich vor den Feiern zum 50-jährigen Bestehen der Feu­er­wehr­ka­pelle Heins­heim im Juni.

Pro­ble­ma­tisch sind aus Sicht von Felix Mann zwei andere Baumaßnahmen. Ähnlich umfang­reich wie Heins­heim soll es in Ober­gim­pern werden, die not­wen­digen Arbeiten folgen aber erst Ende 2018 oder Anfang 2019. „Unzu­frieden sind wir mit dem Pla­nungs­ver­lauf der Umbaumaßnahmen in Grom­bach“, sagte Mann. Es gab erste Pläne, die Wehr legte Mitte 2016 sogar eigene Ideen vor, seither sta­gniere es. Nun soll dieses Jahr geklärt werden, wie es tatsächlich wei­ter­geht.

Finanzen Ein wei­teres Großpro­jekt kommt auf Bad Rap­penau für die Kern­stadt-Abtei­lung zu. Oberbürger­meister Sebas­tian Frei sicherte zu, den Neubau dieses Gerätehauses nach Abschluss des Abtei­lung-Süd-Baus anzu­gehen. Am Rande der Ver­samm­lung sagte er unserer Zei­tung, dass er dieses Jahr den Standort geklärt haben will. „Es ist schwierig“, betonte er. Denn es geht zugleich um den Bauhof, der zur­zeit direkt neben der Feu­er­wehr seinen Sitz an. „Es ist für die Stadt eine große finan­zi­elle Her­aus­for­de­rung.“

Es gab Ehrungen: Der ehe­ma­lige Oberbürger­meister Hans Heri­bert Blättgen erhielt die Ehren­me­daille des Feu­er­wehr­ver­bands, Harald Scholz und Frank Rieth bekamen die Ehren­nadel des Kreis­feu­er­wehr­ver­bands. Die Ehren­nadel in Gold der Jugend­feu­er­wehr Baden-Württem­berg erhielt Thomas Konrad, die Ehren­nadel in Silber ging an Ralf Kutt­ruff und Oliver Freyer.