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Festveranstaltung zur Verabschiedung des langjährigen Kommandanten der Feuerwehr Heilbronn

Heilbronnvon Feuerwehr Heilbronn

Bei einem kleinen Festakt im Innenhof des Deutsch­hofgeländes ver­ab­schie­dete Oberbürger­meister Harry Mergel offi­ziell den langjährigen Kom­man­danten der Heil­bronner Feu­er­wehr. Ungewöhnlich, aber genial war die Aus­wahl der Loca­tion. Auf­grund des Platz­an­ge­botes im Freien stellten sämtliche Pan­demie-Hygie­ne­vor­schriften kein Pro­blem dar und strah­lender Son­nen­schein gab es noch oben­drauf.

Eber­hard Jochim leis­tete über 40 Jahre seinen Dienst bei der Feu­er­wehr Heil­bronn. Von der Pike auf lernte Jochim sein Hand­werk und kannte somit alle Bereiche im Feu­er­wehr­leben. Den Grund­stein seiner Feu­er­wehr­kar­riere setzte er bereits im Jahre 1972 bei der Jugend­feu­er­wehr in Neckar­sulm. Nach einer Lehre zum Maschi­ne­schlosser zog es ihn zur Berufs­feu­er­wehr Heil­bronn. Hier star­tete er am 1. April 1979 seine Aus­bil­dung zum Feu­er­wehr­mann und absol­vierte im Laufe seiner Kar­riere alle Lauf­bahnen vom mitt­leren bis zum höheren feu­er­wehr­tech­ni­schen Dienst. Ab dem 1. Januar 2000 über­nahm er dann schließlich die Lei­tung der Feu­er­wehr Heil­bronn.

Keine Auf­gabe war ihm zu groß. Selbst­be­wusst und ziel­strebig nahm er alle Her­aus­for­de­rungen an wie z. B. die Rea­li­sie­rung der Inte­grierten Leit­stelle, welche Ende 2011 in der Beet­ho­ven­straße ihren Betrieb auf­nahm. Jochim ver­stand es auch seine Feu­er­wehr im Bereich der Aus- und Fort­bil­dung sowie in der Technik immer aktuell und auf dem neusten Stand zu halten. Durch Ehr­geiz und Ver­hand­lungs­ge­schick konnten regelmäßig not­wen­dige Fahr­zeuge beschafft und Umbau- und Reno­vie­rungs­ar­beiten auf der Haupt­feu­er­wache und in den Feu­er­wehrhäusern der Frei­wil­ligen Feu­er­wehren umge­setzt werden.

Seine Hartnäckig­keit in Punkto Übungsgelände für die Feu­er­wehr Heil­bronn zahlte sich in diesem Jahr eben­falls aus. Ohne diese Aus­weichmöglich­keit im Indus­trie­ge­biet „Böllinger Höfe“ hätte auf­grund der Corona-Pan­demie keine Grund­aus­bil­dung für drin­gend benötigte Nach­wuchskräfte der Berufs­feu­er­wehr statt­finden können.

Her­vor­zu­heben ist auch, dass er bei zahl­rei­chen Großbränden wie z. B. beim Brand einer Indus­trie­halle im Jahr 2005 in der Austraße, 2008 auf dem ehe­ma­ligen Fiat-Gelände oder auch zuletzt im November 2019 beim EnBW-Kraft­werk, als ver­ant­wort­li­cher Ein­satz­leiter sekun­den­schnelle Ent­schei­dungen zur Ver­mei­dung von Mil­lio­nenschäden treffen musste. Aber nicht nur bei Bränden, son­dern auch bei Unfällen war er immer in der Lage, schnelle und rich­tige Ent­schei­dung zu treffen und so lebens­ret­tend für ver­un­fallte Per­sonen zu agieren.

Seine her­vor­ra­genden Leis­tungen auf dem Gebiet des Feu­er­wehr­we­sens wurden im Jahr 2013 vom Deut­schen Feu­er­wehr­ver­band mit der Ver­lei­hung des Deut­schen Feu­er­wehr-Ehren­kreuz in Gold gewürdigt. Vom Land Baden-Württem­berg erhielt Jochim zu seinem 40-jährigen Dienst­jubiläum im ver­gan­genen Jahr das Feu­er­wehr-Ehren­zei­chen in Gold. Auch das Tech­ni­sche Hilfs­werk ehrte Eber­hard Jochim in diesem Jahr mit dem Ehren­zei­chen in Bronze.

Feu­er­wehr­ver­bandspräsident Dr. Frank Knödler würdigte in einer fei­er­li­chen Ansprache die her­aus­ra­genden Leis­tungen sowie die langjährige Führungstätig­keit des schei­denden Kom­man­danten und über­reichte ihm gemeinsam mit dem Vor­sit­zenden des Kreis­feu­er­wehr­ver­bandes Rein­hold Gall die Ehren­me­daille in Gold vom Lan­des­feu­er­wehr­ver­band Baden-Württem­berg.

Zahl­reiche Führungskräfte anderer Ämter, Leiter von Berufs­feu­er­wehren in Baden-Württem­berg sowie Gäste aus der Politik und dem wei­teren Feu­er­wehr­um­feld wünschten Eber­hard Jochim für seinen neuen Lebens­ab­schnitt alles Gute und vor allem viel Gesund­heit.

Feu­er­wehr Heil­bronn